Sonntag, 6. Oktober 2013

Wenn kranke Hirne das Imperium regieren

Mowitz 
Am 24. Juni 2013 schrieb ich auf diesem Blog: "Nächster Anhalt: Mit Drohnen auf Snowdenjagd?" und dachte damals einen Augenblick lang, nun hätte ich aber maßlos übertrieben. Hab ich aber nicht. Nun kommen Presseberichte, die genau das Drohnen-Szenario heraufbeschwören und den darüber laut nachdenkenden, ehemaligen Oberlauscher der CIA und NSA, Michael Hayden, mit den Worten zitieren: "Ich muß zugeben, daß ich in meinen dunkleren Augenblicken in den vergangenen Monaten auch daran dachte, Herrn Snowden zu nominieren, allerdings für eine ganz andere Liste." Gemeint war die Henkersliste die dem amtierenden, obersten Gröfaz der Vereinigten Staaten von Nordamerika, Barack Obama, jede Woche vorgelegt wird, um Menschen zur Ermordung freizugeben, die von keinem ordentlichen Gericht verurteilt sind.

Hayden nahm an einer Podiumsdiskussion der Washington Post über Cyber-Sicherheit teil, und sein Hinweis auf seine dunklen Augenblicke, waren wohl als Anspielung auf die Pläne des EU-Parlamentes zu verstehen, Edgar Snowden für seine Aufdeckung der terroristischen Überwachung der Weltbevölkerung durch die USA und Großbritannien, mit dem Menschenrechtspreis zu ehren. Ob das EU-Parlament soviel Arsch in der Hose hat es nicht nur bei der Absicht zu belassen, sondern auch in die Tat umzusetzen, bleibt abzuwarten und ist wohl eher unwahrscheinlich.

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de
Der deutsche Michel nimmt ja auch keinerlei Anstoß daran, dass IM Erika das Thema totschweigt, sondern ihr wurden von den 71,5 Prozent die zu den Wahlurnen gingen, mit 41,5 Prozent fast die absolute Mehrheit im Bundestag geschenkt.
"Der frühere Geheimdienstchef Hayden sorgte mit seinen Mordphantasien Berichten zufolge für »Raunen und Gelächter« im Publikum. Der republikanische Abgeordnete Mike Rogers sprang auf die Anspielung auf die »Kill Lists« an und sagte: »Damit kann ich Ihnen helfen.« Bei früheren Gelegenheiten hatte Hayden den zum Staatsfeind Nummer eins deklarierten Whistleblower als »arroganten, jungen Mann« diffamiert und erklärt: »Snowden wird so enden, wie der Rest derjenigen, die zur Sowjetunion überliefen: isoliert, gelangweilt, einsam und depressiv – und die meisten wurden Alkoholiker.« Glenn Greenwald, der für den britischen Guardian über die NSA-Enthüllungen Snowdens berichtet, bezeichnete nach Publikwerden der Mordwitze Hayden als Psychopathen".
Hans-Peter Friedrich, „Anti-Amerikanismus geht mir gewaltig auf den Senkel", musste sich vor einigen Wochen zum Rapport in Washington einfinden und befand, das Imperium sei immerhin ein Rechtsstaat.

„Unter Freunden" alles halb so schlimm, Merkel setzt auf das Prinzip des Aussitzens, wird belohnt und keiner quatscht länger über die Schnorchelelite aus dem Land des Großen Bruders.

Und ich bin König von Polynesien.

FH

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