Dienstag, 2. Oktober 2012

Attacke aufs Kanzleramt - Das letzte Aufgebot

Mowitz
Peer Steinbrück, Kanzlerkandidat der S?PD und Nebenverdienstsexperte seiner Partei, liegt mit ca. einer Million € Nebeneinkünften auf Rang 1 der doppelarbeitenden Bundestagsabgeordneten. Weit vor allen anderen Mitbewerbern. Eben ein echter Arbeiterführer in diesen Tagen. Einer der weiß wie es ist mehrere Jobs haben zu müssen um sich und seine Familie über Wasser halten zu können. Schließlich will man nicht dem Staat zusätzlich noch als potenzieller Geringverdiener auf der Tasche liegen.

Einer der uns zeigt, dass mit 65 Jahren noch große Aufgaben von uns abverlangt werden können. Einer der nicht in Rente gehen will, sondern es nochmal so richtig schön krachen lassen möchte. Der alternativlose Kandidat einer Partei die ihrer alternativlosen Überflüssigkeit entgegen taumelt und Merkel für weitere vier Jahre zur alternativlosen Kanzlerschaft verhelfen wird. Einer der sich treu - und weiterhin auf der Verliererstraße bleibt. Ein Kandidat der so schnell spricht, dass er mit dem Denken gar nicht mehr nachkommt. Und dabei sehr viel Blasen produziert. Sprechblasen. Eigentlich wie Merkel. Nur auffälliger.
Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de

Steinbrück ist der Finanzwirtschaft innig  zugetan und wäre gerne unter ihr, anstelle von Merkel, der Fernsehkanzler. Er steht voll hinter der Agenda 2010, wie Merkel, und ist stolz auf sie. Bei einer Million € Nebenverdienst zeigt er uns auch warum er stolz sein darf. Ein Mann eben, der nicht nur an die Segnungen der Privatisierung glaubt, sondern von ihr auch bei seinen Vorträgen profitiert.

Steinbrück ist, wie Merkel, auch kein Kämpfer. Er tut nur so, wie Merkel, als wär er einer. Steuerprivilegien der Finanzwirtschaft und der Unternehmen hat er nicht korrigiert als er es noch konnte. Merkel auch nicht.

Steinbrück führt die Liste der Volksvertreter für Nebenkünfte an; er ist bei Weitem nicht der Einzige.

Den Ritterschlag für seine Kandidatur erhielt der Kandidat von Uraltgruftie Helmut Schmidt (94), der früher schon seine Partei als zu weit "links" angesiedelt sah. Tut er wohl immer noch, obwohl "linke" S?PDler der Partei schon längst entflohen sind. Was ihm womöglich entgangen ist. Das darf man aber in seinem Alter auch. Für Tagespolitik ist er ja nicht mehr zuständig. Die sollen andere machen, wie er heute immer so schön sagt.

FH

Zum Thema:
NachDenkSeiten zum Fall Steinbrück......
Liste nebeneinkuenfte-bundestag.de (Oktober 2005 – Oktober 2009)! Wann kommt die nächste Liste?......
Nebenverdienste unserer Bundestagsabgeordneten......

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