Mittwoch, 16. Januar 2013

Der 'Feind' ist immer austauschbar - Sein Gegner auch

Mowitz
Wir lieben es die Welt in "nationale" Interessen aufzuteilen. Die Hoffnung dabei ist, man mag es gar nicht laut sagen, dass so das Stückchen Kuchen das es besonders für die Führungskräfte zu gewinnen gibt, üppig ausfällt. Also, Verteilung eher nach den Interessen der herrschenden Klasse, als nach "nationalen" Interessen. Aktuell beschäftigt sich die NATO-Welt damit, seine "Interessen", in Form eines Neuen Nahen und Mittleren Osten durchzuziehen, ohne die Betroffenen in der Region je um Erlaubnis gebeten zu haben. Warum sollten sie auch? Das hatten sie ja schon nicht getan als sie die Welt noch ohne NATO kolonialisierten.
Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de
In deutschen Kriegsjournaillen nennen deutsche Führungskräfte das dann mutig und haarscharf an der Wahrheit vorbei: "Der Westen und das höhnische Lachen der Islamisten":
"Der 11. September war das Menetekel eines Heiligen Kriegs gegen unsere westlich-freiheitliche Lebensform. Entweder wir haben die Symbolik des gefallenen World Trade Centers verstanden und nehmen den Kampf an. Oder wir sind verloren".
Mathias Döpfner, Führungsfigur mit Teilhabe an einem großen Stück Kuchen, durfte im Juli 2006 Friede Springer für 52.360.000 Euro einen 2 Prozent-Anteil an der Springer AG abkaufen. Dabei erhielt er die 680.000 Aktien zum Vorzugspreis von 77 Euro das Stück, knapp 27 Prozent günstiger als der damalige Aktienwert an der Börse (104,50 Euro) war. Im August 2012 schenkte Springer Döpfner anlässlich ihres 70. Geburtstags einen weiteren Aktienanteil von 2 % im Wert von rund 73 Millionen Euro. Da ist natürlich der deutsche Riesenpolitiker Gustav Gans in der "Welt" gut plaziert, wenn er dort sagen darf:
"Es gehe darum, dass die Europäer kein Interesse daran haben könnten, dass südlich des Mittelmeers, "also gewissermaßen vor unserer Haustür ein Rückzugsort, ein Rückzugsland für den Terrorismus entsteht".
Feindbilder schmiedet man sich je nach Bedarf zurecht. Im Norden Malis sind die Islamisten die Bösen für die NATO, in Syrien paktiert man mit ihnen. Und die Deutschen geben ihnen Feuerschutz mit Patriot-Raketen, gegen die legale Regierung Syriens.

Da sage noch einer Gustav Gans treibe die deutsche Außenpolitik in die Isolation. Die deutsche Politik ist ist wie jede andere Wall-Street-Politik auch. Voll kompatibel.

FH

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