Freitag, 27. April 2012

Riesenstrategin Charlotte Knobloch fordert: Deutsche an die Front

Mowitz
Die ehemalige Vorsitzende des jüdischen Interessenverbandes in Deutschland, ZdJ, Charlotte Knopfloch, meldet sich im Israel-Iran-Konflikt in der Passauer Neuen Presse vom Mittwoch zu Wort und zieht Angela Merkel die Ohren lang. Nicht so direkt. Nein doch! Sie nimmt den verklausulierten Umweg über "Deutschland".
"Ich gehe davon aus, dass Deutschland im Ernstfall an der Seite Israels steht."
Denn schließlich, so die Gesalbte aus München, die heute 2. Vorsitzende des globalen Lobbyistenklubs "Jüdischer Weltkongress" ist, weiter, führe der Iran die Weltgemeinschaft seit langem an der Nase herum und die Bundesregierung müsse dem Iran gegenüber mehr Härte zeigen.

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de
Plumps, da war die Kriegslüge wieder einmal mehr ausgesprochen. Medial vervielfältigt. "Der Iran" führe die Welt an der Nase herum. Nicht weil es so ist, sondern weil Frau Knobloch es sagt. Hört man aber mal so ganz nebenbei rein was israelische Generäle zum Thema von sich geben, wie zum Beispiel der israelische Armeechef Benny Gantz, wird nur das bestätigt, was der Iran seit Jahren schon immer wiederholte. Dass nämlich das iranische Atomprogramm friedlichen Zwecken dient und in völliger Übereinstimmung mit dem Atomwaffensperrvertrag steht, den der Iran unterzeichnet hat und auch einhält. Israel nicht. Darum hat Israel ihn von Anfang an auch nicht unterzeichnet und glaubt nun ungestraft seine Nachbarn mit Atomwaffen bedrohen zu dürfen.

Der Armeechef erklärte sogar, bislang habe das Staatsoberhaupt des Irans, Ajatollah Ali Chamenei, überhaupt noch nicht entschieden, ob es einen zusätzlichen Schritt im Atomprogramm geben werde. Gantz selbst glaubt nicht, dass der Iran sich für die Entwicklung von Nuklearwaffen entscheidet. Im Gegenteil, Gantz hält die iranische Führungsriege zu Recht für sehr rational denkenden Menschen.

Oder der ehemalige israelische Geheimdienstchef Diskin, der meint Netanjahu und Verteidigungsminister Barak führten die israelische Gesellschaft in die Irre wenn sie behaupteten, eine iranische Atombombe könne durch einen Militärschlag verhindert werden. Das Gegenteil ist der Fall. Ein israelischer Angriff auf den Iran würde die Iraner nur anspornen die iranische Nuklearforschung zu intensivieren.

Das sind ganz andere Töne als die, die dem unbedarften Teil des westlichen Publikum seit Jahren durch eine verschluderte Presse eingetrichtert und vielerorts auch geglaubt wird. Allem Anschein nach fiel auch die Gesalbte der Pressekampagne in Deutschland aus dem Hause Springer zum Opfer. Meine Empfehlung nach München: Für mehr Pressehygiene in Deutschland einzustehen und sich der gigantische Werbemaßnahme BILDs in den Weg stellen ungefragt ein kostenloses Exemplar entgegenzunehmen. Verweigern Sie die Zustellung des Jubiläum-Exemplars! Das hilft zu neuen Erkenntnissen.

Leider ist es aber so, dass Israel, die USA, sowie etliche eruopäische Mächte einen Krieg wollen. Nicht um ein nichtexistierendes Atomwaffenprogramm zu stoppen, sondern um sich weitere Naturressourcen anzueignen. Und nicht nur einen Krieg gegen den Iran, sondern viele Kriege in vielen Regionen zu führen. Die offiziellen Gründe werden dieselben sein: "Menschenrechte verteidigen," "Tyrannen vom Morden des eigenen Volkes abzuhalten," und wenn sie nicht wollen, drohen wir ihnen damit die Demokratie bei ihnen einzuführen. Wozu hat man schließlich die Nato und eine über die Maßen gewinnmaximierende Rüstungsindustrie? Im Augenblick sind die Farbenterroristen wieder in der Ukraine, dem Land der Gasprinzessin und 11-Milliarden-Dollar-Frau Julia Timoshenko unterwegs, um das Kapital dort mit Terroranschlägen wieder auf stabile Füße zu stellen.

Großisrael, als stationärer Vorposten des westlichen Kapitals in Afrika, wird versuchen den Nachschub der Bodenschätze Öl, Gas, Diamanten, Gold, Kupfer, Coltan u.u.u. in westliche Märkte abzusichern. Israel als militärische Vormacht im Nahen Osten. Nicht allein und isoliert. Aber mit Hilfe der herrschenden Klasse in den Vereinigten Staaten und Europa.

Das internationale Finanz- und Großkapital lebt von Kriegen. Es ist sein innerstes Wesen. So wie der Puff die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln ist, so ist Krieg nichts anderes als die Fortsetzung der Profitmaximierung mit militärischen Mitteln. Die besten Startplätze beim Kampf um immer knapper werdende Bodenschätze sichern. Das ist Wettbewerb. So wie ihn der Kapitalismus versteht. Nicht durch Zusammenarbeit und fairen Handel! Allein durch physische Vernichtung der Konkurrenten!

Und wenn die ganze Erde dabei bebt, und die Welt sich aus den Angeln hebt ... ♪♫♪♫

FH

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