Samstag, 3. März 2012

Wahlen, Manipulationen, Berichte und das Getöse "freier" Nachrichtenklitschen

Mowitz
Die Wahlbeteiligung im Iran lag laut der iranischen Nachrichtenagentur FARS gestern bei 66 Prozent die von der tendenziösen deutschen Politrukanstalt für Nachrichtenfälschung mit "bei mehr als 60 Prozent" vermeldet wurde. Schnell schob man noch nach, dass die von der iranischen Regierung angestrebte starke Wahlbeteiligung, wohl doch nicht so toll gewesen sein konnte wie erhofft. Denn, so schloss der Hamburger Märchsender messerscharf:
"Augenzeugen bezweifeln jedoch, dass sich viele Menschen an der Wahl beteiligt haben. "Dort, wo wir waren, konnten wir keine langen Schlangen sehen", sagt ARD-Korrespondent Martin Weiss."
Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de
Welch ein Glück, dass der Paladin einer deutschen Nachrichtenklitsche, Zweifel an der Höhe der Wahlbeteiligung im Iran anmeldet, nachdem er keine Schlangen in zwei, drei Wahllokalen finden konnte. Und hätte er sie gefunden, wären sie in seiner Fälschung auch nicht aufgetaucht. Alles so glaubwürdig wie die Berichte aus Syrien, die in heimischen Studios zusammengebastelt werden, wobei so getan wird als wären es "Vor-Ort-Reportagen" und "Assads Schergen" Jagd auf sie machten. Hin und wieder schlüpft den staatlichen Wahrsagern die Bemerkung aus den Lügenmäulern: "nach unbestätigten Angaben", und "da das syrische Regime keine Journalisten ins Land lässt", was auch schon wieder gelogen ist, könnte man nur "mutige Blogger" zitieren.

Wobei sie nie ihre vornehmste Aufgabe aus den Augen verlieren, nämlich Tatsachen so zu verfälschen, dass sie für darauf folgende Massenmorde des Imperiums tauglich sind. Mit Provokateuren, Unruhen und Destabilisierungen in fremden Landen anzustiften, bewaffnete Handlanger einzuschleusen und sie reichlich mit schweren Waffen auszustatten um sie bei Staatsstreichen einzusetzen und Regimewechsel auch wirklich durchführen zu können, gehört zu den Routineaufgaben imperialer Geheimdienste. Oder wie eine entrückte Psychopathin mit irrem Blick und teuflischen Gelächter in die Kameras krähte: We came, we saw, he died".(Wir kamen, wir schauten, er starb). Dabei greift das Imperium immer wieder mit Vorliebe auf die Hilfe der von ihm geschaffenen und für ihn so nützlichen Terroristen zurück. Sie sind sozusagen in einer "Wertegemeinschaft" verbunden, in der einer des anderen Last trägt. Die Dreckschleudern unserer Berufsmanipulateure erklären uns dann wie schön doch unsere Wertegemeinschaft ist und wir uns bloß nicht das höhnische Lachen der Islamisten gefallen lassen sollen.

Der deutsche Bundestag, der 2009 von nur 70,8 Prozent der Wahlberechtigten gewählt wurde, übrigens die geringste Wahlbeteiligung seit Bestehen der alten und neuen BRD, nimmt seine "Souvernität" so total ernst, dass er sich in vielen seiner vornehmsten und wichtigsten Aufgaben, einfach selbst entmachtet oder entmachten lässt und nur durch ein Gericht und der Klage einiger Abgeordneter wieder seine  Rechte zurückerhält. Eine Schande für den Parlamentarismus und ein Sieg demokratiefeindlicher Strömungen. Der Bundestag als Beispiel einer Abnickerversammlung der totalen Demokratur. Nun steht die Wahl des russischen Präsidenten vor der Tür und Bild, ehNaMag, Times, Fox News und hundert weitere Konzernmedien beginnen das Spiel wieder von vorn. Nur, die größten Wahl- und Medienbetrügereien finden hier statt.

Nachtrag 17:15 Uhr Fars News zufolge hieß es bei CNN weiter, dass die Parlamentswahl in Iran am gestrigen Freitag die erste große Wahl nach der Präsidentschaftswahl im Jahr 2009 und den folgenden Ereignissen sei. Vor Moscheen und Schulen, die als Wahllokale dienten, warteten die Wähler in langen Schlangen darauf, ihre Stimmen abgeben zu können, so CNN weiter.

Manchmal machen Nachrichtenklitschen der westlichen W(ä)rtegemeinschaft Fehler bei der Abstimmung ihrer Propagandalügen. Dann kommt so etwas dabei heraus. Dem deutschen Regierungssender ARD wurde also schon kurze Zeit später vom US-amerikanischen Konzernsender CNN widersprochen. Die hatten jede Menge Schlangen gesehen. Ho, ho, ho - Krise in der transatlantischen Zusammenarbeit?

FH

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