Sonntag, 20. Mai 2012

Proteste der europäischen Bürgerrechtsbewegung - trotz Provokationen und massiver Behinderungen durch polizeiliche Eingreiftruppen - ein voller Erfolg

Mowitz
Die sich langsam formierende Bürgerrechtsbewegung in Europa hat mit einer friedlichen Aktion, BLOCKUPY FRANKFURT, an der über 30 000 Kritiker der real existierenden Finanzdiktaturen in Deutschland und Europa teilnahmen, gegen die sich immer mehr ausbreitende Verarmung der Menschen, im hiesigen Werte-System, protestiert. Damit wurde das kapitalistische Establishment herausgefordert, das genau so reagierte wie es immer in solchen Fällen reagiert: Es antwortete mit dem Einsatz polizeilicher Gewaltanwendung, die unter anderem zur Festnahme von etwa 500 friedlichen Demonstranten führte. Alles unter dem Deckmantel einer höchstrichterlich abgesegneten Verbotsorgie von "Platzverweisen" und "Aufenthaltsverboten." Da halfen auch nicht die Grundgesetze, die von den Demonstranten schützend in die Höhe gehalten wurden. An das deutsche Grundgesetz hält sich,  spätestens nach dem illegalen Angriffskrieg auf Jugoslawien, weder das politische, noch das wirtschaftliche Establishment, schon lange nicht mehr, oder nur noch wahl- und ausnahmsweise.

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de
Unterdessen trafen sich altbekannte Gesichter auf einem so genannten G8-Gipfel in Camp David und taten so als würden sie jetzt die Bankenbranche an die Kandare nehmen wollen. Der amerikanische Dauerkriegspräsident Barack Obama, erheiterte die Runde am Tisch von "I need you" Uncle Sam, mit dem Hinweis, er habe in seiner wöchentlichen Ansprache die Republikaner im Kongress aufgefordert, sie sollten doch bitteschön entsprechende Kandare-Reformen zur Bändigung privater Finanzmarodeure endlich billigen. Mit einem schallenden Gelächter dankten die Anwesenden für die öffentlichkeitswirksame Farce die Obama hingelegt hatte und der damit seine Rolle als führender "Demokratie"-Schauspieler der westlichen Werte-Gemeinschaft festigte.

Anschließend wurden die Fernseher an- und der Rest des verbliebenen Verstandes ausgeschaltet, um sich dem wirklich wichtigen Tagesereignis zu widmen. Das Spiel der Spiele, wie die inflationär genutzte Ansage der Spaßindustrie die Hin-und-Her-Kickerei eines Balles zwischen dem FC Bayern und dem FC Chelsea lautete, stand noch auf dem Programm der G8-Gipfler.

Leute mit Plakaten, "Biete 10 000 Euro für ein Ticket" liefen noch vor Spielbeginn auf dem Schwarzmarkt für Besserverdienende, vor den Einlasstoren der Versicherungsarena Allianz hektisch umher, um sich ihren "Traum" zu erfüllen, Kickerle Lahm hinter einem Ball herhecheln zu sehen, anstatt ihn, zusammen mit Drücker Hoeneß, über die Justizbehörden der Ukraine lamentieren zu hören. Wobei doch mehr als genug über die deutsche Justiz zu lamentieren wäre, die sich mal wieder ganz im Sinne der Kapitalismus-Herrschaft in den Vordergrund geschoben hat. Die richtig gut Betuchten, also solche die nicht von der Verarmungspolitik des Kapitalismus betroffen sind, lassen sich ein Ticket auch schon mal 50 000 Euro kosten. So viel kostet nämlich die teuerste Karte beim Internetanbieter Seatwave.

Dann ging es ab in die alte Gangsterstadt Chicago, wo der nächste Gipfel, diesmal unter der Oberaufsicht der Kriegsverbrecher-Vereinigung, Nato, stattfindet. Scharfschützen waren schon im Voraus auf den Dächern und in den Hinterhöfen der Stadt plaziert wo sie mit Fernrohren Ausschau nach möglichen Opfern hielten.

Denn nirgends müssen heimische Politiker so sehr vor dem eigenen Volk geschützt werden, wie in unseren Kapitaldiktaturen.

FH

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