Donnerstag, 6. September 2012

Die Schmierenkomödie

Mowitz
Das EhNaMag bläst zur investigativen Politikerattacke. Bauernopfer: Ursula von der Leyen. Zweck der Attacke: Stilllegung künftiger Rentnergenerationen, die heute noch jung genug sind um den Aufstand zu erproben. Methode: Reduzierung des Problems auf die Person von der Leyen, plus Schönfärberei.

Die Zusatzrente als Lösungsmodell um Altersarmut zu verhindern, mag eine Mogelpackung der Staatsmimin sein. Das von ihr angesprochene, eigentliche Problem mit Sicherheit nicht. Keine andere Lösung innerhalb des Systems übrigens auch nicht. Eher wird man zur Endlösung der Rentnerfrage greifen und die Rentner als solche physisch eliminieren, als das Wirtschaftssystem substantiell freiwillig zu ändern. Die Renten sind so sicher, dass sie sich bereits seit Jahren im Sturzflug befinden ohne sich vollends aufgelöst zu haben. Sie werden erst dann aufhören zu sinken, wenn sie entweder am Boden aufprallen und zerschellen, oder wir vorher die Bande der Finanzgangster vom Acker gejagt haben. Hinter deren gesichtsloser Anonymität verbergen sich höchst reale Bänkster aus Fleisch und Blut. Nicht besonders viele, aber genug um die gesamte Weltwirtschaft in den Abgrund zu reißen. Während eingefleischte Verschwörungstheoretiker sich die Augen beim Beobachten der geheimnisumwitterten Bilderberger wundgucken, entgeht ihnen möglicherweise der Zusammenschluss der weltgrößten Banken und Spekulationshäuser im  International Swaps and Derivatives Association. Angeführt vom Chef der Morgan Stanley Bank. Die wirklichen Herren unserer Welt. Vielleicht sind auch noch einige Damen dabei. Eine enge Zusammenarbeit mit den Bilderbergern ist ebenfalls nicht auszuschließen, denn in diesen Familien, äh Kreisen, ist eine gute Vernetzung oberste Tugend. Gut für das eigene Ego und der Schlüssel zum Erfolg.

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de
Ein hemmungsloses System, dessen vornehmste Aufgabe darin besteht, Finanzwelpen oder sogenannte Broker zu finanzieren, die krisenerzeugende Schundpapiere erfinden, die zwar niemand versteht, (darum der Erfolg) und noch weniger braucht.  Sie richten allerdings weltweit sehr viel Unheit mit diesem Schund an. Genau das erleben wir zur Zeit hautnah. Es ist ohnehin lohnender für diese Wirtschaftsparasiten, der Realwirtschaft Geld zu entziehen und stattdessen im globalen Spielcasino auf Kurs- und Lebensmittelpreisentwicklungen zu wetten, als die Realwirtschaft mit dem notwendigen Geld zu versorgen um den von mir gar nicht geliebten Kapitalismus überhaupt noch am Leben zu erhalten. Die Zeche zahlt jeder von uns spätestens dann, wenn wir im Alter als "nutzlose" Esser nur noch als Kostenverursacher in der gesamtwirtschaftlichen "Kosten-Nutzen-Analyse" auftauchen. Die Alten sollen ja, laut Philipp Mißfelder, CDU, keine künstlichen Hüftgerlenke mehr erhalten. Sagt ausgerechnet einer der außer die Schulbank und den Abgeordnetensitz im Bundestag gedrückt zu haben, noch keiner nennenswerten Arbeit nachgegangen ist. Zumindest steht nichts darüber in seinem Abgeordneten-Steckbrief. Einer von den politischen Leistungsmasthähnchen, die auch schon mal von neoliberalen Sturmgeschützen als kommender Bundeskanzler gehändelt werden. Ob er begriffen hat, dass Kapitalismus vom Konsum auf Pump lebt, scheint zweifelhaft zu sein.   Auch vom Konsum künstlicher Hüftgelenke. Auf dem Bundeskanzlerposten sind Milchgesichter wie das seinige und ohne Elementarkenntnisse wirtschaftlicher Zusammenhänge herzlich willkommen; sonst säße jetzt nicht Merkel auf diesem Stuhl. Mißfelder würde erst gar nicht den Versuch unternehmen der Gilde von Bänkstern, bei ihrer Arbeit Deutschland und ganz Europa zu übernehmen, Paroli zu bieten. Solche Leute glauben womöglich sogar selbst, dass die Übertragung der politischen Verantwortung an nichtgewählte Bänkster & Compañeros die Ultima Ratio der Demokratie ist.

Nicht von der Leyen ist das Problem, noch weniger die Problemlösung. Das System selbst ist das Problem. Aber das will ja keiner ändern.

FH

Zum Thema:
Der ökonomische Putsch video 55 min
Nehmt Euch die Zeit und lernt dazu. Eine in unserer Zeit selten stattfindende journalistische Aufklärung......

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