Mittwoch, 16. Oktober 2013

Aus der Reihe die Verheißungen des Kapitalismus - Heute: Kapitalgedeckte Bimbespartei bis auf die Knochen geschmiert

Mowitz
Unsere staatstragenden Konzernmedien bemühen sich redlich, der deutschen Bevölkerung ein Bild von "harten" Sondierungsgesprächen der Parteien zu vermitteln, "das nehmen Sie sofort zurück, Herr Dobrindt," die so tun als wollten sie ihrem demokratischen Auftrag gerecht werden. Dabei handelt es sich in Wirklichkeit um Selbstgespräche einer eng miteinander verwobenen politischen Einheitskaste, zwischen deren Zielsetzungen kein Klopapierblatt mehr passt. Nach der gestrigen Begrüßung, "Gut Pfad, Allzeit bereit," platzte die Bimbesbombe, die "Christliche" Union erhalte von der durch Steuern arg gebeutelten BMW-Familie Quandt, ein Scherflein von insgesamt 690.000 Euro. Gelobt sei Jesus Christus. Amen. Aber das Lob gebührt der mildtätigen Johanna Quandt nebst Kindern Stefan Quandt und Susanne Klatten, welche die Spendenbürde mit je 230.000 Euro unter sich aufteilten, damit sie noch tragbar war.

Welche Partei an den Strippen kapitalkräftiger Zieher strampelt ist völlig wurscht. Sie tun es ja gerne um "regierungsfähig" zu sein, oder es zu werden. Ob die jetzt endlich in die Wüste geschickte Klientelpartei F.D.P. oder selbsternannte "Volks"parteien, von denen die S?PD noch knapp über dem vorletzten Wahlergebnis der ehemaligen Pünktchenpartei liegt. Nun schickt sie sich an die Dauerrolle als Mehrheitsbeschafferin und Wurmfortsatz der Union zu übernehmen, die bisher die F.D.P. in der Nachkriegs-Bundesrepublik innehatte. Am Ende strampeln alle im Gleichschritt Marsch. Kleine Abweichungen sind durchaus erwünscht und zugelassen, um dem Schauspiel der politischen "Willensbildung," nach Konzernvorgaben, einen Hauch von Glaubwürdigkeit zu verleihen.

Die Folgen, wie Zementierung der Niedriglohnpolitik mit Aufstockerleistungen zum täglichen Überleben aus dem Steuertopf, Rente ab demnächst mit 75 und garantierter Altersarmut inklusive, sind üppige Gegenleistungen der Parteien an die Kaste Quandt & Co. Was für die Peanuts-Einsätze sind, sind Geschäfte der beonderen Art, die selbst 50 prozentige Renditen in anderen Geschäftsbereichen bleich aussehen lassen und Privatisierungen in einem neuen Licht erstrahlen lassen.

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de
Mit der fast totalen Kontrolle des Kapitals über das Massenbewusstsein, kommt Widerspruch gar nicht erst auf. Mit Konsumrausch, Sex, Körperkultur, sowie Klatsch und Tratsch aus der Welt der Stars und Sternchen als dominierendes Betätigungsfeld in unserer Spaßgesellschaft, ist kritisches Hinterfragen und Denken gänzlich zum Erliegen gekommen. Merkel, Vorsitzende der Bimbespartei, ließ es sich nicht nehmen, in Europa strengere Abgasnormen für besonders spritfressende Autos, wie BMW, zu verhindern. Und unter den heimischen Kampfparolen, "Energie muss bezahlbar bleiben," und "Industriestandort Deutschland sichern," wird bereits wieder klammheimlich für einen Ausbau der Kernkraft Stimmung gemacht. Für Wendehälsin Merkel wohl kein wirkliches Problem. Trotz der Bedrohung für das Überleben der gesamten Menschheit durch Fukushima, dessen Folgen man nicht in den Griff bekommt und völlig hilflos vor dem Unfassbaren steht.

Trotzdem gibt es genügend Flachpfeifen, die völlig intelligenzbefreit darüber schwadronieren ob sich in Fukushima eine Tsunami-Katastrophe ereignete, oder ob es sich nicht doch um einen eher harmlosen Atomunfall handelte der vom "Naturereignis" Fukushima ausgelöst wurde. Was macht den Unterschied bei den tödlichen Strahlungen am Ende aus? Man sollte den Verharmlosern die Frage stellen, wieviel Kohle sie eigentlich für diese Pro-Atomkraft-Floskeln von der Atomindustrie einsacken und sie stattdessen als freiwillige Hilfskräfte zum Kühlen der Reaktorruinen mit fließendem Wasser im strahlenden Fukushima einsetzen.

FH

Zum Thema:

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