Freitag, 16. August 2013

"Revolutionen" im Nahen und Mittleren Osten - Immer mit dabei: die mit Terror gesalbten USA

Mowitz
Im Tohuwabohu der mörderischen Macht- und Mächtepolitik im Nahen und Mittleren Osten durchzublicken, ist für den Normalsterblichen in unseren Breitengraden fast ein Ding der Unmöglichkeit. Wenn Viele, auch im Netz, gern so tun als hätten sie die Situation sozusagen "fest im Griff", kann man diese Form der Überheblichkeit und Selbstüberschätzung, schnell, ungelesen und ungesehen in die Mülltonne kloppen.

Nur eins ist sicher: die Vereinigten Staaten von Nordamerika, imperiale Weltmacht und militärischer Beschützer des internationalen Groß- und Finanzkapitals, für dessen Interessen sie bedingungslos einzutreten haben, haben nicht nur ihre Finger mit im Spiel, sondern ganze Militär- und Geheimdienstarmeen im Einsatz. Und was schon Kurt Tucholsky wusste, gilt auch heute noch: "Der moderne Krieg hat wirtschaftliche Ursachen" und wird mit unvorstellbaren Grausamkeiten und Gräueltaten geführt.
"Die Möglichkeit, ihn vorzubereiten und auf ein Signal Ackergräben mit Schlachtopfern zu füllen, ist nur gegeben, wenn diese Tätigkeit des Mordens vorher durch beharrliche Bearbeitung der Massen als etwas Sittliches hingestellt wird."
Diese Untaten, so schrecklich sie sind, erklären nicht die Hintergründe der in westlichen Manipulationsmedien als "arabischer Frühling" und "Diktatorendämmerung" schöngeschwurbelten Massaker. Krieg wird per Definition mit Massaker als Einsatz geführt. Durch Aufzählung und Einsammlung von Massakerberichten, oder Massaker-Videos, werden Kriege nicht erklärt. Ganz im Gegenteil. Sie wirken schnell kontraproduktiv. Videos sind mit Leichtigkeit manipulierbar und hat man eins von diesen Massaker-Videos gesehen, hat man alle gesehen. Viel wichtiger wäre es für uns, die Frage zu beantworten, ob wir, die Bevölkerung der westlichen Welt, willens sind, für den Erhalt unseres Überflusslebensstils, die Welt endgültig zugrunde zu richten. Dazu brauchen wir nicht einmal mehr Kriege. Fukushima ist nur der letzte "friedliche" Hinweis, dass wir es auch ohne Kriege schaffen, uns selbst überflüssig zu machen.

Bereits 2006 veröffentlichte die US-amerikanische Militärzeitschrift Armed Forces Journal (AFJ), Pläne, wie das Kapital-Imperium es angehen will wenn es ganze Staatenverbände auflöst, und neue nach eigenen Vorstellungen der ethnischen und weltanschaulichen Zugehörigkeiten entstehen lässt.

Das wichtigste Ziel mit der "Neugliederung" wird die Verfügungsgewalt über die gesammelten Energieressourcen im Nahen und Mittleren Osten sein. Da muss man nicht lange raten wer sich die Kontrolle über das gesamte Erdöl aneignen will und wer die Macht hat, die Welt dabei in den finalen Abgrund zu stürzen. Die Vasallen des Nordatlantikpaktes stehen schon Gewehr bei Fuß und warten auf ihren Einsatzbefehl. Frankreich machte es bei der Generalprobe in Libyen vor. Deutschland, mit Merkel, wird diesmal keinen "Sonderweg" gehen, sondern sich militärisch-preußisch korrekt verhalten um bei der Beuteverteilung nicht mit leeren Händen dazustehen.

So ganz nebenbei fällt auf, dass sich das Imperium des Kapitalismus, keinen Kopf über das bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit für Israel eingeforderte "Existenzrecht" zu machen scheint. Die von der "Neugestaltung" betroffenen Staaten dürfen wohl gar nicht erst ihr eigenes Existenzrecht zur Sprache bringen. Man wird ihnen die Wahl geben: "Friss Vogel oder stirb". Nur Israel wird in seiner auserwählten Einzigartigkeit, zum einzigen Staat auf dem Globus befördert, dem ein Etikett mit der Bezeichnung "Existenzrecht" um den Hals gehängt wird. Desweiteren wird Israel auch in Zukunft eine wichtige Rolle bei der Inthronisierung neuer arabischer Diktaturen und dem Erhalt der älteren Diktaturen spielen. Der Schein von "selbständigen" Staaten muss gewahrt bleiben. Ein Mangel an willigen Volksverrätern gibt es im Nahen und Mittleren Osten so wenig, wie irgendwo sonst auf der Welt.

Der französische Politologe Dr. Pierre Hillard in einem Interview mit German-Foreign-Policy vom 8.9.2006 auf die Frage: Welche Staaten sind betroffen?
Hillard: Sämtliche Staaten des "Großen Mittleren Ostens". Die Landkarte der US-amerikanischen Militärzeitschrift AFJ (Armed Forces Journal) gibt nur einen Ausschnitt preis. Man muss wissen, dass auch die Staaten Nordafrikas zu Objekten der Zerschlagung gemacht werden. Beispiel Algerien: Seit 2002 unterhalten die Kabylen Algeriens enge Beziehungen zu spanischen Behörden, genauer gesagt zur Generalitat in Katalonien. Diese spanische Region betreibt einen offenen Ethno-Regionalismus und scheint ihn auch exportieren zu wollen. Katalonien saugt sich voll mit europäischen Dokumenten, die in Wahrheit deutsch-europäische Dokumente sind, um mit ethnizistischen Begründungen von Madrid loszukommen. Das interessiert auch die Kabylen in Algerien und alle anderen, die bestehende Staaten in Nordafrika aufbrechen wollen - ein Prozess, der sämtliche Mittelmeeranlieger betrifft.

gfp.com: Welche Ziele verfolgt die Veröffentlichung der Ethno-Karten?

Hillard: Die Veröffentlichung dieser Karten sowie des AFJ-Artikels von Ralph Peters darf man nicht isoliert betrachten. Die Publikation in einer amerikanischen Militärzeitschrift begleitet die seit Jahren ventilierten Konzepte, ein Gebiet namens "Greater Middle East" zu schaffen. Es sind Vorschläge, sozusagen ein Prototyp der beabsichtigten Umstürze und insofern für Modifikationen offen. Man will auch die Reaktionen testen, vorrangig die Reaktionen unter den Muslimen. Das Geschickte an einer solchen Veröffentlichung ist, dass sie Debatten bei den Betroffenen auslöst. Man wird Befürworter und Gegner dieser Kozepte erkennen können, es wird zu Brüchen und Widersprüchen in den islamischen Staaten kommen. Also wird es auch Möglichkeiten geben, auf die eine oder andere ethnische oder politische Gruppe Druck auszuüben, eine dritte zu bevorzugen usw. Allein die Debatte um das Für und Wider ethno-regionalistischer Prinzipien (und Grenzziehungen) befördert die westlichen Interessen - eine sehr perverse Methode. gfp
Naher und Mittlerer Osten vor der US-amerikanischen Neuordnung

Naher und Mittlerer Osten nach der US-amerikanischen Neuordnung
Die Vereinigten Staaten haben sich durch die vorzeitige Veröffentlichung der Dokumente nicht davon abhalten lassen, ihre Pläne für die ethnizistischen Umsturzversuche im Nahen und Mittleren Osten durchzuziehen und widerspenstige Staaten im Zweifelsfall zu eliminieren. Das ist gut bei den "Regime change"- Kriegen gegen Irak, Libyen und Syrien zu beobachten. Auch der Iran steht auf der Liste der Zerschlagung von Staaten. Es ist nur sein legitimes Recht sich dagegen zur Wehr zu setzen. Weitere Staaten werden folgen. Bei einer gleichgeschalteten Presse, die sich nur dem großen Geld, nicht der Wahrheit und der Kontrolle der Mächtigen verpflichtet fühlt, muss man heimische Proteste einer abgedankten Friedensbewegung nicht länger fürchten.

FH

Zum Thema:
Nachtwandler: Mord an den Verdammten dieser Erde.....

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