Freitag, 12. Oktober 2012

Unser Luftpirat am Bosporus

Mowitz
Der türkische Luftpirat Erdogan behauptet, „militärische Güter“ in der von türkischen Kampflugzeugen in einer gerfährlichen Aktion zur Landung gezwungenen syrischen Passagiermaschine gefunden zu haben. Das Imperium, immer auf der Suche nach mehr oder weniger triftigen Gründen um Kriege anzuzetteln, stärkt ihrem Mann am Bosporus bei seinen Behauptungen den Rücken. Was genau die „militärischen Güter“ „militärisch“ mache, darüber konnte sich Erdogan nicht näher auslassen und beschränkte sich auf einer Pressekonferenz in Ankara auf die Allgemeinfloskel „Materialien“, wie auf Focus online zu lesen ist. Mit anderen Worten: „Nichts Genaues weiß man nicht.“

Rußland und Syrien haben dagegen scharf gegen den türkischen Piratenakt protestiert und auch darauf hingewiesen, das dass Leben und die Sicherheit russischer Staatsbürger gefährdet waren. Die junge Welt berichtete von einer Passagierin Fatima Al-Saman die dem russischen Nachrichtensender Russia Today gesagt habe:
"Die türkischen Behörden hätten sich für einige Ersatzteile interessiert, die ein Geschäftsmann in Rußland gekauft habe. Sie hätten Pakete geöffnet und den Inhalt fotografiert. »Wir alle konnten sehen, was darin war, es waren keine Waffen. Das konnte selbst ein ungeübtes Auge erkennen.« Pilot und Crew sollten genötigt werden, ein Papier zu unterschreiben, wonach es sich um eine »Notlandung« gehandelt haben solle. Sie hätten das verweigert. Die Vorsitzende der syrischen Fluggesellschaft, Ghaida Abdel Latif erklärte am Donnerstag in Damaskus, die Besatzung sei »angegriffen« worden, nachdem sie sich geweigert habe, ein Papier zu unterzeichnen, wonach das Flugzeug eine Notlandung gemacht habe. Die Kampfjets hätten den Piloten nicht vorgewarnt und seien der Passagiermaschine so nahe gekommen, daß ein Unfall hätte geschehen können." junge Welt
Am Moskauer Flughafen Wnukowo teilte man mit, dass es an Bord des Flugzeugs von „Syrian Airlines“ keine zur Beförderung durch den zivilen Luftverkehr verbotenen Ladungen gab, berichtet Radio Stimme Russlands, und alle Ladungen seien einer Zollkontrolle unterzogen und von Fachleuten der Sicherheitsdienste des Flughafens geprüft worden.

Bild: Ursula Behr, http://www.atelier-behr.de/
Das Rußlands Präsident Putin, der laut eines gestrigen Berichts des EhNaMag seine für Sonntag geplante Reise in die Türkei aufgrund des türkischen Piratenaktes auf November verschoben hatte und damit eine „Eiszeit zwischen Moskau und Ankara ausgebrochen sei,“ schien dem Mann am Bosporus nun gar nicht in den Kram zu passen. So betonte er auf seiner Pressekonferenz, dass der Zwischenfall und der Aufschub des geplanten Besuchs Putins nicht zusammenhängen.
"Der bevorstehende Besuch von Herrn Putin in der Türkei sei bereits vor vier Tagen vereinbart worden. Zwischen dem Abfangen der Maschine und dem Aufschub der Visite gibt es keinen Zusammenhang". Ria Novosti
Die Türkei zündelt gefährlich am Pulverfass Naher Osten und sollte aufpassen, dass dieses Fass nicht ihr und uns um die Ohren fliegt. Zu viele basteln wieder an neuen Großreichen und einen „Platz an der Sonne“. Wann werden die Weltfriedensfürsten damit anfangen sich selbst Beschränkungen aufzuerlegen und sich auch mit dem Export von Waffen an Diktaturstaaten der übelsten Sorte zurücknehmen? Der deutsche Kriegsminister Thomas de Maizière (CDU), verteidigt den deutschen Waffenexport an die brutalste Diktatur der Welt, Saudi Arabien, mit der perversen Feststellung: „Waffenexporte nach Saudi Arabien könnten Region stabilisieren“. Die deutsche Kriegsindustrie wird sich ihm sicher dankbar zeigen.

FH

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