Montag, 7. Januar 2013

Wenn Brüderle begeistert und Rösler enttäuscht, "Rösler, du bist ein Arschloch", ist die Freiheitsstatue nicht mehr weit weg

Mowitz
Die deutsche Presse bemüht sich wirklich.  In jedes Räuspern und Rülpsen bundesdeutscher Politikdarsteller wird Gehaltvolles hineininterpretiert. Phoenix, der Ereigniskanal, soll gestern aus Stuttgart das Ereignis Sternensinger, mit großartigen Freiheitsbotschaften derselben, stundenlang gesendet haben.

Wichtigste Botschaft des Sängertages war Brüderles mitreißende Gute-Nacht-Geschichte: "Wer sich klein macht, wird kleingemacht", die das EhNaMag unter "kämpferische Rede" verbuchte und Brüderle als gelben Riesen unter Politikzwergen erscheinen ließ.

Herzzerreißend auch, wie Niebel sich um den Zustand der ehemaligen Pünktchenpartei sorgte: "So wie jetzt kann es mit der FDP nicht weitergehen."

Dem Thema "Freiheit die ich meine", widmeten sich die  Baden-Württemberger  Birgit Homburger und Hans-Ulrich Rülke und heraus kamen Kapitalfreiheit und marode Verheißungen des Kapitalismus, die nun endlich auch beim Mittelstand angekommen sind.  

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de
Mit vier Prozent der Wählerstimmen zur Landtagswahl in Niedersachsen wird die Wachstumspartei z. Z. noch gehandelt. Bei der letzten Niedersachsenwahl, 2008, quälten sich noch 57,1 Prozent der Wahlberechtigten zu den Urnen. Gegenüber den Wahlen 2003 war das schon eine mit glatten 9,9 Prozent geringere Wahlbeteiligung. Knapp über 50 Prozent der Wahlberechtigten gehen überhaupt noch wählen.

Wenn sich dieser Trend fortsetzt, kann man bei Wahlen und Wählern, ganz im Sinne der Sparmaßnahmenfetischistin Merkel, schon sehr bald umfassende Einschnitte vornehmen. So ist wohl auch der unerschrockene Appell von Baden-Württembergs FDP-Fraktionschef Hans-Ulrich Rülke an die Niedersachsen zu verstehen: "Krakeelen vor einem Bahnhof macht noch keinen Bürger".

Das wars dann auch schon.

Nur die Mainstream schwärmt noch von Merkels ungebrochener Popularität, sowie einer lebendigen Demokratie. Und das bei 50-prozentigen Wahlbeteiligungen. Halbiert man korrekterweise das prognostizierte Wahlergebnis der Sonntagsfrage zur Niedersachsenwahl, kommt man dem wirklichen Parteienrückhalt in der bundesdeutschen Volksdemokratie ein Stückchen näher:

CDU 20 %
S?PD 17 %
Grüne 6,5 %
FDP 2 %
Die Linke 1,5 %
Piraten 1,5 %
Sonstige 1,5 %
Nichtwähler 50 %

Allmählich ist allen Parteien das Volk abhanden gekommen. Machen aber trotzdem "im Namen des Volkes" als Gustav Gans weiter.

FH

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