Donnerstag, 18. April 2013

Europa heute: Statt ausstehende Löhne zu zahlen, Schüsse auf 200 Gastarbeiter - Zahlreiche Verletzte

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de
In der Mainstreamwelt herrscht beredtes Schweigen. Trotz eifrigen Googelns bekam ich nur zwei Treffer die von der jüngsten Kapitalistenschweinerei berichteten. Einmal auf Hintergrund und einmal bei den Freiburger Nachrichten.

Sicher, die Medien haben wichtigeres zu beschwatzen als über den endgültigen Rückfall Europas in die Barbarei zu berichten. Frauenquote, Bayern München und die Beerdigung von "Maggie" Thatchers Krämerseele. Wie weit schon die Übernahme des Staates durch die Bankenmafia fortgeschritten ist, kann man an den Ereignissen in Nea Manolada/Griechenland ablesen wo an die 200 Arbeiter, in der Mehrheit anscheinend aus Pakistan, auf den Erdbeerfeldern eines oder mehrerer Großgrundbesitzer schufteten und seit über einem halben Jahr keinen Lohn mehr bekommen hatten. Stattdessen schickte der Sklavenhalter seine Sklavenaufseher, die von ihren Schusswaffen Gebrauch machten. Über 27 Arbeiter sollen verletzt worden sein. Darüber zu berichten ist den Canaillen der Mainstream bislang noch nicht eingefallen. Erst muss eine einheitliche Sprachregelung abgesprochen werden.

So langsam wird der Ausweg deutlicher den das System "Kapitalismus" einzuschlagen gedenkt, und den die bräsige Statthalterin im Kanzleramt, als alternativlos bezeichnet. Bald wird auch der Rest Europas diesen Weg einschlagen. Wir sind im Krieg, im Klassenkrieg! Wehrt Euch, bevor es zu spät ist.
"Wie traditionelle Kriege verfolgen auch Finanzkriege das Ziel, einen Staat ganz zu unterwerfen oder ihn wenigsten teilweise unter Kontrolle zu bringen. Der einzige Unterschied besteht darin, dass bei Finanzkriegen die physische Kontrolle über ein Territorium nicht obligatorisch ist; die durch Finanzkriege angerichteten Verwüstungen sind aber nicht weniger schrecklich als bei traditionellen Kriegen. Während traditionelle Kriege durch große Schlachten entschieden werden, gehen die Sieger in Finanzkriegen aus Krisen hervor. Da in der größten Krise des 20. Jahrhunderts, der Weltwirtschaftskrise, das Gold aller US-Banken bei der Fed landete, konnten die zur Fed zusammengeschlossenen Banken die Kontrolle über den größten Teil der US-Industrie übernehmen. Die Finanzkrise, die der Währungsspekulant George Soros 1992 im Zusammenspiel mit Fed-Banken in Großbritannien auslöste, verhalf ihm an einem einzigen Tag zu einem Profit von einer Milliarde Dollar, hatte aber die Abwertung eines ganzen Dutzends europäischer Währungen zur Folge und verzögerte die Einführung einer gemeinsamen europäischen Währung um sechs Jahre. Am wichtigsten jedoch war, dass sie den Einfluss der USA auf die europäische Wirtschaft vergrößerte, weil sie US-Kapitalanlegern die Möglichkeit verschaffte, in großem Stil, viel billiger gewordene Aktien europäischer Firmen aufzukaufen."
Ich empfehle den Artikel hier am Schluss und aus dem ich zitiert habe, vollständig zu lesen. Es lohnt sich.

FH

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