Donnerstag, 2. Mai 2013

1. Mai Solidarität zwischen Millionärs-Spaßvögeln, Zockern, Ratten von Fukushima und Wirtschaftsprofessoren

Mowitz
Jupp Heynckes, noch Bayern-Trainer, widmet Bayerns 3:0 Sieg über Barcelona dem, seitdem er erwischt wurde, reumütigen Uli Hoeneß. Das Vorbild deutscher Kleinkarierter, soll sich, nach eigener Aussage, in der Hölle befunden haben, als die Milchmänner der Steuerfahndung nachts an seiner Haustür klingelten. Dabei ist doch der Bayern-Präääsident nicht für das verantwortlich zu machen wo doch ganz andere böse Geister offensichtlich die Finger mit im Spiel hatten. Zum Beispiel seine Spielsucht. Für die kann er ja schließlich nichts. Die hat man oder die hat man nicht. Er hat sie vielleicht immer noch. Wer will es schon wissen?

Und überhaupt trägt er ganz dolle an seiner Beförderung vom Vorbild, (für wen eigentlich?), zum Buhmann der deutschen Stadien- und noch-nicht-erwischten Steuerbetrüger-Brüller. Das ist nur schwer erträglich für ihn, jammert er im transatlantischen Solidaritätsblatt. Nun gehört er nicht mehr zu jenen Brüllern, denen er schon einmal, während einer Jahreshauptversammlung des FC Bayern, aproppos der Bayern-Reichen, entgegenbrüllte: "Was glaubt Ihr eigentlich, wer Euch alle finanziert? Die Leute in den Logen, denen wir die Gelder aus der Tasche ziehen". Da attackierte ihn keiner aus den medialen und anderen Establishments, für diese vor Ignoranz strotzende Sprechblase. So, oder so ähnlich soll er ja auch in seinen zahlreichen Selbstinszenierungen in den Schwatzschaus der Öffentlich-Nichtrechtlichen aufgetreten sein. Nun schwitzt er nächtens und ist morgens schon eine Stunde nach dem Aufstehen völlig außer Atem. Vielleicht sollte er es mal mit weniger Würstchen und Weißbier versuchen um seiner überflüssigen Kilos Herr zu werden. Das würde ihm auch helfen, neben einer besseren Atmung, auch in seinem Hirn Platz zu schaffen für das Verstehen von wirtschaftlichen Zusammenhängen. Viel Geld zu verdienen ist ja nicht unbedingt ein Zeichen dafür, dass man sie wirklich verstanden hat, die Zusammenhänge. In einem Wirtschaftssystem wie dem kapitalistischen, wird nicht "Leistung" belohnt, sondern Spielsucht und Zocken. Ohne Risiken für Banken und Großkapitalisten. Die übernehmen, wie immer, die bis zur Unkenntlichkeit bereits mehrmals abgezockten Steuerzahler mit ihren Niedriglöhnen.

Dann waren da noch die Berufslügner der Kernkraftindustrie: "Ohne Kernkraft geht die Welt doch unter - Wir brauchen saubere Energie", riefen sie bei der Durchsetzung der "saubersten" aller Energieformen. Mit ihr, (der Kernenergie), tut sie (die Welt) es bereits. Die billige und "reine" Kernkraft, ohne die "wir" nicht angemessen leben können, wie uns die "Experten" von Vattenfall und anderen Gedankenverbrechern verklickerten, sickert in Fukushima unverdrossen weiter vor sich hin. Reaktoren laufen mit radioaktivem Grundwasser voll, das hochtechnologische Kühlsystem ist von Ratten lahmgelegt worden und die radioaktive Brühe wird wohl mangels Alternativen bald im Pazifik "entsorgt" werden. Wie lange man es machen wird? Wir wissen es nicht. Aber es wird sehr, sehr lange sein.

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de

Dann war da noch die Geschichte von den Harvard (Ä)liteprofessoren Carmen Reinhart och Kenneth Rogoff, die in einer Studie, "Growth in a Time of Debt", zu dem Schluss kamen, dass Länder mit Schulden von mehr als 90 Prozent des BIP Probleme mit ihrem Wirtschaftswachstum haben. Das wurde unzählige Male in der politischen Debatte verwendet. Bekanntes Beispiel: Deutschlands Mutti, die Gesalbte im Bundeskanzleramt.

Nun hat ein 28 jähriger Wirtschaftsstudent, Thomas Herndon, der an der UMass Amherst studiert, herausgefunden, dass die Studie der beiden Professoren, die sie mit Hilfe von Microsofts Excel erstellten, falsch war. Die Professoren hatten nicht richtig gerechnet und alle, alle haben sich dem Sparen verschrieben. Europa ist bald abgeholzt und der als fälschlicherweise  Wirtschaftsnobelpreisträger bezeichnete Paul Krugman, diesen "Nobelpreis" gibt es gar nicht,  nennt die Studie im Ergebnis:
"Das Papier wurde sofort berühmt, es war und ist, sicherlich die einflussreichste wirtschaftliche Analyse der letzten Jahre.

In der Tat, Reinhart und Rogoff erreichten schnell einen fast heiligen Status unter selbsternannten Wächtern der steuerlichen Verantwortung, ihr Kipp-Punkt-Anspruch wurde nicht als umstrittene Hypothese, sondern als unbestrittene Tatsache behandelt."
Und jetzt das? Was sagen eigentlich die Deutschen als überzeugte Sparfetischisten dazu? Man hört und findet nichts.

Für meine Leser aus Schweden hier ein Link zum Reinhart-Rogoff-Thema.

http://sverigesradio.se/sida/artikel.aspx?programid=1650&artikel=5518809

FH

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen