Freitag, 22. November 2013

Gauck und Merkel: Albernes Abblitz-Duo

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de
Gauck und Merkel, Traumpaar hoher deutscher Staatskunst, gefallen sich neuerdings in ihrer Rolle als Abblitz-Duo US-amerikanischer Stasi-Interessen. Während der deutsche Riesenpolitiker Gauck an der NSA-Totalüberwachung anfangs nichts Schlimmes erkennen konnte,
"Wir wissen zum Beispiel, dass es nicht so ist wie bei der Stasi und dem KGB. Dass es dicke Aktenbände gibt, wo unsere Gesprächsinhalte alle aufgeschrieben und schön abgeheftet sind." Freitag
haute die von der Presse als mächtigste Frau der Welt hochgelogene Bundeskanzlerin von Springers Gnaden, in die selbe Kerbe, und verteidigte die Massen-Abhörerei von Telefonaten deutsher Bürger durch ausländische Stasi-Organisationen, als unerlässlich für die Sicherheit der Bürger.

Bei soviel demokratischem Unverständnis zweier Schützlinge der Springer Presse, sollte man die Kehrtwende in der öffentlichen Selbstdarstellung nicht allzu ernst nehmen und glauben, dass professionelle Opportunisten, (Opportunismus = prinzipienloses Anpassen an die jeweilige Lage), sich flugs zu prinzipienfesten Verteidigern von Recht und Grundgesetz gemausert hätten.
"… Gauck, der die NSA-Spitzelei verharmlost, der Hartz-IV-Bezieher beschimpft, die Blockupy-Demonstranten albern nennt, weil ja in der DDR die Banken so »unfrei« waren. Ja, dieser Gauck, der Thilo Sarrazin lobt und noch mehr deutsche Auslandseinsätze fordert, wurde vom Ex-68er Welt-Kolumnist Thomas Schmid gegen Wulff eingefädelt, zuerst über Rotgrün, dann über die FDP." junge Welt
So entsteht durch allerlei sinn- und intelligenzbefreiten Lobhudeleien deutscher Lei(d)medien, aus einem salbungsvollen Provinz-Prediger mal so ganz nebenbei das Bild eines "intellektuellen, brillianten" Redners, der sich den Zielen, wie könnte es anders sein, einer "freien" kapitalgedeckten W(ä)rteordnung verpflichtet fühlt. Ein Mann, der weiß was den wirklich Mächtigen zumutbar ist, und was man von ihm erwartet. Wulffs Fehlgriff, zu sagen, "Auch der Islam gehört zu Deutschland", wird einem gestählten Opportunisten wie ihm, mit Sicherheit nicht passieren. Auch er ist nicht davor gefeit, seinen gutbezahlten Job schnell wieder loszuwerden, falls er nicht richtig spurt.

Edward Snowden kein politisches Asyl in Deutschland zu gewähren und Verantwortung für seinen persönlichen Schutz gegen Berufskiller und Entführer US-amerikanischer Geheimdienste zu übernehmen, ist Bestandteil überzeugten regierungsamtlichen Duckmäusertums. Das wird man sicher mit großem Wohlwollen in Washington und den Redaktionsstuben transatlantischer deutscher Staats- und Konzernmedien zur Kenntnis genommen haben. Daran hat sich, trotz aktueller Abblitz-Aktion nichts geändert. Der US-Senator Chris Murphy, Vorsitzender des Unterausschusses für Europa im Senat, der sich am Montag während seines Berlin-Besuches mit Merkel und Gauck treffen wollte, wird es sicher verschmerzen können, nun mit einem Abteilungsleiter für Außenpolitik vorliebnehmen zu müssen. Besteht doch die Hoffnung, den auf Abruf bereitstehenden Außenministerdarsteller Westerwelle zum Plausch in gemütlicher Runde treffen zu dürfen.

Unter Freunden alles nicht so schlimm, wie die Abwiegelungsstrategie der Bundesregierung lautet. Man setzt erfolgreich auf das Prinzip Aussitzen, das auch bei den Koalitionsverhandlungen schon seinen Zugang gefunden hat. Das Thema Überwachung spielt bei den Koalitionsverhandlungen keine Rolle. Höchstens werden die Massen-Überwachungen von NSA und GCHQ in Deutschland der vertrauensvollen Fürsorge deutscher Schnorchelorganisationen anbefohlen.

Wie aus wohlunterrichteten deutschen Geheimdienstkreisen hinter vorgehaltener Hand zu vernehmen ist, will man sich nicht länger die Arbeitsplätze wegnehmen lassen. "Schnorcheln können wir so gut wie die Angelsachsen. Schließlich füttern wir sie schon seit Jahren mit fehlendem Wissen über die Deutschen."

FH

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