Montag, 14. Januar 2013

Börsenfeuer über Mali

Mowitz
Die beste Investition die sich eine Wall-Street-Regierung je ausgedacht hat, war die Gründung, der Aufbau und die Finanzierung von Terrororganisationen, wie Al Qaida, die Mudschaheddin und andere. Auch das mit den USA innigst verbündete Saudi-Arabien macht mit der Finanzierung wahabitischer Koranschulen seinen Part, um den internationalen Terrorismus am laufen zu halten. So wie andere Kapitaleigner sich fürsorglich ihren Waffenschmieden widmen. Darüber sprechen und schreiben unsere höchst investigativen Konzern- und Staatsmedien nicht und breiten schamhaft einen Schleier des eisernen Schweigens über verbrecherische Zusammenhänge aus.

Ronald Reagan, der zusammen mit Margaret Thatcher die politischen Wegbereiter der Variante Neoliberalismus innerhalb des Kapitalismus waren, und denen Kohl mit seinem geflügelten Schwachsinn einer "geistig moralische Wende" von 1982 an nacheiferte, lobte die Mudschaheddin als "Freiheitskämpfer", woran heute auch niemand mehr so recht daran erinnert werden will. Dass die Lehren über den islamischen Dschihad in den USA entwickelt und über ein von der University of Nebraska erstelltes Anleitungsbuch verbreitet wurden, darüber kann man heute etwas bei Prof Michel Chossudovsky erfahren.

Mit der Parole "Terrorbekämpfung" war der Weg propagandistisch frei gebombt, um, ohne lästige Nachfragen, dort militärisch einzugreifen, wo die Börse nicht ausreichend in der Lage war, die Besitztumsverhältnisse in der Gesellschaft im Sinne von Wall-Street-Vorstellungen, wie auch der deutschen "moralisch-geistigen-Wende", in Einklang zu bringen.

Heute, 21 Jahre nach Auflösung, (21. Dezember 1991), der Sovjetunion, 44 Kriege und Zigmillionen Kriegsopfer später, steht dem Wall-Street-Kapitalismus als neuestes Hindernis zur Verwirklichung seiner "Verheißungen" der wahren Kapital-Dämonkratie, Mali im Wege. Dem Problem nehmen sich nun Paris, London und Berlin an und hoffen, bei der Verteilung der Beute, nicht übergangen zu werden.

1990–1991 Zweiter Golfkrieg (UN-Koalition-Irak)
1991–1994 Dschibutischer Bürgerkrieg
1991–2001 Jugoslawienkriege
1991 10-Tage-Krieg in Slowenien
1991–1995 Kroatienkrieg
1992–1995 Bosnienkrieg
1995 Massaker von Srebrenica
1999 Kosovokrieg
2001 Mazedonienkrieg
1991–2002 Bürgerkrieg in Sierra Leone
1992 Transnistrien-Konflikt
1992–1997 Tadschikischer Bürgerkrieg
1992 Georgisch-Abchasischer Krieg
1992–1994 Krieg um Bergkarabach
1994 Völkermord in Ruanda
seit 1994 Belutschistankonflikt
1994–1996 Erster Tschetschenienkrieg
1994–2006 Bürgerkrieg in Nepal
1996–1997 Erster Kongokrieg
1998–2000 Eritrea-Äthiopien-Krieg
1998–2003 Zweiter Kongokrieg
1999 Kargil-Krieg
1999 Dagestankrieg
1999–2003 Zweiter Tschetschenienkrieg

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de

21. Jahrhundert

2000–2005 Zweite Intifada
2001 Albanischer Aufstand in Mazedonien 2001
seit 2001 Krieg in Afghanistan
2002–2007 Bürgerkrieg in der Elfenbeinküste
2003–2011 Irakkrieg
2003–2009 Darfur-Konflikt
2004 Rebellenangriff auf Inguschetien 2004
seit 2004 Südossetienkonflikt
seit 2004 Unabhängigkeitskampf südossetischer Rebellen
2008 Eskalation im Sommer 2008
2006 Libanonkrieg 2006
seit 2006 Fatah-Hamas-Konflikt
2006–2009 Dritter Kongokrieg
2008 Eritreisch-dschibutischer Grenzkonflikt
2008–2009 Operation Gegossenes Blei Gaza (Hamas)/Israel
seit 2009 Krieg gegen die Taliban in Pakistan
2010–2011 Bürgerkrieg in der Elfenbeinküste
2011 "Bürgerkrieg" richtiger US-Stellvertreter-Krieg in Libyen
2011 Internationaler Militäreinsatz in Libyen 2011
seit 2011 Bürgerkrieg in Syrien Wikipedia
Aber auch das ist noch lange nicht das Ende der Fahnenstange. Viele sind noch vorgemerkt, wobei die Gefahr besteht, dass sich darunter durchaus etliche Brocken befinden, die einem im eigenen Hals stecken bleiben. Das wiederum kann zu einem schnell eintretenden Erstickungsnotstand führen, der durchaus das eigene Ende einläuten könnte. Wer dann noch lebt, wird sehen wie es endet. Alle anderen werden dankbar sein, wenn sie es nicht erleben müssen.

FH

P.S.
Es mag sich der eine oder andere Unfriede in der obigen Aufzählung eingeschlichen haben, der streng genommen, nicht dem Börsenunwesen zuzurechnen ist. Dabei kann es sich allerdings nur um weniger Aufsehenerregendes handeln, was ausschließlich für strenggläubige Erbsenzähler von Interesse sein sollte. Auf das Gesamterscheinungsbild des Mörderkapitalismus hat es keinerlei Einfluss.

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