Donnerstag, 19. September 2013

Deutsche Aasgeier schweben mit über Syrien

Mowitz
Westerwelle, deutscher Außenministerdarsteller auf Abruf und immer noch starker Mann der Freiheitspartei für Spekulanten und Besserverdienende, lässt Gewehr bei Fuß stehen und beschuldigt die legale syrische Regierung für den Einsatz von Giftgas verantwortlich zu sein. Und das, ohne Beweise auf den Tisch zu legen. Indizien sind ihm genug, obwohl sie nicht mehr als Verdacht erregende Umstände sind. Das rechtfertigt in keiner Weise einen militärischen Angriff auf Syrien. Vor allen Dingen schon dann nicht, wenn andere Mitglieder des Sicherheitsrates, wie beispielsweise Russland, die Verantwortlichen der Gasattacke bei den Verbündeten des Westens sehen und auch gute Gründe dafür anführen, auf die man aber in westlichen Konzernblättern nicht näher eingeht. Immer mehr Angehörige in Syrien melden sich, die auf Videos, welche die getöteten Opfer der Giftgasattacke zeigen, ihre eigenen, von den Terroristen lebend entführten Kinder wiedererkennen.

In der Süddeutschen ist zu lesen, Donnerlittchen auch, dass "Experten" von Human Rights Watch eigene Untersuchungen angestellt haben und dabei zu dem Schluss gekommen sind, dass Regierungstruppen verantwortlich wären. Nun ist ja Human Rights Watch so unabhängig von Regierungen wie die Wall Street Regierung vom Wall Street-Kapital, nämlich gar nicht. Wie auch keine der NATO-Regierungen die alle im selben Fahrwasser schwimmen, wirklich unabhängig sind. Aber die "unabhängige" Human Rights Watch schließt messerscharf, dass nur sie (die Regierungstruppen)
"nach den verfügbaren Informationen im Besitz der im UN-Bericht beschriebenen Raketen mit etwa 330 Millimetern Durchmesser sowie der M14-Raketen sowjetischer Bauart [seien]".
Im Januar 2012 brachte CNN einen Bericht einer syrischen Menschenrechtsgruppe, in dem behauptet wurde, in einem Krankenhaus in (der syrischen Stadt) Hama seien acht in Brutkästen liegende Säuglinge gestorben, weil die syrischen Behörden die Stromversorgung in diesem Gebiet unterbrochen hätten. Auf einigen Nachrichten-Websites wurden sogar Bilder von den Säuglingen gezeigt. Später musste man zugegeben, dass die Bilder aus Ägypten stammten und nicht als Beweise für die Anschuldigungen taugten. So viel über "unabhängige" Menschenrechtsorganisationen.
Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de

Und da man Fragen über Krieg und Frieden, Leben oder Tod, nicht den Beauftragten der Kriegsindustrie und Kriegsgewinnler allein überlassen darf, kann es von Interesse sein, daran zu erinnern, dass öffentlich-rechtliche und konzerneigene Mainstream-Medien die Welt mit manipulierten Informationen seit Jahrzehnten schon in unendlich viele Kriege treiben. Und immer mit Manipulationen nach dem gleichen Muster um das Volk kriegswillig zu stimmen und die wirtschaftlichen Hintergründe zu verbergen.

Nachfolgend ein Zitat aus einem lesenswerten Artikel von Hans Springstein der bereits 2012 in der Zeitschrift Ossietzky erschien und um Planspiele deutscher Interessenten in einem Syrien nach Assad handelte:
« Der syrischen Wirtschaft solle von außen ein neoliberales Konzept verordnet werden. Um den wirtschaftlichen Einfluß in dem Land wetteifern, so Gehrcke, die Türkei, die Golfstaaten, aber auch die alten Kolonialmächte Frankreich und Großbritannien. »Wo so viel zu holen ist, will Deutschland nicht zurückstehen.« Westerwelle hatte am 1. April auf dem Treffen der »Freunde des syrischen Volkes« in Istanbul erklärt, daß die Arbeitsgruppe gegründet wurde. Den Konzernmedien war das damals keine Meldung wert. Ossietzky 19/2012
Es geht in Syrien nicht um eine Giftgasattacke, so wenig wie der Irak-Krieg was mit Babys zu tun hatte oder Saddams nicht vorhandenen Massenvernichtungswaffen, oder der NATO-Krieg zur Vernichtung Jugoslawiens mit einem serbischen Völkermord an Kosovaren. Es geht immer um Beute im Kapitalismus.

Die Grafik unbekannter Herkunft wurde übernommen
aus der E-Mail eines "Gegenmeinung"-Lesers
Um russischen Stimmen mehr ungefiltert Gehör hier zu verschaffen, habe ich einen Artikel von Radio Stimme Russlands zum Giftgas-Angriff in Syrien, unverändert übernommen. Interessant wie gleich zu Anfang die Erkenntnis der Human Rights Watch "Experten" über die angebliche Anwendung von M14-Raketen sowjetischer Bauart gekontert wird:
"STIMME RUSSLANDS:

"Eine mit Nervengas bestückte Rakete lässt sich sogar aus einem abgesägten Kanalisationsrohr abfeuern, Rebellen könnten dahinter stecken. Das sagen russische Experten mit Blick auf den UN-Bericht, wonach der Kampfstoff Sarin bei Damaskus eingesetzt wurde.

„Längst verfault“

Der jüngste UN-Bericht enthält keine Antwort auf die Frage, wer den Kampfstoff eingesetzt hat. Die Organisation Human Rights Watch (HRW) erklärte unterdessen, mindestens eine 140-mm-Rakete aus sowjetischer Produktion sei bei der Sarin-Attacke zum Einsatz gekommen.

Die Tageszeitung „Nesawissimaja Gaseta“ zitierte am Mittwoch in diesem Zusammenhang den russischen Waffenexperten Michail Barabanow mit den Worten, die entdeckte M-14-Rakete sei für den „uralten“ Mehrfachraketenwerfer BM-14-17 aus dem Jahr 1952 geeignet. Die Sowjetunion habe zwar solche Raketenwerfer und Raketen an Syrien geliefert – aber nicht mit Kampfstoffen bestückt. Offenbar sei die jetzt entdeckte Rakete „handwerklich“ mit dem Nervengas ausgerüstet worden.

„Die Syrer haben kaum BM-14-17-Systeme, die bisher einsatzbereit wären. Auch die M-14-Raketen sind offensichtlich längst verfault. Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit haben die Rebellen diese Raketen in einem ausgeplünderten Waffendepot entdeckt und offenbar selbständig mit Kampfstoffen bestückt“, so Barabanow.

Die syrische Armee verfüge über modernere 122-mm-Mehrfachraketenwerfer des Typs BM-21 Grad und über chemische Munition dafür. „Hätte die syrische Armee Chemiewaffen eingesetzt, wären wahrscheinlich keine antiquarischen Raritäten, sondern Grad-Systeme zum Einsatz gekommen“, vermutete Barabanow.

„Sorgfältig analysieren“

Der russische Militärexperte Dmitri Litowkin ist der gleichen Meinung: Es stehe nicht fest, dass die Rakete von den Regierungstruppen abgefeuert wurde. Litowkin sagte im Gespräch mit der Tageszeitung „Iswestija“: „Um zu verstehen, wer hinter dem Angriff steckt, muss man die Sarin-Reste sogfältig analysieren.“

Dieser Kampfstoff könne unterschiedliche Besonderheiten haben – je nach dem Hersteller. Die Sachverständigen könnten laut Litowkin klären, ob das eingesetzte Nervengas industriell gefertigt wurde. Wenn der Kampfstoff aus einem Untergrund-Labor stamme, sei er definitiv von Rebellen eingesetzt worden.

Der Militärexperte Wadim Kosjulin sagte dem Blatt, eine 140-mm-Rakete lasse sich ja sogar aus einem abgesägten Kanalisationsrohr abfeuern. Und die Rebellen hätten einst Gebiete kontrolliert, wo syrische C-Waffen-Depots lägen. Es sei deshalb ziemlich wahrscheinlich, dass der Kampfstoff aus einem Militärdepot gestohlen worden sei, so Litowkin weiter.

Putin als „geduldiger Lektor“

Die Tageszeitung „Kommersant“ stellt Erfolge der russischen Außenpolitik in Sachen Syrien fest: „Der jüngste G20-Gipfel war der Ausgangspunkt des rasantesten diplomatischen Vorstoßes Moskaus in amerikanischer Richtung seit Jahrzehnten. Russland hat den US-Präsidenten in eine ungewohnte Lage gebracht: Er muss sich verteidigen. Als Russland vorschlug, die syrischen Chemiewaffen unter internationale Kontrolle zu stellen, war Barack Obama gezwungen, die Abstimmung im Kongress über einen Militäreinsatz zu vertagen.“

Dann habe Wladimir Putin in seinem Gastbeitrag für die „New York Times“ als „geduldiger Lektor“ erklärt, wie verderblich „die amerikanische Ausschließlichkeit“ sei. „Die meisten Leserkommentare, die positiv klingen, bestätigen: Es ist dem russischen Präsidenten gelungen, die innenamerikanische Diskussion über die wunden Stellen der weltweit einzigen Supermacht zu schüren“, schreibt die russische Zeitung."
FH

Mehr zum Thema:
Wie die Mainstream-Medien die Welt mit manipulierten Informationen in den Krieg treiben.....

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen