Sonntag, 22. April 2012

Helmut Schmidt: 94 Jahre und sehr viel weiser

Mowitz
Nach Günter Grass, Spiegel: ”Günter Grass wird im Oktober 85 Jahre alt. Womöglich wäre es besser, jemand würde ihm sanft den Griffel entwenden”, meldet sich nun auch der deutsche Uraltkanzler Helmut Schmidt zu Wort und sagt was gesagt werden muss. Er kritisiert deutsche Waffenlieferungen in alle Welt im Allgemeinen und an den Kreuziger-Staat Saudi-Arabien und den,  den Weltfrieden gefährdenden Strolchenstaat im Nahen Osten, Israel, im Besonderen.

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de
Die Kritik richtet sich gegen Merkel, der er eh schon mal vorgeworfen hatte eine Politik des geschickten Taktierens zu betreiben, bei der aber ein strategisches Ziel nicht  erkennbar sei. Nun motzt er zurecht gegen die ehemalige FDJ-Propagandasekretärin im Kanzleramt, die die restriktive Waffenexportpolitik Deutschlands aufgegeben hat und sie durch eine offensive ersetzte. An die Diktatur Saudi-Arabien verkauften die Krämerseelen der deutschen Kriegsindustrie von KMW, mit Genehmigung der Bundesregierung, über 200 modernster Leopard-2-Panzer. Die Lieferung von Waffen in Spannungsgebiete und an die schlimmsten Diktaturen der Gegenwart, ist für Merkel & Co. völlig problemlos, da sie allem Anschein nach keine gröβeren Gedanken an den Erhalt des Friedens in dieser Spannungsegion verschwendet. Auch die Lieferung des sechsten Dolphin-U-Bootes nach Israel, für das die Bundesregierung in diesem Jahr eine Summe von 135 Mio. € in den Haushaltsentwurf eingestellt hat, um die Anschaffung des sechsten Bootes für Israel finanziell mit Steuermitteln zu subventionieren, erntet harsche Worte der Kritik von Schmidt. Israel wird die U-Boote, nach Ansicht von Expertenn, mit uklearen Marschflugkörpern ausstatten was dem Frieden nicht förderlich sein wird. Ist ja auch nicht die Absicht mit den U-Booten.

Schmidt wies auf die Maxime seiner Kanzlerschaft beim Rüstungsexport, "Kriegswaffen nur an Verbündete zu liefern", hin. Was man im Umkehrschluss auch als "Israel ist nicht Deutschlands Verbündeter" deuten kann. Meilen entfernt von Merkels Knessetbekenntnis einer neuen deutschen Staatsräson, für Israel in den Krieg zu ziehen.

Der 1992 verstorbene ehemalige israelische Ministerpräsident und Terrorist, Begin, forderte Schmidt Anfang der 1980er Jahre schon einmal auf: "Wer als Offizier am Vernichtungskrieg an der Ostfront teilgenommen habe, solle zu den Problemen im Nahen Osten ein für alle Mal den Mund halten". Nun warten wir alle gespannt auf ein von Israel verhängtes Einreiseverbot für Helmut Schmidt.

FH

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