Montag, 1. Oktober 2012

Günter Grass: Mit Kopf und Feder gegen Israels Atomwaffenaufrüstung

Mowitz
Während das führende deutsch-zionistische Massenblatt mit Verbalinjurien gegen den iranischen Präsidenten seine aggressive Kriegshetze gegen den Iran fortsetzt, hat sich der für sein Eintreten für eine atomare Abrüstung Israels viel gescholtene Günter Grass, trotz aller Anfeindungen nicht entmutigen lassen und greift in seinem neuen Gedichtband "Eintagsfliegen" die Akte Mordechai Vanunu auf. Das Gedicht, "Ein Held unserer Tage", ist hier im Wortlaut nachzulesen.

Vanunu ist der israelischer Nukleartechniker, der 1986 die Existenz des bis dahin geheimgehaltenen Atomwaffenprogramms Israels aufdeckte und damit auch die nukleare Bewaffnung des Landes. Dafür wurde er zu 18 Jahren Gefängnis verurteilt, von denen er 11 Jahre in Isolierhaft verbüßte.

Mordechai Vanunu, einer der wenigen wirklichen Helden unserer Zeit. Einer, der auch an schwersten Haftbedingungen nicht zerbrach und sich noch immer uneingeschränkt und mit Stolz zu seiner Friedenstat bekennt. Ein Widerstandskämpfer im besten Sinne des Wortes.

Bereits 1987 wurde er für seinen Mut und seiner Opferbereitschaft mit dem er Israels heimliche und äußerst umfangreiche Atomwaffenforschung und -aufrüstung ans Tageslicht brachte mit dem alternativen Nobelpreis ausgezeichnet. Entgegennehmen konnte er ihn allerdings nicht vor 2005.

Bild: Carlos Latuff, Wikimedia Dieses Bild kam auf den zweiten Platz beim
Holocaust-Karikaturen-Wettbewerb 2006
Auch nach seiner Freilassung wurde er mehrmals mit schikanösen Behauptungen wieder verhaftet und ins Gefängnis gesteckt. Am Hass des israelischen Establishments gegen Mordechai Vanunu hat sich bis auf den heutigen Tag nichts geändert. Eine Nominierung für den Friedensnobelpreis lehnte er 2009 ab. Er zog es vor nicht auf derselben Liste zu stehen wie Israels Schimon Peres. Der erhielt 1994 den Friedensnobelpreis und gab den Befehl zu Vanunus Entführung durch den Mossad nach Israel.

Und für all das was Israel in geheimen, nuklearen Rüstungsprogrammen tat, beschuldigt man heute den Iran. Selbst wenn der Iran an einem Atomwaffenpogramm arbeiten würde, was sämtliche US-Geheimdienste bestimmt verneinen, wäre Israel die letzte Instanz auf diesem Globus, die sich darüber beschweren dürfte. Was der Iran erlaubterweise dagegen tut, ist sein Recht an einem friedlichen Atomprogramm auszuüben. Sollte der Iran dennoch, irgendwann und überhaupt in ferner Zukunft an einem nuklearen Waffenprogramm arbeiten sollen, wäre das mit Sicherheit eine Antwort auf die permanenten, atomaren Kriegsdrohungen mit denen Israel den Iran und seine nähere Nachbarschaft aussetzt.

Günter Grass würdigt nun in einem neuen Gedicht Mordechai Vanunu. Nennt ihn "Held" und "Vorbild".

Grass Kritik an der israelischen Politik und seiner atomaren Bewaffnung wurde vor einem halben Jahr von der deutschen Bevölkerung in ihrer Mehrheit positiv bewertet. Mit Ausnahme der veröffentlichten Meinung deutscher Konzern- und öffentlicher Lei(d)medien.

FH

Zum Thema
Gegenmeinung: Schrille Töne als Antwort auf Grass neuestes Gedicht......
Gegenmeinung: Gleichschaltung der Medien......
Gegenmeinung: Jauch - sein Name ist Programm......
Gegenmeinung: Im Gleichschritt Marsch!......
Gegenmeinung: Spiegel: Sterbehilfe für Grass......
Gegenmeinung: Internationale Reaktion auf die widerwärtigen Attacken gegen Günter Grass......

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen