Montag, 9. Dezember 2013

Gaucks Kalter Krieg gegen Russland

Mütterchen Russland auf einem Plakat
aus der Zeit des Ersten Weltkrieges.
Wiki: public domain
Jedes Volk hat die Riesenpolitiker die es verdient. Deutschland hat Gauck.

Missstände in der DDR lautstark anzuprangern, war nie sein Ding. Er zog die Nähe zur Macht vor. An Veranstaltungen der Opposition nahm er erst teil, als klar wurde in welche Richtung der Wind blies und Honecker im Herbst 1989 als SED-Chef zurücktrat. Erst da wurde das bevorstehende Ende der DDR auch für den Einfältigsten sichtbar.

Wozu dem ehemaligen Pfaffen aus Rostock in der DDR der Mumm fehlte, scheint er aus seiner geschützten Ecke in Schloss Bellevue nachholen zu wollen. Nicht, dass er die Gewalt in den USA anprangert wo in den ersten acht Monaten der Occupy-Bewegung mehr als 7000 Menschen verhaftet wurden, und die Polizei ihre Zeltlager mit Gewalt zerstörte. Das dabei viele Occupy-Protestler misshandelt wurden und zu Schaden kamen, empörte den höchsten aller Angepassten in deutschen Landen nicht.

Oder dass Gauck die gewalttätigen Polizeiattacken auf friedliche Blockupy-Demonstranten im Sommer diesen Jahres in Frankfurt/Main verurteilt hätte. Fehlanzeige! Das ziemt sich nicht für Menschen, die ihr Leben lang überzeugte Mitläufer waren und immer noch sind. Im Freiheits-Paradies für Bankster und Wirtschaftskriminelle angekommen, schon hält Gauck Proteste gegen Banken für "unsäglich albern". Ein Saubermann mit Dreck am Stecken, wie die Gießener-Zeitung voriges Jahr trefflich formulierte, und auf ein Gespräch verwies, das Gauck am 28.7.88 mit dem MfS-Mitarbeiter Terpe geführt hatte.
Darin findet man dann solche Äußerungen von Gauck wie: „daß es dringend notwendig ist, die Attraktivität des Sozialismus entscheidend zu steigern“ und „die Bürger ein echtes Heimatgefühl entwickeln“ sowie „daß letzten Endes auch er versagt und nicht alles dafür getan habe, daß seine Kinder in der DDR blieben“.
Am Ende des Gespräches soll er noch selber nachgefragt haben, ob er, wenn er denn irgendwann mal ein Problem bekäme, sich an das MfS wenden könne? Donnerlittchen auch.

Nun straft der Saubermann für Menschenrechte, aber hallo, Russland dafür ab, dass Mütterchen Russland sich, nach Meinung des ehNaMag, der Menschenrechtsverletzungen und der Drangsalierung der Opposition im eigenen Land schuldig gemacht haben soll. Da hilft neben eines trotzigen Aufstampfens mit dem Fuße, nur noch der Beschluss, nicht zu den Winterspielen nach Sotschi zu reisen. Die gaucksche Art, Putin das Fürchten zu lehren?

Die Russen werden es mit Sicherheit überleben; haben sie doch schon ganz anderen in- und ausländischen Größenwahn überwunden. Ob die überhaupt wissen wer Gauck ist? Auf jeden Fall sagte Putin im vergangenen Jahr ein geplantes Treffen mit Gauck ab. Begründung: Terminschwierigkeiten.
"Als Pfarrer und Theologe gehörte er zu den privilegierten Kadern. [der DDR]. Sein Vater war während der Zeit des Faschismus Marineoffizier und später DDR-Schiffskapitän. 1951 wurde er von einem sowjetischen Gericht aufgrund gefundener Unterlagen und zahlreicher Zeugenaussagen verurteilt, weil er während der Zeit des Faschismus an der Erschießung politischer Gefangener teilgenommen hatte. Erst 1955 wurde er auf Grund der bekannten Fürbitte Adenauers in Moskau zusammen mit mehreren Tausend weiteren verurteilten deutschen Strafgefangenen des 2. Weltkrieges und der Nachkriegszeit begnadigt und vorzeitig freigelassen.

Ab 1982 war er Leiter der Kirchentagsarbeit in Mecklenburg und später Mitglied des Präsidiums des deutschen evangelischen Kirchentages. In dieser Funktion saß Herr Gauck bei Kongressen neben hohen Staats- und Parteifunktionären der DDR und anderer sozialistischer Staaten, ja er verhandelte sogar oft mit ihnen. Herr Joachim Gauck trat dabei stets angepasst und untertänig auf. Deshalb erschien sein Verhalten ab Oktober/November 1989 wie die Haltung eines Wendehalses. Auf jeden Fall bedurfte es dazu keines politischen Mutes mehr. Wie oft er zu DDR-Zeiten heimlich die Faust in der Hosentasche geballt hat, kann er ebenso wenig beweisen, wie die Opfer der Gauckbehörde, die dieses für sich nun in Anspruch nahmen und nehmen. Beweisbar ist: Joachim Gauck hatte im Gegensatz zu den meisten, die er später mit den Stasi-Akten (ob echt oder gefälscht und manipuliert) belasten ließ, auch schon vor 1989 das Privileg, das nur sehr wenigen auserwählten DDR-Kadern zustand, jederzeit nach Westdeutschland und in andere westliche Länder reisen zu dürfen, ausgestattet mit Staatsgeldern der von ihm angeblich schon damals so gehassten DDR." Zitat aus: A propos Stasi-Vorwürfe gegenüber Brandenburger Politikern: die seltsame Biografie des Herrn Joachim Gauck
Inzwischen arbeiten die Kalten Krieger Deutschlands mit neuem Elan am Putsch gegen den 2010 für fünf Jahre demokratisch gewählten ukrainischen Präsidenten Wiktor Janukowytsch, den sie gerne gegen das wegen Korruption rechtskräftig verurteilte und einsitzende "Gas-Gretchen", Julija Timoschenko, austauschen würden. Die wurde nämlich, zusammen mit ihrem Ehemann, in den 90er Jahren Milliardärin durch illegalen Gashandel und Gasdiebstahl sowie massiven Steuerbetrug und Steuerhinterziehung. 2011 wurde Timoschenko zunächst wegen Amtmissbrauch zu 7 Jahren Haft verurteilt. Weitere Gerichtsverhandlungen stehen noch an.

Mit dieser Verknüpfung wirtschaftlichen Sachverstandes und kapitalistischer Moralvorstellung, qualifizierte sich Julija Timoschenko direkt für einen vorderen Platz in den Herzen europäischer und deutscher Kapitalvermehrer. Die Ukraine ist reich an Bodenschätzen. Eisenerz, Steinkohle, Mangan, Nickel, Chrom, Titan, Uran, Graphit, Salze, Quecksilber, Schwefel etc. um nur einige zu nennen, die darauf warten von westlichen Wirtschaftsimperialisten ausgebeutet zu werden.

Gleichzeitig würde auch die Einkreisung Russlands durch die NATO beschleunigt. Auch das ein Schritt den Chinesen näher auf die Pelle zu rücken um ihnen unverhohlen klarzumachen, dass jede Verminderung von Chinas angehäuften 3,5 Billionen US-Dollars als unfreundlicher Akt gegen die USA gewertet wird, der einen Krieg auslösen würde. China wickelt seine Ölkäufe zunehmend in den jeweiligen Landeswährungen ab, was nicht nur die bisherige Vormachtstellung des US-Petrodollars infrage stellt, sondern auch die gesamte US-Wirtschaft bedroht.

Ob der Preisboxer Vitali Klitschko, der den Ukrainern viel vom wirtschaftlichen Erfolg Europas und des gesamten Westens erzählt, auch nicht vergisst seinen Landsleuten vom wirtschaftlichen Niedergang Europas und den USA zu berichten? Bis zu 150 Millionen Menschen in Europa sind von Armut bedroht. Also solche Menschen, die einen "richtigen" Beruf ausübten und nicht in der Spaßindustrie "Boxen" ihrem Handwerk nachgingen. Vier von fünf US-Amerikanern fallen vor Erreichen ihres 60. Lebensjahres zeitweise in Arbeitslosigkeit, sinken an die Armutsgrenze, benötigen staatliche Hilfe. Das erwartet auch die Ukrainer falls sie den Verheißungen ihrer Volksverführer auf den Leim gehen.

FH

Zum Thema:

Gegenmeinung: Der Fall der Julija Timoschenko.....

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