Samstag, 12. Januar 2013

Der nächste Krieg ist schon da

Mowitz
"Frankreichs Staatspräsident Francois Hollande hat den Einsatz französischer Militärs bei einer Operation gegen die Islamisten in Mali Agenturberichten zufolge bestätigt." Ria Novosti
Die Kriege des Westens in und gegen Afrika sowie im Nahen- und Mittleren Osten, erfolgen in einem atemberaubenden Tempo. Dabei ächzt die Bevölkerung Libyens noch immer unter dem Chaos der von der NATO angestellten Verwüstungen des Landes und ihrer Gesellschaft. Auch Syrien ist ein Ziel bei dem Versuch, einer von langer US-Hand geplanten Inbesitznahme der Kronjuwelen Afrikas - und darüber hinaus - für internationale Finanz- und Großkapitalinteressen, durchzusetzen. Der Krieg gegen Syrien ist vom Westen und seinen Terror-Verbündeten noch nicht gewonnen, der anstehende Angriffskrieg gegen den Iran noch nicht begonnen, da erreicht uns bereits die erwartete Meldung des "sozialistischen" Francois Hollande, dass nun Mali an der Reihe ist.

Die Art und Weise mit denen diese Massaker vom Zaun gebrochen werden, folgen immer dem gleichen Muster und haben dasselbe Ziel. Als Vorwand für die imperialistischen, neo-kolonialen Herrschaftsmassaker dient den Heiligen der US-NATO-Israel-Golfstaaten-Mafia die Bekämpfung der von ihnen selbst geförderten Terrorbanden.

Beginnend mit der Gründung des AFRICOM (US Africa Command) im Jahr 2007, unter Einbeziehung des Krieges in Libyen und des militärischen Staatsstreichs in Mali, und die Konsolidierung der Macht durch Al Qaida im islamischen Maghreb (AQIM), ist es klar, dass es den Vereinigten Staaten gelungen ist, erfolgreich Westafrika zu destabilisieren um viele seiner langfristigen strategischen Ziele in der Region zu erreichen.

Die westlichen Konzern- und Staatsmedien geben sich jede Mühe, die unbestreitbare Tatsache, dass die Vereinigten Staaten seit Jahren versuchen die Kontrolle über diese und andere reiche Regionen mit militärischen Mitteln zu erweitern, uns mit dem Hinweis auf die Terroranschläge von Al Quaida und der Vermeidung humanitärer Katastrophen, schmackhaft zu machen. Die Lügen und Heucheleien bei der Erfindung von Kriegsursachen sind wie immer grenzenlos.

Die im Imperialismus herrschende Klasse, hat eine Menge Gründe für ihr Bestreben, die Sahel und Afrika ganz allgemein zu destabilisieren. In erster Linie will sie den wirtschaftlichen Erfolg Chinas in Afrika blockieren. China ist inzwischen, zum bedeutendsten Investor in Afrika aufgestiegen, den Washington und die mit ihm Verbündeten mit aller Macht stoppen wollen. Auf die Idee es doch mal selbst mit einer für alle Seiten günstigen Handels- und Wirtschaftspolitik zu versuchen, scheinen die Herrschafts(ä)liten in Washington, Brüssel usw. gar nicht kommen zu wollen. Bei ihrer kolonial-imperialistischen Vergangenheit wie Gegenwart, sind sie unfähig den Gedanken auch nur zu denken, wirtschaftliche Erfolge ohne Dauerkriege zu erreichen. Den Zugang zu Rohstoffen haben sich die Chinesen bereits in vielen afrikanischen Ländern gesichert. Mit friedlichen Mitteln engagiert sich China in großem Maßstab in die wirtschaftliche Entwicklung seiner Handelspartner in Afrika. Es geht also. Und China wird sich seinen Erfolg nicht so einfach stehlen lassen. Auch der Westen könnte bleibende wirtschaftliche Erfolge erzielen. Dann muss er allerdings vom permanenten Kriegführen, auf eine friedliche Strategie umsteigen. Ob er dazu mental überhaupt in der Lage ist, darüber bin ich mir nicht so sicher.

Image: Carlos Latuff, Wiki
Auch die Israelis sind seit vielen Jahren in aller Stille auf dem afrikanischen Kontinent aktiv. Nicht wie China, sondern ganz im eigenen und im Geiste der Wall-Street-Finanzzocker. In der Westsahara, die von Marokko besetzt ist, halfen sie bei der Errichtung einer Trennmauer, wie sie von ihnen bereits im israelisch besetzten Westjordanland errichtet worden war. Im Sudan bewaffnete Tel Aviv separatistische Bewegungen und Aufständische, und in Südafrika unterstützten die Israelis das Apartheidregime und dessen Besetzung Namibias. Im Jahr 2009 erklärte das israelische Außenministerium, man werde sich jetzt wieder intensiv mit Afrika auseinandersetzen. Zwei Ziele stehen in Afrika dabei für Israel im Vordergrund: die Umsetzung des Yinon-Plans im Einklang mit seinen eigenen Interessen, und zweitens will man den USA dabei helfen, die Hegemonialmacht in Afrika zu werden. Vor diesem Hintergrund setzten sich die Israelis auch für den Aufbau von AFRICOM ein. Das Institut für fortgeschrittene strategische und politische Studien (IASPA), eine wichtige israelische Denkfabrik, ist ein Beispiel für diese Politik.

FH

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