Montag, 17. Dezember 2012

Zehn afghanische Mädchen wurden gestern Opfer der Rüstungsindustrie

Mowitz
Während Obama in Newtown/Connecticut den Tod von 20 Kindern und 6 Erwachsenen gefühlvoll im Blitzlichtfeuer der Presse betrauerte, die Opfer eines laut Presseberichten autistischen Täters mit Persönlichkeitsstörung im Waffennarrenland par excellence wurden, beachtete man den Tod zehn kleiner afghanischer Mädels im Alter von neun bis elf Jahren, mit bedeutend weniger emotionalen Aufwand.

Denn, wie der Bezirkschef von Chaparhar, Mohammed Sedik Daulazai, mitteilte, habe eines der Kinder beim Sammeln von Brennholz, zufällig mit einer Axt auf eine Landmine geschlagen, und die stamme noch aus Zeiten des sowjetischen Krieges gegen Afghanistan, was ja durchaus stimmen kann. Aber man hat auch gleich noch einen Feind parat der für diesen und viele andere Blindgänger verantwortlich zeichnen soll. Denn wenn es sich nicht um Minen der Sowjets handele, so doch zumindest von Taliban oder "Radikalfundamentalisten", denen häufig Frauen und Kinder zum Opfer fielen. Aber genaues weiß man nicht. Man sollte den Kreis der eventuell für diese Minen Verantwortlichen schon noch erweitern. Immerhin hat der Hauptanführer der Afghanistan-Besatzer, die Vereinigten Staaten von Nordamerika, bis heute noch nicht die Konvention zur Ächtung von Antipersonenminen unterzeichnet. Ebenso Israel nicht.
Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de
"Antipersonenminen, APM, sind heute international geächtet. Die bisher von 161 Staaten (Stand März 2013) ratifizierte Ottawa-Konvention verbietet Einsatz, Produktion, Lagerung und Weiterverkauf. Nicht unterzeichnet wurde die Konvention bisher unter anderem von den USA, von Indien, Pakistan, Israel, der Volksrepublik China und Russland. Polen ist dem Abkommen beigetreten, hat es aber (Stand März 2012) als einziges EU-Land noch nicht ratifiziert." wiki
Zwischen Obamas Betroffenheitsattacken in Newton, findet er immer noch Muße, persönlich die Liste abzuhaken, die mit Drohnen Zivilisten von den Lebenden zu den Toten befördert. Darunter werden auch Kinder sein. Sozusagen als Kollateralschäden. Außer geheimdienstlichen "Erkenntnissen" basierend auf "Waterboardgeständnissen", hat man nichts an einschlägigen "Beweisen" vorzulegen, vollstreckt aber mit mörderischem Vergnügen die vom Präsidenten selbst abgehakten Mordbefehle. Mindestens zweimal die Woche erledigen die Drohnen ihr illegal-blutiges Geschäft. Damit hat Obama seinen Vorgänger Bush bezüglich illegaler Morde mit Drohnen weit hinter sich gelassen. Allein in den ersten 15 Monaten seiner Amtszeit wurden mehr Drohnenangriffe bewilligt als unter Bush insgesamt. Die 52 Drohnen-Attacken zwischen 2004-2009 unter Bush, schnellten auf 264 seit Obamas Einzug ins Weiße Haus hoch. Aber gefühlvoll ist er, der Wächter über "Recht und Gesetz."

FH

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