Mittwoch, 1. August 2012

Deutsche Lobbyistenregierung päppelt Kriegsindustrie mit Millionen

Mowitz
Ausgerechnet das sogenannte Forschungsministerium unter seiner von Plagiatsvorwürfen arg gebeutelten Ministerin Schavan, macht Millionen aus dem Steuersäckel für wichtige Gewinninteressen der Kriegsgüteraktionäre locker. Genauer gesagt, sollen Mordswerkzeuge gefördert werden, die bereits jetzt schon für die dienstags vom amtierenden Präsidenten des Imperiums,  persönlich angeordnetern Morde, im Einsatz sind.

Nun ja, der Finanzminister der Vereinigten Staaten, Timothy Franz Geithner, war kurz zuvor auf Sylt eingetroffen um seinem Kollegen Schäuble die besten Grüße der Wall Street zu überbringen. Eine Adresse, mit der er bestens vertraut ist und deren volles Vertrauen man genießen muss, um einen Platz in irgendeiner USRegierung zu ergattern.

Geithner war gleich nach seinem Studium für die Unternehmensberatung des Friedensnobelpreiskriegsverbrechers Henry Kissingers in Washington tätig - wer kennt sich nicht alles im Weltdorf des Imperiums? - und wurde nach weiteren, schnellen Karrierestationen noch Direktor des Policy Development and Review Departments des Internationalen Währungsfonds, ehe er im Oktober 2003 zum 9. Präsidenten der Federal Reserve Bank of New York berufen wurde. In dieser Funktion war er gleichzeitig Vizepräsident des Federal Open Market Committee (FOMC). 2006 wurde er Mitglied der in Washington gelegenen und einflussreichen Finanzberatungsstelle Group of Thirty, der er auch heute noch mit vielen anderen illustren Figuren, wie dem EZB-Präsidenten Mario Draghi, angehört.

Was im Einzelnen zwischen Geithner und Schäuble erörtert wurde ist nicht bekannt. Allerdings spekulierte das ehNaMag, dass es darum ging, Deutschland möge seinen Widerstand gegen eine gewünschte Flutung der Märkte mit Euro aufgeben. Was tut man nicht alles für das Wohlergehen "systemischer" Zockerbanden über alle Grenzen hinweg. Saß nicht aber Mario Draghi im gleichen Verein wie Geithner? Draghi, Chef der Europäischen Zentralbank und oberster Hüter europäischer Geldwertstabilität? Nun ja, - als Mitglied derselben ehrenwerten Gesellschaft gibt es keine gegeneinander gerichteten Interessen.

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de
Draghi fiel schon im Februar bei dem kleinen Mann in Europa dadurch unangenehm auf, als er sich in einem Interview im Wall Street Journal, wo auch sonst, dafür stark machte, die Axt am Sozialstaatsmodell Europa anzulegen. "Das europäische Sozialstaatsmodell hat ausgedient" und weiter, "man könne nicht damit fortfahren, jeden dafür zu bezahlen, dass er nicht arbeite". Ein Schlag ins Kontor. Volle Wucht und keiner wills gehört haben. Die Vergesslichkeit des kleinen Mannes ist die Grundlage für große Karrieren.

Die USA haben kein Modell für einen Sozialstaat. Das wenige das es gibt, wird privat geregelt und fließt unverzüglich in die Taschen privater Renten- und Krankenversicherungsaktionäre.

Aber, das Imperium wäre nicht Imperium, hätte es nicht den Dollar mit Hilfe der Army zur Weltleitwährung gemacht. Die Militärausgaben der USA sind höher als die Militärausgaben der restlichen Welt zusammen. Bei den seit Jahrzehnten notorischen Defiziten der US-Leistungsbilanz, ist das nur möglich, so lange das Ausland den Dollar als Zahlungsmittel überhaupt akzeptiert. Wer das nicht tut, oder auch nur damit droht den Dollar nicht länger zu akzeptieren, wird mit den wildesten und erfundenen Anschuldigungen, (Saddams Massenvernichtungswaffen, Irans Atomwaffenprogramm), mit einem Vernichtungskrieg überzogen. Da die USA aber ihr Defizit nicht abbauen, und auch gar nicht abbauen können, hilft nur das Anschmeißen, (im übertragenen Sinn), der Druckerpresse, so lange der Dollar akzeptiert wird.

Das Leistungsbilanzdefizit der USA betrug noch im Jahre 1996 $ 120 Milliarden = 1,5 % des US-Bruttoinlandsprodukts (BIP), um 2007 bei knapp $ 800 Miiliarden = 5,7 % des BIP zu landen, nachdem es bei 6,2 % im Jahre 2006 lag. Finanziert wird das mit dem immer noch funktionierenden Verkauf maroder Schatzanweisungen. Mittlerweile hält allein China űber 2000 Milliarden Dollar Währungsreserven, die zum größten Teil in US-Schatzanweisungen angelegt sind. Was auch die aggressive Politik Washingtons und seiner Einkreisung Russlands und Chinas erklärt.
"Infolge der Leistungsbilanzdefizite wurden die USA zum größten Nettoschuldnerland der Welt. Seit 1986 übertreffen die Verbindlichkeiten gegenüber dem Rest der Welt die Forderungen. 2005 lag der Nettoschuldenstand bei ca. 22 % des BIP, Tendenz steigend." bpb
Diese Schulden werden weder die Wall Street, noch der US-Staat, noch die Bürger der Vereinigten Staaten je an ihre Gläubiger zurückzahlen können oder wollen. Die Schulden sind von den grossen Kapitaleignern längst schon in reale Werte verwandelt worden, was heißt, sie sind privatisiert, und werden auch eine Währungsreform überleben um danach wieder im vollen Glanz zu erstrahlen und die Verursacher des Finanzcrash schadlos halten. Die Gläubiger, dürfen dann im besten Fall, davon auch ihr Name, weiter glauben, sie bekämen jemals ihr Geld wieder zu Gesicht. Das ist sozusagen wirklich systemisch im Gegensatz zu Merkels "systemischen" Banken. Und die Gläubiger sind alle wir anderen. Ich werde dann schon auf Wolke sieben sitzen und mir das Ganze von oben anschauen.

In der Zwischenzeit wird Deutschland wohl wieder seinen neualten Weg des Militarismus eingeschlagen haben, mit dem es schon in der Vergangenheit etliche Male Schiffbruch erlitten hat. Den neuen Waffenschmieden, wenn es sie dann noch gibt, wird es blendend gehen. Den arbeitenden Menschen weniger gut. Wie im gelobten Land des Kapitalismus.

Bis dann!

FH

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