Sonntag, 21. April 2013

Die Ehrenwerten

Mowitz
Die Totalmobilisierung US-amerikanischer Streitkräfte zur Verteidigung Bostons gegen 2 (i.W. zwei) Brüder aus Tschetschenien, wird nun mit entsprechenden Siegesmeldungen des Generalstabes, die von internationalen sogenannten Nachrichtenagenturen als Einheitsmeldungen durch die Medien verbreitet werden, langsam runtergefahren. Oder wie der vorige Präsident Bush es stolz nach seinem völkerrechtswidrigen Überfall auf den Irak verkündete: "Mission Accomplished". Seither erleben die Iraker jeden Tag Boston. Nur eben noch sehr viel schlimmer.

Die "ehrenwerten (Ä)liten" der deutschen Gesellschaft geben sich da um ein Vielfaches biederer, scheinheiliger und auch bedeutend schmieriger.

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de
So soll ja der Präsident des deutschen Spaßvereins No. 1 Bayern München, Uli Hoeneß, gleich mehrere hundert Millionen Euro auf Konten in der Schweiz, am deutschen Fiskus vorbei, gebunkert haben. Nun ja, Spaß muss man sich schon was kosten lassen. Aber müssen es gleich solche Summen sein? Hoeneß Motto:
"Natürlich will ich Erfolg, aber nicht um jeden Preis. Wenn es um Geld geht, muss man auch mal zufrieden sein."
Noch ein eher öliger Spaßvogel ließ dieser Tage von sich hören: Bei seiner Auszeichnung mit dem "feierlichen" Theodor-Heuss-Preis verfiel der Geehrte, der Biedermann Daniel Cohn-Bendit, während seiner Dankesrede, gerührt, nicht geschüttelt, in einen Weinkrampf. Der Preis wird u.a. verliehen, "um bürgerschaftliche Initiative und Zivilcourage zu fördern. Wichtige politische und gesellschaftliche Entwicklungen sollen so frühzeitig ins öffentliche Bewusstsein getragen werden". Cohn-Bendit, kein Freund von Traurigkeiten, schrieb in den siebziger Jahren in seinem Buch "Der große Basar" über seine Zeit als Kinderbetreuer in einem Kinderladen:
"[...] „Ich konnte richtig fühlen, wie die kleinen Mädchen von fünf schon gelernt hatten, mich anzumachen“ [...] „mehrmals passierte, dass einige Kinder meinen Hosenlatz geöffnet und angefangen haben, mich zu streicheln“. „Auf Wunsch“ habe er dann auch zurückgestreichelt.[...]"
Will sich aber nie an Kindern vergriffen haben. Alles nur Provokation. Donnerlittchen auch. Siehe eben: Der Papierwichser

Und im Großherzogtum Luxemburg, Gründungmitglied des EU-Vorläufers Europäische Wirtschaftsgemeinschaft, (EWG), will ein Gericht den amtierenden Premierminister Jean-Claude Juncker und seinen Amtsvorgänger Jacques Santer vorladen. Grund: Das Kriminalgericht des Landes will beide Politiker zu Vorwürfen hören, sie hätten gewußt, daß die NATO-Geheimorganisation »stay behind« mit Hilfe des luxemburgischen Geheimdienstes »Service de Renseignement« (SREL) zwischen 1984 und 1986 mindestens 18 Bombenattentate verübt hat. Die Anschläge galten vor allem Strommasten eines Energieversorgers, es wurden aber auch Bomben in der Radarstation des Flughafens und in Büros gelegt. Mehrere Menschen wurden verletzt.

FH

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