Dienstag, 23. Oktober 2012

Mit dem Kriegsnobelpreis auf Rüstungsgütertour und Rohstoffklau

Mowitz
Die Feierlichkeiten in Oslo haben noch nicht begonnen und "Wir sind Friedens-Nobelpreis" Merkel bläst bereits zur nächsten Kriegs-Attacke auf ein afrikanisches Land. Afghanistan ist noch nicht vorbei, Syrien noch nicht vernichtet und nun ist Mali, im Wettkampf um die besten Rohstoff-Positionen, an der Reihe.

Man müsse sich, so heißt es schon seit geraumer Zeit,
"gegenüber den USA und Frankreich, die unter starkem Rückgriff auf das Militär operierten, als "friedliche" Macht profilieren. Tatsächlich stützen sich auch die Berliner Strategien auf militärische Elemente - und auf eine enge Kooperation mit dem Militärregime in Algerien." GFP
Mali ist der drittgrößte Goldproduzent, nach Südafrika und Ghana, in Afrika. 2010 machte Gold über 80 Prozent der Exporterlöse Malis aus. In Mali wird auch Marmor, Fosfat und Uran abgebaut. Es finden sich Reserven von u.a. Bauxit, Eisen, Mangan, Salz, Silber, Diamanten, Kupfer und Nickel. Auch wird eifrig nach Öl gesucht, da viele Nachbarländer in der Region bereits Öl nahe der malischen Grenze gefunden haben. [1]

Die Merkel-Regierung wandelt, so könnte man sagen, auf den Spuren des deutschen Afrikakorps. Friedenspolitik heute wie damals ist das Streben nach Herrschaft und Unterwerfung fremder Gebiete unter eigene Kapital-Interessen.

Als Merkel Ende 2010 den algerischen Staatspräsidenten traf, ließ sie verlauten, Deutschland hätte ein Interesse daran, sich "mit deutschen Firmen" an einem algerischen Grenzsicherungsprojekt zu beteiligen. Es diene der Unterbindung von "Flüchtlingsströmen". Aber Halloooo! Warum haben wir denn diese Flüchtlingsströme? Natürlich wegen der aktiven "Friedenspolitik" der Kriegspreisträger EU und Obama, die ihre Politik im Auftrag und an den Wünschen der Wall Street und der City of London ausrichten.
"Anfang 2011 wurde bekannt, dass mehrere deutsche Firmen daran beteiligt sind, darunter die EADS-Tochter Cassidian, die auch in der saudischen Wüste die Hochrüstung der Grenzen durchführt. Zudem plant Berlin, die algerischen Streitkräfte in großem Maßstab mit deutschen Rüstungsgütern auszustatten; letztes Jahr wurde ein deutsch-algerisches Rüstungsprojekt im Volumen von zehn Milliarden Euro bekannt, das die Produktion unter anderem von Unimogs und Transportpanzern vom Typ Fuchs in Algerien vorsieht - für den Export in arabische Länder, vor allem aber für die algerische Armee. Der Vorgang zeigt, dass auch die deutschen Aktivitäten, die in Abgrenzung gegenüber den USA und Frankreich mit algerischer Hilfe auf die Kontrolle der Sahara und der Sahel-Region zielen, trotz anderslautender Bekenntnisse klar militärisch ausgerichtet sind." GFP [2]

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de
Nun lässt Merkel erneut von sich hören. Die Zeit ist günstig und der Nährboden mit dem Osloer Kriegs-Nobelpreis gut bestellt. Im besten Orwellschen Neusprech, mit der die Bevölkerung so manipuliert wird, dass sie nicht einmal an Aufstand denken kann, da ihr die Worte dafür fehlen, rechtfertigt Merkel Rüstungsexporte als Friedensmittel die sie zusammen mit "vertrauenswürdigen" Partnern durchziehen will. Gemeint sind wohl lupenreine Demokratien wie Saudi-Arabien im Verbund mit Katar, die sich deutsche Rüstungsgüter leisten können, oder auch Israel, das sich von Deutschlands Steuerzahlern und Hartz-IV-Empfängern gerne mal U-Boote als Atomwaffenträger schenken lässt. Und Merkel wiederholt sich, wann immer sie kann und es für gewinnbringend hält, die Sicherheit Israels sei deutsche “Staatsdoktrin”.

Derzeit, so wurde sie gestern auf den Seiten der allseits geliebten Bundesregierung zitiert, werde intensiv über Art und Umfang eines möglichen zukünftigen europäischen Engagements in Mali diskutiert:
"Freiheitliche, demokratische Staaten können nicht akzeptieren, dass der internationale Terrorismus im Norden des Landes ein sicheres Rückzugsgebiet erhält".
Das mit dem Terrorismus hatten wir doch schon mal des Öfteren, Frau Merkel. Funktionieren die Hosenbomber eigentlich nicht mehr?

FH

[1] Mali, Naturtillgångar & energi......
[2] Kämpfe im Sahel, GFP......

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