Montag, 8. Oktober 2012

Phantastischer Sieg von Hugo Chávez in Venezuela

Mowitz
Bis 17:00 Uhr (Ortszeit) lag die Wahlbeteiligung in Venezuela nach inoffiziellen Angaben aus dem CNE zwischen 77 bis 80 Prozent der Wahlberechtigten. Zahlen von denen die heruntergewirtschafteten Pseudodemokratien des westlichen Kapitals nur träumen dürfen. Im nordamerikanischenn Kapitalimperium wagten sich 2008 nur noch 56,8 % zu den Wahlurnen. Bei seinen Vasallen Deutschland zur Bundestagswahl 2009 nur noch 70,8 %. Im ehemaligen Empire und heutigem Londoner-City-Staat, Großbritannien, zu den Unterhauswahlen 2010 65,1 % und die Grande Nation Frankreich brachte es bei den Wahlen zur Nationalversammlung 2012 auf knapp über die Hälfte der Wahlberechtigten, nämlich genau 57,23 % im ersten Wahlgang. Dennoch wird das westliche Establishment nie müde, Wahlen in anderen Ländern als undemokratisch anzuprangern, die weit demokratischer ablaufen als in den von der Finanzwirtschaft kontrollierten Kapitaldiktaturen.  Alles nach dem Motto: "Haltet den Dieb!".

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de
So weckte es auch wenig Erstaunen, als der ehemalige Botschafter der USA in Venezuela, Patrick Duddy, sich schon vor einiger Zeit zu Wort meldete und der Welt, nach dem schon lange vorhersehbaren Sieg von Hugo Chávez, empfahl, einen
"Ausbruch von Gewalt und/oder die Störung demokratischer Abläufe" zum Anlass zu nehmen, der militärischen Führung Venezuelas zu übermitteln, dass sie "zur Aufrechterhaltung der Verfassung, zur Respektierung der Menschenrechte und dem Schutz der demokratischen Tradition des Landes verpflichtet sei". Des weiteren schlug Duddy die Nutzung der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) vor, um Venezuela eines Bruchs der Interamerikanischenn Demokratiecharta zu bezichtigen. Die USA sollten den Fall vor den UN-Sicherheitsrat bringen und gleichzeitig "eine Koalition von Partnern organisieren, um einer illegitimen venezolanischen Regierung den Zugriff auf ihr Vermögen im Ausland sowie den Zugang zum internationalen Finanzsystem einzuschränken.
Nun gab der Nationale Wahlrat Venezuelas das Ergebnis der Präsidentschaftswahlen bekannt: Hugo Chávez ist mit 54,42 Prozent der Stimmen (7.444.082) wiedergewählt. Henrique Capriles Radonski kommt auf 44,97 Prozent (6.150.544). Das Ergebnis entspricht dem Stand nach Auszählung von 90 Prozent der abgegebenen Stimmen. Die Wahlbeteiligung liegt bisher bei 80,94 Prozent (13.677.000 Stimmen). Der unterlegene Kandidat erkannte seine Niederlage umgehend an.

Wir gratulieren Hugo Chávez zu seinem Sieg und zu der vorbildlich demokratischen Durchführung dieser Wahlen. Auch das ist ja heutzutage keine Selbstverständlichkeit mehr.

In westlichen Demokraturen wird nur noch nach dem Prinzip "Wahlspenden" zur Wahl "gebeten", was beinhaltet wer am meisten zusammenkratzt hat schon gewonnen. Kein Kandidat in Deutschland muss für seine Kapitalknechtschaft irgendeinen Nachteil befürchten. So machte die ehemalige Arbeiterpartei S?PD erst neulich ihren Experten für Nebenverdienste, Peer Steinbrück, zu ihrem Bannerträger zu den anstehenden Bundestagswahlen im nächsten Jahr. Man rechnet bereits heute schon mit einer Wahlbeteilung von unter 50 Prozent. Da müsste es ja mit dem Teufel zugehen wenn hier nicht wieder die altneuen Kapitalistenknechte zum Zuge kämen.

FH

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