Sonntag, 5. Januar 2014

Neben dem jüdischen Gottesstaat nun auch Al-Qaida-Gottesstaaten im Nahen Osten?

Mowitz
Die Nachfolger der vom Wall Street-Kapital in ihrem Kampf gegen den Kommunismus aufgebauten Terrorbanden in Afghanistan, die damals noch von US-Präsidenten wie Jimmy Carter und Ronald Reagan über den Klee als Freiheitskämpfer geadelt wurden, sollen nach Meldungen des ehNaMag jetzt voll damit beschäftigt sein im Irak und Syrien Gottesstaaten zu errichten. Der Neue Nahe Osten, so wie die Staatenerbauer des internationalen Finanz- und Großkapitals ihn sich vorstellten und mit Hilfe der CIA, Mossad und vielen anderen Geheimdiensten umgesetzt werden soll, kann mit hoher Wahrscheinlichkeit auch nach hinten losgehen. Hillary Clinton, ehemalige US-Außenministerin und mögliche Präsidentschaftsanwärterin im Land des unbegrenzten Raubtierkapitalismus, brachte es in einem Interview vor zwei Jahren mit den Worten: "Wir bekämpfen heute dieselben Menschen, die wir damals selbst gegen die Sowjetunion geschaffen haben," auf den Punkt. Dieser terroristische Ansatz us-amerikanischer Außenpolitik ist das Herzstück zur Verbreitung des globalen Kapitalismus. Wenns dann wieder einmal aus dem Ruder läuft, mit Millionen Toten als Folge solcher Politik, wird wohl ein anderer offizieller Psychopath vor die Kameras treten und der Öffentlichkeit erzählen warum es trotz alledem richtig war diese Massenverbrechen zu begehen. Obwohl der NATO-Krieg in Afghanistan einschließlich Besetzung jetzt schon über 13 Jahre andauert, besteht wenig Aussicht auf einen siegreichen Abschluss, nichtmals ein stabiles Marionettenregime in Kabul ist als Minimalziel in Sicht. Mit massiver Militärhilfe für die Islamisten, die gegen die weltlich eingestellte Regierung Afghanistans kämpften, wurden ab 1979 die Mudschaheddin, eine dschihadistische Söldnertruppe, die hauptsächlich von Saudi-Arabien und den USA finanziert wurden.
Bild: Wikimedia, public domain
Massaker von Mỹ Lai, Südvietnam
"Die Vereinigten Staaten gaben Millionen Dollars aus, um afghanische Schulkinder mit Lehrbüchern zu versorgen, die mit gewaltverherrlichenden Bildern und militanten islamistischen Sprüchen gespickt waren. ... Die Fibeln, die den Dschihad (den Heiligen Krieg gegen die Ungläubigen) priesen und mit Zeichnungen von Gewehren, Geschossen, Soldaten und Sprengkörpern illustriert waren, haben seitdem den Lehrplan des afghanischen Schulsystems bestimmt. Sogar die Taliban verwendeten die in den USA gedruckten Bücher." [Washington Post, 23. März 2002]

"Die CIA bezahlte Anzeigen, die in Zeitungen und Rundbriefen auf der ganzen Welt veröffentlicht wurden und (junge kampffähige Männer) dazu aufforderten und motivierten, sich dem islamischen Dschihad anzuschließen." [Pervez Hoodbhoy in Peace Research, 1. Mai 2005]

"Bin Laden rekrutierte 4.000 Freiwillige aus seinem eigenen Land (Saudi-Arabien) und entwickelte enge Beziehungen zu den radikalsten Mudschaheddin-Führern (in Afghanistan). Er arbeite auch eng mit der CIA zusammen ... Trotzdem behaupten CIA-Offizielle seit dem 11. September [2001], dass sie keine direkte Verbindung zu bin Laden hatten." [Phil Gasper, International Socialist Review, November-Dezember 2001]"
Prof. Michel Chossudovsky
Noch ein Gottesstaat, Saudi-Arabien, soll schon wieder Terroristen unterstützen. Wen sollte es auch wundern? Wie aus Gesprächsnotizen eines unter vier Augen geführten Gesprächs Anfang August zwischen Putin und dem saudischen Geheimdienst-Chef Prinz Bandar bin Sultan hervorgehen soll, ging es dabei auch um die friedliche Durchführung der Winterspiele 2014 in Sotschi. Nach einem Bericht der libanesische Zeitung As Safir, die über das Treffen mit dem Hinweis auf diplomatische Quellen schreibt, soll der saudische Geheimdienstchef Bandar in Sultan, Putin das Angebot, "friedliche Winterspiele gegen Assads Sturz," unterbreitet haben:
„Ich kann Ihnen garantieren, die Olympischen Winterspiele im kommenden Jahr zu schützen. Die tschetschenischen Gruppen, die die Sicherheit der Spiele gefährden, werden von uns kontrolliert.“ DWN
Putin lehnte das Angebot ab. Heute wird Russland von Terrorbombern heimgesucht, welche die olympischen Spiele nutzen wollen, um Russland größtmöglichen Schaden zuzufügen und die bisher über 30 Menschen das Leben kostete. Keine Kollateralschäden, sondern kaltblütige Morde. Die Hintermänner im "Spiel" um die wirtschaftliche Macht auf unserem Planeten gehören vor Gericht und müssen abgeurteilt werden.

Um Glen Ford, Chefredakteur von Black Agenda Report zu zitieren: "In der DNA des Finanzkapitalismus ist sein Tod vorherbestimmt – und er wird bald eintreten. Um das Unvermeidliche hinauszuzögern, ist die US-Kriegsmaschinerie entschlossen, die Lichter in vielen Teilen der Welt und auch zu Hause auszulöschen".

FH

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