Mittwoch, 15. Januar 2014

Israelischer Politiker watscht Kerry ab - Oder wie der Schwanz beliebig mit dem Hund wedelt

Mowitz
Israels Kriegsminister, Mosche Jaalon, watschte ungerührt in aller Öffentlichkeit den Außenminister der Wall Street Regierung, John Kerry, ab. Kerrys Vorschläge um die Friedensverhandlungen mit den Palästinensern wiederzubeleben, fand Jaalon nicht das Papier wert auf dem sie geschrieben sind. Kerry könne ihm nichts erzählen vom Konflikt mit den Palästinensern.

Nicht gerade die feine Art wie man mit seinen Gönnern, Garanten und Finanziers der eigenen Existenzgrundlage umspringt. Das kann man sich nur erlauben wenn man sich seiner Macht über die US-Außenpolitik ziemlich sicher zu sein scheint. Und bislang geht es in der Regel auch immer so aus, wie Israel es sich vorstellt. Nicht aus eigener Kraft, sondern wie Prof. James Petras in seinem Buch "The Power of Israel in the United States" darauf aufmerksam macht, dass die Wurzeln der Lobby-Macht, u.a. durch die AIPAC, sich aus dem hohen Anteil jüdischer Familien, die zu den reichsten und einflussreichsten in der "Bezahl-Demokratie" USA zählen, erklärt. Prof. Petras zitiert aus dem Forbes Magazine, wonach die amerikanischen Juden weniger als 2 % der US-Bevölkerung ausmachen, jedoch 25 bis 30 % der reichsten Familien in den USA stellen, und die ihren Reichtum effektiv einsetzen. Er zitiert Richard Cohen (Washington Post), demzufolge die Republikanische Partei zu 35 % und die Demokraten zu 60 % über Parteispenden vermögendener Juden finanziert werden.

Diese Familien sind auch Teil der Milliardärs-Eliten der Wall Street, die mit ihrem enormen Einfluss über die US-Politik den Weltfrieden, die Stabilität der Weltwirtschaft und Finanzindustrie bedrohen.

Um einen falschen antisemitischen Zungenschlag gar nicht erst aufkommen zu lassen, will ich darauf hinweisen, dass der Einfluss auf die US-Politik nicht nur durch jüdische Groß- und Finanzkapitalisten ausgeübt wird, sondern ebenso durch nichtjüdische. Bemerkenswert finde ich allerdings schon den überproportional hohen Anteil reicher Juden in Relation zur US-Gesamtbevölkerung.
"In der Obama-Administration hat eine neue Gruppe "eingebetteter" Zionisten den Iran ins Visier genommen; sie will die USA in einen neuen Krieg im Interesse Israels treiben. Die große Mehrheit der US-Bevölkerung musste eine Senkung ihres Lebensstandards hinnehmen und sieht in den immensen Kosten für die im Ausland geführten Kriege die Hauptursache für ihre fortschreitende Verarmung und die wirtschaftliche Unsicherheit. Die Rettung der Wall-Street-Banken während der Finanzkrise in den Jahren 2008 und 2009, die viele Milliarden Dollar verschlang, hat das Vertrauen der US-Bevölkerung in die Finanzelite und in die zionistischen Militaristen, die auf weitere imperialistische Kriege drängen, noch mehr erschüttert."
Trotz der offensichtlichen Macht die sich der Zionismus über die US-Parteien erkauft hat, und die zur Eroberung der regionalen Vormachtsstellung Israels im Nahen Osten eingesetzt wird, liegt die Verantwortung dafür bei den Vereinigten Staaten die sich von einer, wenn auch gut betuchten Minderheit, gängeln lassen. Der Unfriede ist der Preis den wir alle bezahlen, wenn wir das internationale Groß- und Finanzkapital schalten und walten lassen wie es will. Und wie gesagt, das gilt nicht nur für das jüdische Kapital, sondern eben auch für das nichtjüdische, das nicht ganz so emotionale Bindungen zu Israel pflegt.

FH

Fußnoten:
junge Welt: Klartext aus Israel....
Stephen Lendman: James Petras’ New Book: The Power of Israel in the United States....
James Petras: Die Rahmenbedingungen für die weltweiten imperialistischen Interventionen der USA haben sich verändert....

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