Donnerstag, 31. Mai 2012

Wir morden bis zum Einmarsch

Mowitz
Mit Todesschwadronen kennt sich die Führungsmacht der radikalkapitalistischen Werteordnung auf dem Weg zur Weltherrschaft aus. Bereits in den 70er und 80er Jahren trieben sie ihr blutiges Unwesen im lateinamerikanischen Hinterhof der Führungsmacht. Damals und schon seit Jahrzehnten zuvor, war Lateinamerika durchsetzt von US-eingesetzten und unterstützten Militärdiktaturen, die immer mehr in Bedrängnis gerieten, als sich die Völker Lateinamerikas gegen ihre Peiniger erhoben. Das Imperium unterstützte seine Militärdiktauren durchweg neben "Militärberatern" auch mit Waffen in großem Stil. Der bekannteste Fall eines einzelnen Terroraktes war das Massaker von El Mozote, eine der schlimmsten Gräueltaten in der Geschichte Lateinamerikas.
"Die Einheit Batallón Atlacatl, die die Morde beging, war auch für weitere schwere Übergriffe auf Zivilisten verantwortlich. Sie war unter Aufsicht des US-Colonels John David Waghelstein an der US-amerikanischen Militärakademie School of the Americas aus Soldaten der Armee El Salvadors gebildet worden. Während des Einsatzes im Bürgerkrieg erhielt die Einheit Schulungen durch US-amerikanische Green Berets.[1] Im Jahr 1989 war das Batallón Atlacatl auch an der weltweit mit Empörung aufgenommenen Ermordung von sechs Jesuitenpatern in der Universidad Centroamericana von San Salvador beteiligt." Wiki
Bild: Ursula Behr, http://www.atelier-behr.de/
Diese Kriegsverbrechereinheit war noch kurz zuvor von US-amerikanischen Profi-Mördern, den Green Berets, ausgebildet worden. Wie gesagt, man kennt sich aus. Auch Erzbischof Óscar Romero und vier US-Ordensschwestern wurden seinerzeit von US-hörigen und US-ausgebildeten Eliteverbrechern ermordet.

Die Taktik des gelebten Terrors schlugen schon damals die "US-Militärberater" nicht nur vor, sondern sie planten sie auch aktiv. Auf welch perverse Ideen man dabei kommt, zeigt das Beispiel der Aufrufe zum wahllosen Morden.
"So wurden unter anderem über San Salvador von Hubschraubern aus Zettel mit dem Slogan „Sei ein Patriot - Töte einen Priester“ abgeworfen und Prämien angeboten: Für den Mord an einem Bauern erhielten Todesschützen der Todesschwadronen 5.000 Colón, für einen Professor oder Intellektuellen 10.000 Colón und für den Mord an einem Priester 25.000 Colón." Wiki
Ziel war, den Aufstand "kopflos" zu machen und dem Volk seiner loyalen Führungspersönlichkeiten zu berauben. Das unvorstellbar brutale Massaker im syrischen Hula, dem auch zahlreiche Kleinkinder zum Opfer fielen, wird nun als Vorwand genutzt, um den schon lange angestrebten Einmarsch in Syrien durchzuführen. Die UNO hat schon lange ihre Rolle als Weltgewissen verloren und wird nur noch hin und wieder durch den Sichherheitsrat davon abgehalten, völlig zum Werkzeug des Imperiums zu verkommen. Russland und China, die beiden alternativen Großmächte in Konkurrenz zu den USA, verhinderten bislang durch ihr Vetorecht, dass der Einmarsch schon durchgeführt wurde. Allerdings zielen intensive Geheimgespräche darauf ab, die beiden Vetomitglieder dahingehend weichzuklopfen, damit sie ihr Veto im Unsicherheitsrat nicht einlegen. Andernfalls und davon gibt es genügend Beispiele in der neueren Vergangenheit, wird man auch ohne die Erlaubnis des Rates, Syrien wie Libyen, wie den Irak, wie Jugoslawien mit einem völkerrechtswidrigen Krieg überziehen. Das Imperium und seine Vasallen haben nichts vom Völkerrecht zu befürchten. Sie brechen es einfach. Wer würde es wagen sie heute anzuklagen? Auch der ICC (Internationaler Strafgerichtshof in Den Haag), ist fest in ihrer Hand.

Bei der Verbreitung der kapitalistischen Heilslehre in seiner perversesten Form, ist ihnen jedes Mittel recht. Schon dröhnt der neue "linke" Pariser Napoleon, François Hollande, wie schon sein rechter Vorgänger Sarkozy, von einem Militärschlag gegen Syrien. Die Verbrechen der Nato, der militärische Arm der radikalkapitalistischen Wertegemeinschaft, voriges Jahr in Libyen, sind hier schon vergessen und man steht schon wieder bereit, Gewehr bei Fuß, den nächsten Massenmord zu begehen. Die Anzahl der Opfer wird dabei noch die Anzahl der 50 000 Nato-Opfer in Libyen weit übersteigen.

Unterdessen ruft die Vertreterin des Brandstifters USA bei den Vereinten Nationen, Susan Rice, unaufhörlich "haltet den Dieb" und warnte nach einer Sichheitsratssitzung "vor einer wachsenden Kluft in dem Gremium und vor einem Flächenbrand in der Region".

Prof. Michel Chossudovsky schreibt über das Massaker in seinem Artikel „Die Salvador Option für Syrien“ - US-NATO geförderten Todesschwadronen beziehen „Oppositionskräfte“ ein:
In Bezug auf jüngste Ereignisse, wurden die in der Grenzstadt Houla am 27. Mai begangenen Morde und Bestialitäten in aller Wahrscheinlichkeit nach dem Modell ausgeführt, was man als die „Salvador Option für Syrien“ beschreiben kann. Die russische Regierung hat eine Untersuchung gefordert: „Nach spärlichen Informationen aus Houla in Syrien, nahe der Stadt Homs, an der libanesisch-syrischen Grenze, ist es klar, dass die syrische Regierung nicht verantwortlich ist für den Tod von 32 Kindern und ihren Eltern durch einen Artilleriebeschuss, was wiederholt behauptet und verneint wird von westlichen Medien und sogar von der UNO. Stattdessen sieht es so aus, dass es Todesschwadronen aus der Nähe waren, die von anti-Regierungs „Aktivisten“ als „regierungsfreundliche Gangster“ oder „Milizen“ bezeichnet werden und von der syrischen Regierung als das Werk von Al Qaida Terroristen in Verbindung mit fremden Eindringlingen.“ (Siehe Tony Cartalucci „Syrian Government Blamed for Atrocities Committed by US Sponsored Death Squads, Global Research 28th May 2012).
FH

Zum Thema:

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Nachtwandler: Die Politik der Sprache und die Sprache der politischen Regression......
Eine vom afghanischen Parlament veranlasste Untersuchung hat ergeben: An dem Massaker in Kandahar waren bis zu 20 US-Soldaten beteiligt......
Gegenmeinung: Wofür steht das ICC? Für Internationale Verbrechensvertuschung* ......

Nachtrag:

Syrisches Houla Massaker: Teile & Herrsche-Strategie immer sichtbarer - Video eines syrischen Mädels

WARNUNG

Dieses Video enthält erschütternde Bilder, welche die Wirklichkeit und die Schrecken des Krieges zeigen.

Es sollte nur von einem erwachsenen Publikum angeschaut werden




"Die Mainstream-Medien schieben die Schuld des Houla Massakers auf das syrische Militär. Die Fakten vor Ort stimmen mit dieser Behauptung nicht überein. Das Ziel der Massaker in Syrien ist, einen Bürgerkrieg in meinem Land zu entfesseln und den Weg für ausländische Interventionen freizumachen."

Quelle des Videos: Information Clearing House

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