Freitag, 3. Mai 2013

Im Namen der Freiheit: Spielzeug für die Kleinen

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de
„Da eine wohl organisierte Miliz für die Sicherheit eines freien Staates notwendig ist, darf das Recht des Volkes, Waffen zu besitzen und zu tragen, nicht beeinträchtigt werden.“ 2. Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten
Alles hatte seine Ordnung. Kein illegaler Waffenbesitz war die Ursache des Todes eines 2-jährigen Mädchen in Cumberland/Kentucky. Ganz legal und "freiheitlich". Nach den Gesetzen der "freien Marktwirtschaft" und der US-Verfassung war die Ausstattung ihres fünfjährigen Bruders mit seinem ersten Gewehr gleichen Namens, "My First Rifle" ("Mein erstes Gewehr"), über die Bühne gegangen.

Nun ist sie tot, die 2 Jahre alte Schwester. Laut polizeilichen Angaben wird man es wohl als einen Unfall behandeln. Einen leidigen. Erschossen von ihrem Bruder. Mit einer "Qualitätswaffe für Amerikas Jugend", so der Verkaufslogan der Waffenfirma Keystone. Das Gewehr funktionierte. Gute amerikanische Qualitätsarbeit. Anscheinend Kaliber 22. Ein kleines Kaliber von 5,6 Millimetern. Zum Töten von Mensch und Tier vorzüglich geeignet. Auch für einen fünfjährigen Buben.
"Auch die Nato-Munition ist von ähnlichem Durchmesser, wenn auch mit deutlich höherer Treibladung und weit höherem Geschossgewicht."
Was soll man noch dazu sagen was nicht schon gesagt ist? Erst vor drei Wochen hatten zwei Kleinkinder kurz hintereinander zwei Menschen in Tennessee und New Jersey getötet. Mir fällt bei so viel Wahnsinn nichts mehr ein. Die us-amerikanische Gesellschaft ist durch und durch krank.  Ein Produkt kapitalistischer Gesellschaftsordnung halt. Geld steuert die Gesellschaft, nicht Moral und Verstand.  Auch unsere. Wer eifert schon in kapitalistischen Gesellschaften nicht dem "american way of life" nach?

FH

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