Mittwoch, 14. November 2012

Auch kluge Worte des deutschen Uraltkanzlers Helmut Schmidt im Hamburger Michel

Mowitz
Auf einem Wirtschaftsforum der ZEIT, Gegenmeinung berichtete, im Hamburger Michel, hat der deutsche Uraltkanzler, neben seinen Befürchtungen von revolutionären Veränderungen in Deutschland und Europa, ich sehe das nicht so negativ wie er, auch kluges gesagt.

Er kritisierte den deutschen Export-Wahn im Allgemeinen und den Rüstungsexport-Wahn im Besonderen. Wörtlich sagte er, und es lohnt sich genau zuzuhören um zu verstehen:
"Deutschland ist der drittgrößte Exporteur von Kriegsflugzeugen, von Kriegsschiffen....(Kriegsgüter)..., das heißt, zumindest dieser Teil ist aus außenpolitischen und sicherheitspolitischen Gründen, allein schon zweifelhaft. Wieso soll ausgerechnet dieses Land, in der Mitte Europas, der drittgrößte Waffenexporteur in der ganzen Welt sein?

Aber darüber hinaus hat der deutsche Überschuss der Exporte über die Importe, heute eine Größenordnung von über 5 Prozent des Bruttosozialprodukts. Das ist doppelt so viel wie zur Zeit in China. Das ist absolut ungesund - und die Deutschen haben gar nichts davon, denn sie kriegen Papier für Waren.

Wir exportieren Waren und kriegen dafür Papier, da steht drauf: I owe you, (Ich schulde dir), so und so viele Dollars und wir schulden uns in Wirklichkeit die Wohltat von mehr Importen."
So viel über das hehre Ziel der ewige Exportweltmeister zu sein und zu bleiben. Nur ein Verarschungsargument von Dummies für Dummies. Also von Merkel zu unserer Ruhigstellung. Um dieses Papier, Jahr für Jahr gegen unsere Arbeit zu bekommen, drücken sie auch noch gewaltsam unsere Löhne. Die arbeitenden Deutschen sind die großen Verlierer. Nicht weil die Griechen, Portugiesen oder wer auch immer zu viele Schulden machen oder zu wenig arbeiten, sondern weil die deutschen Kapitalistenschwätzer die Löhne in Deutschland drücken und so Exportweltmeister werden, für die andere Schulden machen müssen. So funktioniert unser Geldsystem.

Die Südeuropäer haben zumindest ihre eigentlichen Widersacher richtig erkannt und stehen gegen sie auf. Mit Generalstreiks und friedlichen Protestaktionen. Sie kämpfen auch für den deutschen Michel. Der hat zwar bis heute noch nicht kapiert, dass die Überschüsse des deutschen Exports noch nie bei ihm gelandet sind, sondern in der Regel auf Schwarzkonten von Schweizer und anderen kriminellen Patenbanken.

Ob die 99 Prozent Südeuropäer den Kampf gegen ihre 1 Prozent Unterdrücker gewinnen werden, hängt auch davon ab, ob sich der deutsche Michel bemüßigt fühlt, seine Schlafmütze abzusetzen.

Nachtrag: Hier live Bilder vom TV-Sender "El País" der von den Streiks und Protesten in Spanien und Portugal  *klick* *klick*   sendet. Die Polizei geht hart gegen die Demonstranten vor und viele Verletzte und Festnahmen sind schon jetzt zu beklagen.


FH


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