Montag, 24. Juni 2013

Nächster Anhalt: Mit Drohnen auf Snowdenjagd?

Mowitz
Die Weltdiktatur tobt. Wir erleben gerade wie sie ihr Image der Hort der Freiheit und des Weltgewissens zu sein, so wie sie sie seit Generationen mit intensivem Hollywood-Klamauk in der Welt verbreitet, hemmungslos ablegt. Von dieser psychotischen Supermacht mit dem Finger am Abzug, berichtete Finian Cunningham im März diesen Jahres:
"Durch eine in dieser Woche eingeleitete unheilbringende Maßnahme wird die psychotische Supermacht künftig den Finger ständig schussbereit am Abzug haben. Nach einem Bericht in einer in den USA erscheinenden Publikation zur Außenpolitik wurde dem Pentagon von seinem Defense Science Board (einem Gremium von Wissenschaftlern, das es in Verteidigungsfragen berät, das sich auch hat täuschen lassen, empfohlen, für den (äußerst unwahrscheinlichen) Fall eines "katastrophalen Cyber-Angriffs" eine Doomsday Retaliation Force (eine Vergeltungsstreitmacht, die den Weltuntergang herbei führen könnte) zu schaffen.

Diese Vergeltungsstreitmacht müsse unabhängig sein und dürfe nicht in bestehende militärische Strukturen eingebunden werden. Sie müsse aus Atombombern des Typs B-52 bestehen und auf Anordnung der US-Regierung ausländische Feindmächte vernichten, die nach "Erkenntnissen" der Regierung fatale Cyber-Angriffe planen. Wichtig ist dabei, dass schon solche "Erkenntnisse" einen "Vergeltungsschlag" auslösen könnten.

Was diese Entwicklung so beunruhigend macht, ist ihre Selbsterfüllungstendenz. In den letzten Monaten haben US-Politiker und ihnen hörige Nachrichtenmedien ausländischen Staaten wiederholt Offensiven mit Computerviren angelastet. Vor allem China wurde beschuldigt, Hacker-Angriffe auf die US-Regierung und Zeitungen wie die New York Times und die Washington Post durchgeführt zu haben.

Wie für so viele andere von US-Geheimdiensten gestreute Behauptungen wurden auch für die angeblichen Cyber-Angriffe keine überzeugenden Beweise vorgelegt. Wie schon beim Drohnen-Mordprogramm des Pentagons wird die Öffentlichkeit auch hier wieder mit so genannten "Erkenntnissen" der US-Geheimdienste abgespeist, die immer angeführt werden, wenn die Angst vor (angeblich) drohenden Terroranschlägen geschürt werden soll."
Und nun wurden die imperialistischen Mächte USA und Großbritannien auf offener Flur dabei erwischt wie sie ihre Super-Cyber-Angriffe auf die Weltbevölkerung als Ganzes, mittels Prism und Tempora, durchführen. Dass wir von diesen monumentalen Generalangriffen auf unsere höchst persönliche Freiheit und Integrität erfuhren, haben wir dem Whistleblower Edward Snowden zu verdanken. Was diese kriminellen Akte der totalen Bevölkerungsüberwachung wieder einmal klar und deutlich, auch für den letzten Hinterwäldler begreiflich machen sollte, ist die Herrschsucht einer sogenannten Obrigkeit über sogenannte Untertanen. Diese Herrschsucht beschränkt sich nicht allein auf Untertanen der "eigenen" Ethnie sondern hat inzwischen ein globales Ausmaß angenommen. Auch wenn noch viele nationale Regierungen, auch die deutsche, voll damit beschäftigt sind mit ähnlichen Programmen ihre eigenen Bevölkerungen einem Cyber-Krieg auszusetzen.

Image: Carlos Latuff, Wiki, Public domain
Wenn das alles jetzt so dramatisch hochkocht, sollte es Anlass zum Nachdenken und mehr oder weniger guten Spekulationen sein. Seit die internationale Kapitalismuskrise mit der Insolvenz (2008) der Investmentbank Lehman Brothers offen zu Tage trat, nehmen die Sprüche von der "Alternativlosigkeit" zum kapitalistischen Ausbeutersystem kein Ende. Alles kann und darf gemacht werden. Auch das Gegenteil. Im Augenblick ist bei gewissen "Experten" der ESM in Verruf, bei anderen "Experten" wiederum bejubelt, weil Investoren jetzt weiterhin meinen unbesorgt Staatsanleihen kaufen zu können. "Garanten" sind die Steuerzahler, deren Regierungen weiterhin die "Märkte" in unbegrenzter Höhe mit Geld fluten können. Nach uns die Sintflut.

Nur eins kommt in all diesen Diskussionen eben nicht vor. Die geordnete Abwicklung des Kapitalismus zu diskutieren um frei Alternativen zum herrschenden System zu entwickeln. Die Abschaffung des Kapitalismus ist mit Denkverboten und Gesetzen belegt, die jeden zur Überwachung durch die Geheimdienste qualifiziert, der über die Überwindung des Kapitalismus öffentlich nachdenkt. In den verfassungsfeindlich angesäuerten Hirnen heimischer Spionagerorganisationen ist alles schon von vornherein verdächtig und überwachungswürdig, was das kapitalistische System kritisiert und Perspektiven beispielsweise im demokratischen Sozialismus sucht.

Die Ausplünderung des Menschen und des Planeten, funktioniert in keinem System so reibungslos brutal und effektiv wie im Kapitalismus. Das ist der einzige Grund warum der Kapitalismus "alternativlos" ist und die "Obrigkeiten" überall auf der Welt unisono einen Krieg gegen ihre eigenen Untertanen führen um nur ja die herrschenden Gesellschaftsstrukturen zu erhalten.

Oder wie mir ein wütender Leser vor einiger Zeit schrieb: "Bist Du auch so ein verfluchter Kommunist?" Ich überwache allerdings Niemanden und kümmere mich einen Dreck darum ob Niemand mich überwacht.

Edward Snowden versucht sich nun vor den Häschern des Wall Street Kapitals in Ecuador in Sicherheit zu bringen. So funktioniert das Recht in den Vereinigten Staaten von Nordamerika, einer der weltweit führenden terroristischen Staaten.

FH

Zum Thema:

Noam Chomsky: USA einer der weltweit führenden terroristischen Staaten....

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen