Montag, 20. Januar 2014

Das U.S. Special Operations Command agiert weltweit

Der investigative US-Journalist Nick Turse hat die weltweiten Einsätze der Special Operations Forces, der Geheimarmee der US-Streitkräfte, untersucht.

Von Nick Turse
TomDispatch.com, 07.01.14

Man sagt, Nachahmung sei die ehrlichste Form der Anerkennung. So gesehen, sind die Aktivitäten des U.S. Special Operations Command / U.S. SOCOM ein großes Lob für die gesamten US-Streitkräfte. Das Pentagon hat in den letzten Jahrzehnten mit seinen Streitkräften tatsächlich etwas geschafft, was sich früher niemand vorstellen konnte. Es hat den ganzen Erdball – und zwar jeden einzelnen Quadratzoll – wie einen riesigen Kuchen in sechs große Stücke aufgeteilt (für die sechs Regionalkommandos zuständig sind)

Grafik Wikimedia, Public domain

Das U.S. European Command / EUCOM (in Stuttgart) ist zuständig für Europa,
das U.S. Pacific Command / PACOM ist zuständig für Asien,
das U.S. Central Command/ CENTCOM ist zuständig für den Mittleren Osten und Teile Nordafrikas,
das erst in diesem Jahrhundert eingerichtete U.S. Northern Command / NORTHCOM ist zuständig für die USA, Kanada und Mexiko und
das 2007 als letztes eingerichtete U.S. Africa Command / AFRICOM (ebenfalls in Stuttgart) ist zuständig für den größten Teil Afrikas.
(Weitere Infos zu den US-Regionalkommandos sind hier nachzulesen)

Das schleichend umgesetzte ehrgeizige Unternehmen, jeden Quadratzoll unseres Planeten von den wachsamen Augen geschulter US-Militärkommandeure beobachten zu lassen, sollte eigentlich allen Überwachten den Atem stocken lassen. Etwas Derartiges gab es bisher nur in Sciencefiction-Filmen über böse (außerirdische) Mächte, die vorhatten den Planeten Erde bis in alle Ewigkeit unter ihre Gewalt zu bringen. Dabei sollte auch nicht übersehen werden, dass die Pentagon-Strategen nicht nur die Erde, sondern mit dem U.S. Strategic Command / STRATCOM und das U.S. Cyber Command integriert haben, auch den Himmel und den virtuellen Raum des Internets beherrschen wollen.

In jüngster Zeit wird – unbemerkt von der Öffentlichkeit – dieser Prozess gerade (für das Special Operations Command) wiederholt. Seit den Anschlägen am 11.09.2001 wurde innerhalb der US-Streitkräfte in aller Stille eine Geheimarmee aufgebaut. Sie verbirgt sich hinter dem Namen Special Operations Command / SOCOM. In den letzten Jahren haben Nick Turse und Andrew Bacevich in TomDispatch immer wieder auf ihr erschreckendes Anwachsen hingewiesen [s. hier und hier].

In seinem jüngsten Beitrag zeigt Turse auf, wie die Träume dieses Kommandos von einem weltumspannenden Einsatzbereich gereift sind und wie es in die Fußstapfen der US-Streitkräfte getreten ist, die ihm Unterschlupf gewähren. Die harten Burschen des SOCOM scheinen den großen Kuchen Erde in eigene Stücke aufteilen und eine eigene weltweite Kommandostruktur errichten zu wollen; erst kürzlich haben sie eine dem NORTHCOM ähnelnde eigene Kommandozentrale für die USA, Kanada, und Mexiko eingerichtet. Die Regionalkommandos der gesamten US-Streitkräfte hätten auch ein einmaliges Vorhaben bleiben können. Nachdem nun aber auch das SOCOM ein zweites weltweites Kommandonetz aufbaut, beginnt sich ein Muster abzuzeichnen: Washington scheint tatsächlich den Drang zu verspüren, den ganzen Erdball unter seine Kontrolle zu bringen; wie sich im 21. Jahrhundert bereits mehrfach gezeigt hat, wird das aber nicht gelingen. Dieser Drang wird – wie Turse nachweist – nur zu neuen gefährlichen "Schattenkriegen" führen, die wir noch aus dem Kalten Krieg kennen und denen wir unbedingt mehr Aufmerksamkeit widmen müssen. (Meint dazu) Tom

Die Aufdeckung verdeckter US-Operationen - Was die Geheimarmee der US-Streitkräfte im Verborgenen treibt
Von Nick Turse


"Mann, lassen Sie uns doch mit diesen dummen Spielchen aufhören. Ich weiß doch, was Sie herauskriegen wollen." Damit unterbrach Major Matthew Robert Bockholt unser Telefongespräch.

Mehr als einen Monat vorher hatte ich dem Special Operations Command / SOCOM telefonisch eine ganze Reihe grundlegender Fragen gestellt: In wie vielen Staaten wurden im Jahr 2013 Special Forces / SOF (Spezialkräfte) der USA eingesetzt? Wird ihre Gesamtstärke 2014 auf über 72.000 Mann ansteigen? Will das SOCOM jährlich immer noch um 3 bis 5 Prozent wachsen? Wie viele Trainingseinsätze hat das Kommando 2013 durchgeführt? Ich wollte also nur ein paar allgemeine Informationen haben.

Ich musste länger als einen Monat auf eine Antwort warten. Zwischendurch rief ich wiederholt an und hinterließ Nachrichten (auf dem Anrufbeantworter). Ich schickte auch mehrere E-Mails und wartete weiter auf eine Antwort. Ich konnte mich des Eindrucks nicht erwehren, dass mir das SOCOM nicht mitteilen wollte, was seine Green Berets, seine Rangers, seine Navy SEALs und die Kommandotrupps seiner Delta Force in den heißesten der heißen Krisenherde und in den entlegensten Weltgegenden eigentlich treiben.

Dann, im letzten Moment – kurz vor dem Abgabetermin für meinen Artikel – erhielt ich vom SOCOM doch noch eine so verwirrende und widersprüchliche Antwort, dass ich froh war, mich nicht auf das SOCOM verlassen, sondern eigene Recherchen angestellt zu haben.

Ich hatte mit einer leeren Weltkarte begonnen, in der bald so viele Markierungsnadeln steckten, dass sie einem Nadelkissen glich. In kurzer Zeit war jeder Kontinent – außer der Antarktis – mit Nadeln gespickt, die vom SOCOM allein und gemeinsam mit ausländischen Streitkräften durchgeführte Aufträge und Unternehmungen in den Jahren 2012 und 2013 anzeigten. Schnell wurde das wirkliche Ausmaß der weltweiten Einsätze der Geheimarmee in den US-Streitkräften sichtbar. Sie waren, gelinde gesagt, weit verbreitet.

Die Markierungen auf der Karte zu den weltweiten Einsätzen des SOCOM 2012/13 zeigen an:
Orangefarbene Markierungen:
Auslandseinsätze der US-Spezialkräfte im Jahr 2013
Türkisfarbene Markierungen:
Einsätze im Jahr 2013, bei denen US-Spezialkräfte fremde Truppen in
den USA oder in einem dritten Staat trainiert, beraten oder geführt haben
Violette Markierungen:
Auslandseinsätze der US-Spezialkräfte im Jahr 2012
Gelbe Markierungen:
Einsätze im Jahr 2012, bei denen US-Spezialkräfte fremde Truppen in den
USA oder in einem dritten Staat trainiert, beraten oder geführt haben

Eine Überprüfung offen zugänglicher Quellen hat ergeben, dass die U.S. Special Operations Forces / SOF in den Jahren 2012 und 2013 in über 100 ausländischen Staaten fremde Truppen trainiert, beraten oder bei Operationen geführt haben. Vermutlich waren es sogar noch mehr Staaten, denn 2011 hat der damalige SOCOM-Sprecher Col. (Oberst) Tim Nye auf eine Anfrage von TomDispatch mitgeteilt, die SOF würden jedes Jahr in etwa 120 über die ganze Welt verstreute Länder entsandt. [s. hier] Das sind etwa 60 Prozent aller Staaten auf unserem Planeten. "Wir wurden in mehreren Ländern eingesetzt," war die einzige Auskunft, die ich (dem eingangs zitierten Major) Bockholt gegen Ende des Jahres 2013 entlocken konnte. Auch die Zahl, die mir das SOCOM nach langem Warten dann doch noch nannte, machte wenig Sinn.

Trotz der geringen Kooperationsbereitschaft des SOCOM hat die von TomDispatch vorgenommene Analyse gezeigt, wie groß das Einsatzgebiet des SOCOM bereits ist. Wie der SOCOM-Chef Admiral William McRaven in seinem Zukunftsplan "SOCOM 2020" bereits angekündigt hat, verfolgt er das ehrgeizige Ziel, "ein globales SOF-Netzwerk mit Spezialkräften gleichgesinnter Verbündeter und Partner zu schaffen". Mit anderen Worten heißt das, in nur sechs Jahren will er mit seinen SOF überall präsent sein.

Der Aufstieg der Geheimarmee der US-Streitkräfte

Die Geburtsstunde dieser Geheimarmee war der 1980 unternommene, aber gescheiterte Versuch, im Iran festgehaltene US-Geiseln zu befreien, bei dem acht Soldaten der (regulären) US-Streitkräfte starben. Offiziell wurde das SOCOM erst 1987 gegründet. Mit Einheiten aller US-Teilstreitkräfte, die ihm unterstellt sind, führt das SOCOM alle von Washington erteilten Geheimaufträge durch; dabei kann es sich um Morde, als Gegenterror ausgegebene terroristische Anschläge, spezielle Erkundungsaufträge, unkonventionelle und psychologische Kriegsführung, die Ausbildung ausländischer Truppen und Einsätze handeln, mit denen die Weiterverbreitung von Massenvernichtungswaffen verhindert werden soll.

Nach den Anschlägen am 11.09. 2001 ist das SOCOM stark gewachsen. 2001 hatten ihm nur 33.000 Soldaten unterstanden, 2014 soll ihre Anzahl auf 72.000 anwachsen [s. hier]. Etwa 50 Prozent der Soldaten gehören zu den "Badged Operators" (Einsatzkräften); damit sind die Seals, die Rangers, die Green Berets und die SOF-Piloten gemeint. Die übrigen gehören zum Unterstützungspersonal. Auch der Haushalt des SOCOM ist sprunghaft angestiegen – von 2,3 Milliarden Dollar im Jahr 2001 auf 6,9 Milliarden Dollar im Jahr 2013. Mit der ergänzenden Finanzierung wird sie sogar 10,4 Milliarden Dollar betragen und sich damit mehr als vervierfacht haben.

Deshalb kann es nicht überraschen, dass auch die Anzahl der an Auslandseinsätzen beteiligten US-Soldaten von 4.900 im Jahr 2001 auf 11.500 im Jahr 2013 angestiegen ist. Derzeit halten sich also ständig 11.000 SOF-Leute in 70 bis 80 ausländischen Staaten auf; wie die New York Times unter Berufung auf eine SOCOM-Statistik berichtet hat, waren die SOF in einer Woche im März 2013 sogar in 92 fremden Ländern präsent.

Das globale SOF-Netzwerk

Im letzten Jahr hat (SOCOM-Chef) Admiral McRaven, der vorher Chef des Joint Special Operations Command / JSOC war – eines geheimen Unterkommandos des SOCOM, das sich auf die Verfolgung und Tötung von Personen spezialisiert hat, die für Terroristen gehalten werden – seine Vision von weltweiten SOF-Einsätzen auch dem Verteidigungsausschuss des Repräsentantenhauses vorgetragen. Damals sagte er:
"Das U.S. SOCOM will sein globales SOF-Netzwerk ausbauen, damit wir uns gemeinsam mit Spezialkräften unserer internationalen Partner besser auf heraufziehende Bedrohungen und deren Abwendung einstellen können. Dieses Netzwerk soll uns eine permanente Präsenz in Krisenregionen und, falls nötig und möglich, auch ein schnelles Eingreifen ermöglichen."
Das heißt im Klartext, das SOCOM will ein komplexes Netz von Verbindungen zwischen der Regierung und den Streitkräften der USA und ausländischen Regierungen und deren Streitkräften weben, um sicherzustellen, dass es im Zentrum jedes denkbaren globalen Krisenherds und Machtzentrums präsent ist. Das SOCOM betrachtet unseren Planeten also als ein riesiges Schlachtfeld, für das spezielle Unterkommandos zuständig sind:
das SOCEUR für Europa (in den Patch Barracks in Stuttgart-Vaihingen,)
das SOCAFRICA für Afrika (in den in den Kelley Barracks in Stuttgart-Möhringen,)
das SOCCENT für den Mittleren Osten,
das SOCKOR ausschließlich für Korea,
das SOCPAC für den übrigen asiatisch-pazifischen Raum,
das SOCSOUTH für Mittel- und Südamerika und die Karibik
und
das JSOC für weltweite Spezialeinsätze.
Seit 2002 ist das SOCOM auch bevollmächtigt, eigene Joint Task Forces (gemeinsame Sondereinsatzgruppen) zu bilden und hat damit ein Vorrecht, das normalerweise nur größeren Regionalkommandos wie dem CENTCOM zusteht. Eine solche Sondereinsatzgruppe ist zum Beispiel die Joint Special Operations Task Force Philippinen, die aus 500 bis 600 US-Soldaten besteht und die verbündeten philippinische Streitkräfte im Kampf gegen aufständische Gruppen wie Abu Sajaf unterstützt.

Eine ähnliche Einheit ist die Sondereinsatzgruppe des NATO Special Operations Component Command Afghanistan, die nach Auskunft des SOCOM der International Security Assistance Force / ISAF, der Afghan National Security Force / ANSF und der Governmet of the Islamic Republic of Afghanistan / GIRoA hilft, dem afghanischen Volk "sichere und stabile Verhältnisse zu verschaffen und die Aufständischen daran zu hindern, die Autorität der afghanischen Regierung und die Souveränität Afghanistans zu gefährden". Der afghanische Präsident Hamid Karzai schätzt diese Einheit aber ganz anders ein; im vergangenen Jahr beschuldigte er die in der Provinz Wardak operierenden U.S. Special Forces, "unschuldige Menschen zu belästigen, zu schikanieren, zu foltern und sogar zu ermorden". [s. hier]

Nach einer Statistik der ISAF haben die Streitkräfte der USA und ihrer Verbündeten von Oktober 2012 bis März 2013 in Afghanistan 1.464 Sondereinsätze durchgeführt; 167 davon entfielen auf selbständige operierende Truppen der USA oder ihrer Verbündeten, 85 waren ISAF-Operationen. Die Soldaten U.S. Special Forces sind auch als Ausbilder eingesetzt. Sie trainieren sowohl leicht bewaffnete lokale Sicherheitskräfte der Village Stability Operations Initiative als auch schwer bewaffnete und gut ausgestattete afghanischer Elitetruppen; ein von US-Soldaten ausgebildeter Offiziere ist letzten Herbst zu den Aufständischen übergelaufen [s. hier].

Zusätzlich zu diesen Sondereinsatzgruppen gibt es auch noch Special Operations Command Forward-Einheiten, die SOC FWDs, die nach Angaben der US-Streitkräfte die "Ausbildungsbemühungen der US-Regionalkommandos in deren Zuständigkeitsbereich unterstützen. Diese nur vorübergehend eingesetzten Teams – zu denen das SOC FWD Pakistan, das SOC FWD Jemen und das SOC FWD Libanon gehören – trainieren und unterstützen einheimische Elitetruppen in ausländischen Krisenherden. Im Libanon haben sie zum Beispiel libanesische Spezialkräfte in der Terrorbekämpfung trainiert und einheimische Trainer der libanesischen Schule für Spezialkräfte geschult, damit diese libanesische Soldaten ausbilden können.

Das Einsatzgebiet des SOCOM und seine globalen Ambitionen reichen aber viel weiter. Die von TomDispatch vorgenommene Analyse der beiden ersten vollen Jahre unter dem Befehl McRavens offenbart eine enorme Zunahme der Auslandseinsätze. In Ländern wie Somalia und Libyen [s. hier] haben SOCOM-Eliteeinheiten geheime Kommandounternehmen [s. hier] durchgeführt. In anderen Staaten wurden gegnerische Kämpfer (mit Drohnen) aus der Luft ins Visier genommen, gejagt und getötet [s. hier und hier]. Überall, wo das SOCOM tätig wurde, hat es via Internet auch einen Propagandakrieg geführt [s. dazu auch hier]. Und bei vielen Einsätzen wurden durch gemeinsames Training und durch gemeinsame Übungen auch Verbindungen zu den einheimischen Streitkräften hergestellt oder ausgebaut.

"Künftig werden wir uns noch stärker auf die Bildung von Partnerschaften konzentrieren," sagte McRaven in einer Rede, die er im November 2013 in der Ronald-Reagan-Bibliothek gehalten hat; nicht nur die NATO-Partner, sondern auch Verbündete im Mittleren Osten, in Asien und in Lateinamerika müssten unbedingt für ein gemeinsames Vorgehen gewonnen werden.

Im März 2013 haben zum Beispiel Navy SEALs ein gemeinsames Training mit indonesischen Froschmännern durchgeführt. Im April und Mai haben Soldaten der U.S. SOF an dem Manöver "Epic Garden" der Streitkräfte Malawis teilgenommen. Länger als drei Wochen wurden 1.000 (einheimische) Soldaten aus Dschibuti, Malawi und den Seychellen im gezielten Schießen, im taktischen Verhalten kleiner Einheiten, im Häuserkampf und in anderen militärischen Disziplinen unterwiesen.

Im Mai haben SOCEUR-Vertreter am größten Jahresmanöver "Spring Storm" der estnischen Streitkräfte teilgenommen [s. hier]. Im gleichen Monat haben Spezialkräfte der USA und Perus gemeinsam die Abwicklung von Geschäften geübt und die Fähigkeit zur Kooperation ausgebaut. Im Juli haben Green Berets der 20th Special Forces Group der U.S. Army in Trinidad und Tobago mehrere Wochen lang eine Spezialeinheit der Marine und eine Abteilung der Spezialkräfte dieses winzigen Staates trainiert. Bei diesem gemeinsamen Training, das im Rahmen des Ausbildungsprogramms des SOCSOUTH stattfand, übten einheimische Soldaten das Schießen mit Pistolen und Gewehren und das Verhalten kleiner Einheiten im Kampf.

Nach Medienberichten haben Soldaten der U.S. SOF auch zusammen mit Elitetruppen aus den 10 Staaten Indonesien, Malaysia, den Philippinen, Singapur, Thailand, Brunei, Vietnam, Laos, Myanmar und Kambodscha, die der Association of Southeast Asian Nations angehören, an einer von den USA und Indonesien finanzierten Übung zur Bekämpfung von Terroristen teilgenommen, die in einem Trainingszentrum bei Sentul auf West-Java stattfand; dazu waren auch Teilnehmer und Beobachter aus Australien, Neuseeland, Japan, Südkorea, China, Indien und Russland eingeladen [weitere Infos s. hier].

Das taktische Training ist jedoch nur ein Teil der Ausbildung (die das SOCOM anbietet). Im März 2013 haben zum Beispiel Experten vom John F. Kennedy Warfare Center and School der U.S. Army eine einwöchige Arbeitstagung mit Spitzenplanern vom Centro de Adiestramiento de las Fuerzas Especiales, der Schule für spezielle Kriegsführung Mexikos, durchgeführt, um ihnen bei der Entwicklung einer eigenen Spezialkräfte-Doktrin zu helfen.

Im Oktober reisten Mitglieder der norwegischen Spezialkräfte zum modernsten Ausbildungszentrum des SOCOM, das bei dessen Hauptquartier auf der MacDill Air Force Base in Florida eingerichtet wurde, um sich für die Befreiung von Geiseln in Krisensituationen schulen zu lassen. "NORSOF und führende Zivilschutzleute nehmen regelmäßig an staatlichen Schulungen zu solchen Szenarien teil," sagte der norwegische Oberstleutnant Petter Hellesen. "Einzigartig an dieser Übung war aber, dass wir so viele führende norwegische Zivilisten und Offiziere mit unseren Partnern in den USA zusammenbringen konnten."

Die MacDill Air Force Base ist tatsächlich schnell zum Zentrum für die Koordination globaler Einsätze von Spezialkräften geworden, wie einem Bericht in der Tampa Tribune zu entnehmen ist [s. auch hier]. Im Herbst letzten Jahres hat das SOCOM in aller Stille sein International Special Operations Forces Coordination Center eingerichtet (s.hier), das führenden Spezialisten für verdeckte Operationen aus der ganzen Welt auch längerfristig Unterkunft bietet. Vertreter von 10 Staaten haben sich bereits eingefunden, und in den kommenden 12 bis 18 Monaten sollen Vertreter weiterer 24 Staaten eintreffen, damit sich McRavens globale Vision erfüllt.

Auch in den kommenden Jahren wird die Abstimmung zwischen den SOF der USA und ihren ausländischen Partnern in Florida vorgenommen werden; die meisten Einsätze werden jedoch – wie bisher schon – auf anderen Kontinenten stattfinden. Die von TomDispatch vorgenommene Analyse offizieller Regierungsdokumente, Pressemitteilungen und Presseberichte hat ergeben, dass die SOF der USA auch in den Jahren 2012 und 2013 bereits mit den Streitkräften von 106 anderen Staaten rund um die Welt zusammengearbeitet haben.

Seit Jahren vertritt das SOCOM die Auffassung, dass die Veröffentlichung der Namen seiner Partnerstaaten ausländische Verbündete verärgern und US-Soldaten gefährden würde. Major Bockholt vom SOCOM hat im Gespräch mit mir die Meinung vertreten, dass schon die Nennung der Anzahl der Partnerstaaten die Zusammenarbeit gefährden würde. "Sie müssen verstehen, dass es Information über unser Militär gibt ..., über die nicht berichtet werden darf," sagte er. "Es gibt bestimmte Dinge, die wir der Öffentlichkeit verschweigen müssen, damit die Sicherheit unserer Leute zu Hause und im Ausland nicht gefährdet wird. Ich weiß nicht, warum Sie unbedingt darüber berichten wollen."

Als ich ihn fragte, wie das bloße Nennen einer Zahl das Leben von SOF-Soldaten gefährden könnte, antwortete er: "Die Partner, mit denen wir in den jeweiligen Ländern zusammenarbeiten, reagieren sehr unterschiedlich." Er weigerte sich, weitere Erklärungen dazu abzugeben. Warum das SOCOM mir dann trotz der angeblichen Gefährdung eine Zahl genant hat, blieb ungeklärt.

Will das SOCOM auch zu Hause Krieg führen?

Seit diesem Jahr bereitet sich das SOCOM auf Einsätze in einem weiteren Staat und zwar in den USA selbst vor. Das 2014 errichtete SOCNORTH "soll helfen, Nordamerika gegen alle Bedrohungen zu verteidigen, und den Glauben der Menschen stärken, dass sie auch in Zeiten größter Not geschützt werden". Unter dem Oberbefehl des U.S. NORTHCOM ist SOCNORTH zuständig für die USA, Kanada, Mexiko und Teile der Karibik.

Der Kongress hat bisher zwar alle Bemühungen des Admirals McRaven durchgekreuzt [s. dazu auch hier], ein SOCOM-Satellitenhauptquartier für die mehr als 300 in Washington D.C. arbeitenden SOF-Spezialisten einzurichten, das jährlich 10 Millionen Dollar verschlingen würde [s. hier]. Das SOCOM hat aber trotzdem Unterstützungsteams und Kontaktpersonen über die ganze Hauptstadt verteilt und sich überall eingenistet. "Das SOCOM hat Leute in jeder Behörde in Washington D.C. – auch in der CIA, im FBI, in der NSA, in der National Geospatial Agency und in Defense Intelligence Agency," sagte McRaven 2013 während einer Podiumsdiskussion im Wilson Center in Washington [s. hier]. Auf die drei Buchstaben anspielend, aus denen die Abkürzungen vieler vom SOCOM infiltrierter Behörden bestehen, fuhr McRaven fort: "Wenn die Abkürzung der Behörde aus drei und in einigen Fällen sogar aus vier Buchstaben besteht, habe ich dort eine Vertrauensperson. Wir haben vereinbart, dass diese Behörden durch jeweils eine Person auch in meinem Hauptquartier in Tampa vertreten sind." In seiner Rede in der Ronald Reagan Library im November teilte McRaven mit, das SOCOM sei derzeit in 38 anderen Behörden präsent [s. hier].

"Wegen der Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Behörden legt das U.S. SOCOM größten Wert auf seine Präsenz in der National Capital Region/NCR (s. hier), damit von verschiedenen Behörden gemeinsam zu fassende Beschlüsse besser koordiniert werden können. Deshalb hat das U.S. SOCOM, seine Präsenz in der NCR Anfang 2012 verstärkt," erklärte McRaven im letzten Jahr vor dem Verteidigungsausschuss des Repräsentantenhauses.

Ein gern verschwiegener Partner des SOCOM ist die U.S. AID, eine Behörde der US-Regierung, die für zivile Hilfe rund um die Welt zuständig ist und sich auch um den Schutz der Menschenrechte, die Verhinderung von bewaffneten Auseinandersetzungen, die Gewährung von humanitärer Hilfe und die Förderung von "Good-Will-Aktionen" im Ausland kümmern soll (weitere Infos dazu hier). Auf einer Konferenz im Juli 2013 erklärte Beth Cole, die Direktorin des Büros für zivil-militärische Zusammenarbeit, wie U.S. AID die SOCOM-Geheimarmee unterstützt.
"Im Jemen nimmt unser dortiger Repräsentant regelmäßig an sicheren Video-Konferenzen mit SOCOM-Vertretern teil. Das gab es in den fünf Jahren davor noch nicht," sagte Frau Cole laut Konferenz-Protokoll. Das sei aber nur der Anfang gewesen "Mein Büro bei der U.S. AID unterstützt SOF-Leute bei der Vorbereitung ihrer Einsätze auf der ganzen Welt. ... Ich bin stolz darauf, dass mein Büro und die U.S. AID mehrerer hundert Soldaten der Army und der Navy vor ihren SOF-Einsätzen in Afghanistan beraten konnten, und wir werden das auch weiterhin tun".
Frau Cole berichtete auch, dass bei der Village Stability Operation (der Operation zur Stabilisierung von Dörfern, s. hier) in Afghanistan, Helfer der U.S. AID manchmal Hand in Hand mit den SOF arbeiten. In bestimmten Gebieten hätten ihre Mitarbeiter sogar eine Doppelfunktion; neben ihrer Tätigkeit als Entwicklungshelfer seien sie auch als Verbindungsleute für die SOF tätig. Sie schlug sogar vor, zu überprüfen, ob die Vermischung ziviler Entwicklungstätigkeit mit den Aktivitäten der SOF nicht ein Modell sei, das auch auf andere Weltregionen übertragen werden könnte.

Frau Cole erwähnte auch, dass ihr Büro "einen führenden Mitarbeiter McRavens" instruiert habe, der die Leute der SOF im Libanon befehlige – was ein Hinweis auf das verdeckt arbeitende SOC FWD Libanon sein könnte. Die U.S. AID habe in diesem Land als Vermittler gedient und dem Mitarbeiter MacRavens die Beziehungen verschafft, die der brauche, "um mit den für unsere Regierung und für die Menschen dieses Landes sehr, sehr schwierigen Problemen besser umgehen zu können".

Die U.S. AID arbeitet auch in den USA selbst als Vermittler. Frau Cole teilte mit, die U.S. AID entsende ihre Experten (für spezielle Gebiete) "auch direkt in das SOCOM-Hauptquartier in Florida, wo sie SOF-Teams instruierten, damit diese die Verhältnisse, die sie bei ihren Einsätzen vorfinden, besser verstünden und Verbindung zu Kontaktpersonen vor Ort aufnehmen könnten". All das lässt eine weitere Tendenz erkennen: Das SOCOM infiltriert zunehmend auch den Zivilbereich.

Aus Bemerkungen, die Admiral McRaven vor dem Verteidigungsausschuss des Repräsentantenhauses gemacht hat, ist zu entnehmen, dass seine in Washington arbeitende Abteilung, das SOCOM NCR, "auch Kontakte zu Universitäten, zu nichtstaatlichen Organisationen, zur Industrie und zu anderen Organisationen des privaten Sektors unterhält, um deren Kenntnisse und Ansichten über komplizierte Probleme bei SOF-Einsätzen berücksichtigen zu können". In einer Rede im Wilson Center war er noch offener: "Wir haben auch Verbindungsleute in der Industrie und an Universitäten. ... Wir schicken unserer besten und klügsten Köpfe in bestimmte Universitäten, damit wir auch deren Forschungsergebnisse einbeziehen können."

Der Propagandakrieg des SOCOM

Das SOCOM gibt sich nicht zufrieden mit seiner globalen Präsenz in der realen Welt, ist auch aktiv in der virtuellen Welt des Cyberspace; es betreibt die Trans Regional Web Initiative (s. hier), ein Netz von 10 Propaganda-Websites im Bereich verschiedener Regionalkommandos, die als zivile Nachrichtenplattformen getarnt sind. [s. hier] Dass diese Propaganda-Websites – u.a. KhabarSouthAsia.com, Magharebia für Nordafrika, Al-Shorfa.com für den Mittleren Osten und Infosurhoy.com für Lateinamerika – vom US-Militär betrieben werden, ist im Kleingedruckten versteckt.

Im Juni 2013 hat der Verteidigungsausschuss des Senats die Trans Regional Web Initiative wegen der "übermäßig hohen Kosten" kritisiert, die in keinem Verhältnis zu "ihrer begrenzten Wirksamkeit stünden und deshalb nicht gerechtfertigt seien" [weitere Infos dazu hier]. Im November kündigte das SOCOM an, es werde sich um Partner aus der Industrie bemühen, die bereit seien, auf die Bedürfnisse ausländische Nutzer zugeschnittene Websites der Initiative zu finanzieren.

Das SOCOM will nicht nur die Internet-Nutzer im Ausland beeinflussen, es versucht auch Einfluss auf in den USA selbst über das Internet verbreitete Informationen zunehmen – zumindest auf von mir veröffentlichte. Der (eingangs erwähnte) Major Bockholt machte mir klar, was er von einem Artikel über die Aktivitäten des SOCOM hielt, den ich 2011 ins Netz gestellt hatte [s. hier]. "Vieles von dem veröffentlichten Zeugs entsprach nicht den Tatsachen," hielt mir Bockholt vor. Als ich nachfragte, was nicht gestimmt habe, antwortete er: "Vieles, was Sie über das JSOC geschrieben haben, ... ich erinnere mich, da auch etwas über wahlloses Töten oder ähnliches Zeugs gelesen zu haben."

Ich wusste sofort was er meinte; in meinem Artikel war die (im Irak und in Afghanistan durchgeführte) Kill/Capture Campaign (die Töten oder fangen-Kampagne, s. hier) der SOF als eine "fast industriell betriebene Tötungsmaschinerie zur Bekämpfung des Terrorismus" bezeichnet worden. Bockholt gab zu, dass er tatsächlich dieses Zitat gemeint hatte. Ich habe das allerdings nicht selbst gesagt, sondern nur John Nagl, einen pensionierten Oberstleutnant der Army zitiert, der dem inzwischen ebenfalls pensionierten General und ehemaligen CIA-Direktor David Petraeus als Berater für Terrorbekämpfung gedient hatte. [s. hier]

Weitere Unstimmigkeiten konnte Bockholt nicht nennen. Ich fragte nach, ob er auch meine Darstellung der Informationen kritisiere, die ich bei einem Interview mit dem damaligen SOCOM-Sprecher Oberst Tim Nye erhalten hatte. Das tat er nicht. Stattdessen erklärte er, das SOCOM missbillige meine gesamte Arbeit. "Uns gefällt auch nicht, was Sie sonst tun, Sie haben doch auch dieses Zeugs über Vietnam geschrieben. [Damit meinte er wohl meinen Bestseller "Kill Anything That Moves: The Real American War in Vietnam" (Tötet alles. was sich bewegt – Wie der US-Krieg in Vietnam wirklich war), zu beziehen über http://www.amazon.com/dp/1250045061/ref=nosim/?tag=tomdispatch-20] Weil uns Ihr ganzer Stil und Ihr Umgang mit von uns gegebenen Informationen nicht gefällt, antworten wir auch nicht so gern auf Ihre Fragen." Dann wollte Bockholt noch wissen, ob ich antimilitaristisch eingestellt sei. Ich antwortete ihm, dass es mir bei allen von mir behandelten Themen vor allem um die Wahrheit gehe.

Daraufhin griff Bockholt die Website TomDispatch.com an, deren Leitender Redakteur ich bin. Er warf TomDispatch.com tatsächlich vor, "es mit der Wahrheit nicht so genau zu nehmen". In Anbetracht der Tatsache, dass sich dass SOCOM selbst zweifelhafter Websites bedient, um seine Propagandalügen zu verbreiten, TomDispatch aber schon länger als ein Jahrzehnt nachprüfbare Nachrichten, Analysen und Kommentare veröffentlicht und 2013 mit dem Utne Media Award für die "beste politische Berichterstattung" ausgezeichnet wurde (s. hier und hier), hat mich sein Vorwurf ziemlich verblüfft – auch deshalb, weil die vom SOCOM für den Mittleren Osten betriebene zweifelhafte Website Al-Shorfa.com neuerdings den Hinweis enthält, dass "die Richtigkeit der verbreiteten Nachrichten nicht garantiert werden kann".

Als der Abgabetermin für meinen Artikel näher rückte und ich ihm bereits den letzten Schliff gab, traf dann doch eine Mail von Mike Janssen ein, der beim SOCOM für Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist. Sie enthielt eine überraschende Antwort auf eine einfache Frage, die ich bereits einen Monat vorher gestellt hatte. Gefragt hatte ich: In wie vielen Ländern waren die SOF 2013 eingesetzt? Janssens kurze Antwort lautete: In 80.

Ich fragte mich natürlich, ob das stimmen konnte. Hatte das SOCOM trotz der globalen Ausweitungspläne McRavens seine Auslandseinsätze von 120 im Jahr 2011 tatsächlich auf nur 80 im Jahr 2012 reduziert? Wenn nach einer in der New York Times veröffentlichten offiziellen Statistik die SOF 2013 in nur einer Woche in 92 Staaten eingesetzt waren [Artikel s. hier], können sie wohl kaum während des ganzen Jahres in 12 Staaten weniger zu Gange gewesen sein. Und warum hat Admiral McRaven dann im März 2013 vor dem Verteidigungsausschuss des Repräsentantenhauses erklärt, die SOF würden "jährlich in 100 Staaten" eingesetzt? Um Zeit zu sparen, habe ich Mike Janssen angerufen und um Klärung gebeten. "Ich habe keine Erklärung dafür," sagte er und forderte mich auf, meine Frage schriftlich einzureichen; das hatte ich aber bereits mehr als einen Monat vorher getan, weil ich hoffte, rechtzeitig eine zutreffende Antwort auf diese wichtige Frage zu bekommen.

Das SOCOM befindet sich heute an einem wichtigen Scheideweg. Es versucht gleichzeitig, die Bevölkerung anderer Staaten in den Griff zu bekommen und die Aktivitäten zur Ausweitung seines Einflusses vor der US-Bevölkerung zu verbergen; insgeheim agiert es auf dem gesamten Globus und will trotzdem den Eindruck erwecken, seine Operationen seien nicht nur auf relativ wenige Länder beschränkt, sondern im letzten Jahr sogar deutlich zurückgegangen, obwohl Beweise für das genaue Gegenteil vorliegen.

"Ich weiß doch, was Sie herauskriegen wollen," hatte Bockholt geblafft, als er das Telefongespräch mit mir unterbrochen hat, als sei die Nachfrage eines Reporters, der seit einem Monat versucht, Antworten auf wichtige Fragen zu bekommen eine unverschämte Zumutung. Bockholt und andere SOCOM-Vertreter möchten eben unbedingt alles geheim halten, was die SOF weltweit und in den USA selbst treiben.

Nick Turse ist Leitender Redakteur bei TomDispatch.com und Mitarbeiter des Nation Institute. Er wurde für journalistische Beiträge ausgezeichnet und hat schon für die Los Angeles Times, das Magazin The Nation und die BBC gearbeitet; er schreibt regelmäßig Artikel für TomDispatch und ist der Autor des kürzlich von der New York Times gewürdigten Bestsellers "Kill Anything That Moves: The Real American War in Vietnam" (Tötet alles, was sich bewegt: Wie der US-Krieg in Vietnam wirklich war). Sein Gespräch mit Bill Moyers über dieses Buch ist hier aufzurufen. Er betreibt die Website http://www.nickturse.com/

(luftpost-kl.de hat den aufschlussreichen Artikel komplett übersetzt und mit Ergänzungen und Links in runden Klammern versehen. Die Links in eckigen Klammern hat Nick Turse selbst eingefügt. Eine Übersetzung seines ergänzenden AFRICOM-Artikels ist hier aufzurufen.

Zusätzlich zum EUCOM und dem AFRICOM residieren also auch noch das SOCEUR und das SOCAFRICA in Stuttgart. Von der Bundesrepublik gehen daher auch alle geheimen und verdeckten, gegen das Völkerrecht und unser Grundgesetz verstoßenden SOF-Einsätze in Europa und Afrika aus.)

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