Sonntag, 16. Dezember 2012

Brzezinski: Die USA müssen aufhören, "Israel wie ein dummer Esel zu folgen"

Von Kevin Barrett
Übersetzt von Ellen Rohlfs
Der führende US-Stratege Zbigniew Brzezinski, inoffizieller Dekan der realistischen Schule der Experten der usamerikanischen Außenpolitik hat ein wenig schmeichelhaftes Bild der US-Israel-Beziehungen gemalt.

In einer Rede vor dem Nationalen Iranisch-Amerikanischen Rat sagte Brzezinski folgendes:
“Denkt nicht, es gäbe eine stillschweigende Verpflichtung der USA, wie ein dummer Esel dem zu folgen, was Israel tut. Wenn dieses entscheidet, einen Krieg zu beginnen, nur von der Voraussetzung ausgehend, dass wir automatisch mit hinein gezogen werden, denke ich, ist Freundschaft verpflichtet, zu sagen, ihr werdet keine nationale Entscheidung für uns machen, denkt daran, dass die US das Recht haben, ihre eigene nationale Sicherheitspolitik zu machen."
Indem Brzezinski jede US-Verpflichtung abstreitet, wie ein dummer Esel Israel zu folgen, egal, was es tut, deutet er genauestens an, dass es exakt dies ist, was die US bis jetzt getan haben. Und traurig meint der frühere nationale Sicherheitsberater, dass die US das Recht auf ihre eigene nationale Sicherheitspolitik haben und betont die Tatsache, dass seit der Ermordung von John F. Kennedy, der mit verhängnisvollem Unternehmen im Geheimen einen Krieg mit Ben Gurion führte, um das israelische Atomwaffenprogramm scheitern zu lassen, die US dieses Recht nicht mehr hatte.

Eine neue Fahne für die USA?
Brzezinski denkt, die US sollten die Wahl haben, ihre eigene Außenpolitik zu bestimmen. Ich vermute, das macht ihn zum Antisemiten.

Brzezinskis Behauptung, die US würden wie ein dummer Esel von den Israelis an der Nase herumgeführt, ist vielleicht die offenste Erklärung dieser Art, die jemals in der Öffentlichkeit von einem hochrangigen US-Strategen geäußert wurde. Brzezinskis Bemerkung reflektiert die vorherrschenden Argumente, die von den führenden US-Politikwissenschaftlern Walt und Mearsheimer in ihrem Buch „Die Israel-Lobby“ dargestellt wurden.

Tatsächlich ist Brzezinski viel weiter gegangen als Walt und Mearsheimer, die ihre Kritik an den US-Israel-Beziehungen in äußerst vorsichtiger Weise formulierten. Brzezinski schließt sich tatsächlich solchen Wissenschaftlern wie James Petras und Grant Smith an, die Walt und Mearsheimer weit zurücklassen, da sie kühn und genau die skandalöse, zerstörerische und buchstäblich kriminelle israelische Herrschaft der US beschreiben (Wie Smith in Foreign Agents behauptet: Hundert Tausende Mitglieder der zionistischen Machtkonfiguration, wie sie von Petras beschrieben werden, handeln als unregistrierte Agenten für eine ausländische Macht; wenn das Gesetz sauber durchgeführt würde, müssten alle im Gefängnis sein.)

Die starken Worte von Brzezinski und die vorherrschend ähnlichen Gefühle machen eine wachsende Gegenreaktion gegen Israels immer schamlosere, immer weniger verborgene Herrschaft über die USA deutlich. Die Ära nach dem 9/11 hat eine Reihe unglaublich arroganter israelischer Aktionen bestätigt:

  • Benjamin Netanjahus Reaktion auf nine/eleven ( Er meinte, dass dies sehr gut wäre, um hastig hinzuzufügen, er habe gemeint , es sei sehr gut für Israel gewesen)
  • Ariel Sharons Reaktion: Wir Juden kontrollieren Amerika und die Amerikaner wissen es.
  • Das Team tanzender Israelis in New York, später von The Forward als Mossadspione enttarnt, wurde verhaftet, da sie den Erfolg von 9/11 feierten .
  • Die Israel-Lobby verhinderte die Kongress-Karriere der 9/11-Wahrheitssucherin Rep. Cynthia McMinney.
  • Die Israel-Lobby verfolgte usamerikanische Muslime, auch Sami al-Arian, der im Gefängnis war und für das terroristische Verbrechen gefoltert wurde, das Recht der Palästinenser zu unterstützen, sich selbst zu verteidigen.
  • Israels anhaltende Versuche, die USA in Kriege-für-Israel zu ziehen, die die US-Interessen schädigen : Kriege in Afghanistan, Irak, Somalia, Pakistan als auch Israels vorgeschlagener Angriff auf den Iran.
  • Und schließlich Israels immer arrogantere Verweigerung, das zu tun, worauf die US und jedes andere Land auf Erden besteht: Rückkehr zu den Grenzen von 1967 und Frieden mit seinen Nachbarn zu schließen.
Wacht der von Brzezinski beschriebene dumme usamerikanische Esel endlich auf?

Oder um Anatole Lievens Tiermetapher zu verwenden: merkt der Hund endlich, dass dies nicht ein Fall des Schwanzes ist, der mit dem Hund wedelt, sondern von dem Schwanz, der den unglücklichen Hund im Raum herumwarf und seinen Kopf gegen die Decke stoßen lässt.


Quelle

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