Freitag, 15. März 2013

Wie lange darf Karzai noch? Oder ist sein plötzliches Ableben schon beschlossene Sache?

Mowitz
Das die Wall-Street-Regierung mit Terroristen, die sie selbst aus der Taufe gehoben und anschlieβend gehegt und gepflegt hat, täglich im Golf-Emirat Katar Gespräche führt, ist für Menschen, die sich auβerhalb des Geschwätzes informieren, das heute in der Mainstream Nachrichten ersetzt, keine Neuigkeit.

Mit Klatsch und Tratsch machen heute Dampfplauderer Millioneneinkommen aus und mit öffentlichen Geldern. Allerdings darf nicht unerwähnt bleiben, dass Spiegel, Focus und Stern, trotz eifrigen Bemühens es ihnen gleich zu tun, bereits im Krebsgang mehr als eine Rolle rückwärts machen. Kritischer Journalismus in Zeiten von Konzern- und Konzernstaatsmedien hat den Auftrag nur so zu tun als nähme man es ernst und arbeite hart und mutig als recherchierende „Aufklärer”. Millioneneinkommen für Trivialitäten, Porno und Absurdes. Die Spaßgesellschaft frisst ihre Spaßvögel und Spaß ist, wenn man trotzdem lacht. Demokratisch war Kapitalismus nie. Dennoch verstand er es bisher meisterhaft die Illusion zu vermitteln, er sei es. So konnte er, in kalten wie in heißen Kriegen, bei vielen Menschen den Eindruck erwecken, er kämpfe auf der Seite der Guten gegen die Bösen. Er war der Garant für Wohlstand und Glückseligkeit. Begriffe die er mit Hilfe geschickter Konzern- und Staatskonzernpropaganda für sich monopolisierte. Nicht ohne sich vorher mit "freier" oder noch besser, „sozialer" Marktwirtschaft einen neuen Namen gegeben zu haben. Auch „Rheinischer Kapitalismus" war eine kreative Wortschöpfung erfolgreicher Jecken der Bonner Nachkriegsrepublik und noch heute glauben viele Menschen in Deutschland, das wäre was anderes gewesen als Kapitalismus. Das war Kapitalismus. So wie heute. Und die Milliarden Vermögen die damals von einigen Wenigen gemacht wurden und heute arbeitslos an ebenso Wenige vererbt werden, sind auf dem Rücken und Lohnverzicht der arbeitenden Bevölkerung zustande gekommen.

Aber wir waren ja beim Präsidenten von Afghanistan, oder wie böse Zungen ihn schon lange nennen, den Präsidenten von Kabul, dessen ihm zugestandene Macht an der Kabuler Stadtgrenze endet. Den Rest handeln das Imperium, sowie die Truppen der North Atlantic Terror and Horror Organization und die Taliban unter sich aus. Das nennt man dann in westlichen konzern- und staatskonzernterroristischen Märchenanstalten, die „Befreiung der afghanischen Frau vom Zwang der Burka". Donnerlittchen auch! Und das böse Wort „Krieg" sollte in Dampfplaudersendungen gemieden werden. Sie erinnern sich noch?

Unterdessen mordeten und wüteten, die der „Freiheit" und nur der „Freiheit" verpflichteten „Befreier", mit Talibanen als Gegenspieler wild vor sich hin. Menschenleben unschuldiger Kinder und Zivilisten zählen wenig bis nichts, in diesen Kreisen. Weder in dem einen, noch dem anderen Kreis. Und die Opfer, sofern sie ihren Verletzungen nicht erlegen sind, haben keine Stimmen mehr, mit denen sie ihre „Dankbarkeit" unisono für das ihnen Angetane ausdrücken können.

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de
Vor knapp einem Jahr noch war nach offizieller medialer Terrorlesart zu erfahren, dass ein einzelner durchgeknallter US-Soldat in einer Nacht- und Nebelaktion 16 schlafende Zivilisten ermordet habe. Der Mann wurde umgehend von der, für ihn verantwortlichen Horrorstreitmacht, ins Imperium ausgeflogen. Damit entzog man sich mit gewohnter Arroganz Nachfragen des afghanischen Parlaments, das in einer eigenen Untersuchung zu dem Schluss kam: An dem Massaker in Kandahar waren bis zu 20 US-Soldaten beteiligt.
"Die aus afghanischen Abgeordneten bestehende Kommission hat zwei Tage lange mit Überlebenden, Augenzeugen und Einwohnern der beiden Dörfer gesprochen, in denen sich die Tragödie ereignet hat. "Wir sind zur der Überzeugung gelangt, dass ein einzelner Soldat nicht dazu in der Lage war, innerhalb einer Stunde in zwei getrennten Dörfern gleichzeitig so viele Menschen umzubringen, und gehen davon aus, dass die 16 Dorfbewohner, bei denen es sich überwiegend um Frauen und Kinder gehandelt hat, von zwei Kommandotrupps getötet wurden, hat der Ermittler Hamizai Lali nach einem Bericht in der Zeitung Afghan News gesagt."
Einen Vertreter des Wall-Street-Kapitals stellt man nur im Kapital-Imperium selbst vor Gericht. Nirgends sonst. Wo auch immer er seine Sauereien und Verbrechen begangen hat. Und heute? Man wird ihn wohl klammheimlich verurteilt und in einen Kerker geworfen und aus der öffentlichen Debatte heraus katapultiert haben.

Läuten die Glocken jetzt für Karzai für etwas was gut Informierte schon länger wissen? Karzais Anti-Amerika-Äußerungen: US-General alarmiert Truppen in Afghanistan. Er sollte sich mal selbst im Imperium umsehen.
"Die Vereinigten Staaten gaben Millionen Dollars aus, um afghanische Schulkinder mit Lehrbüchern zu versorgen, die mit gewaltverherrlichenden Bildern und militanten islamistischen Sprüchen gespickt waren. ... Die Fibeln, die den Dschihad (den Heiligen Krieg gegen die Ungläubigen) priesen und mit Zeichnungen von Gewehren, Geschossen, Soldaten und Sprengkörpern illustriert waren, haben seitdem den Lehrplan des afghanischen Schulsystems bestimmt. Sogar die Taliban verwendeten die in den USA gedruckten Bücher." [Washington Post, 23. März 2002]

"Die CIA bezahlte Anzeigen, die in Zeitungen und Rundbriefen auf der ganzen Welt veröffentlicht wurden und (junge kampffähige Männer) dazu aufforderten und motivierten, sich dem islamischen Dschihad anzuschließen." [Pervez Hoodbhoy in Peace Research, 1. Mai 2005]

"Bin Laden rekrutierte 4.000 Freiwillige aus seinem eigenen Land (Saudi-Arabien) und entwickelte enge Beziehungen zu den radikalsten Mudschaheddin-Führern (in Afghanistan). Er arbeite auch eng mit der CIA zusammen ... Trotzdem behaupten CIA-Offizielle seit dem 11. September [2001], dass sie keine direkte Verbindung zu bin Laden hatten." [Phil Gasper, International Socialist Review, November-Dezember 2001] Prof. Chossudovsky

FH

Zum Thema:

Gegenmeinung: Zur Analyse der Anschläge am 11.9.: Von Ronald Reagan und dem Sowjetisch-Afghanischen Krieg zu George Bush und dem 11. September 2001.....

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