Montag, 13. Januar 2014

Scharon - Der Untote von Sabra und Schatila

Mowitz
Westliche Kriegsjournaillen kriegen sich gar nicht mehr ein um mit Lobhudeleien dem Verantwortlichen für die drei Tage andauernden Massenmorde an zivilen palästinensischen Flüchtlingen in den Flüchtlingslagern Sabra und Schatila in Beirut 1982, Ariel Scharon, die letzte "Ehre" zu erweisen. Kriegsminister Ariel Sharon hatte den libanesischen Falangisten freie Hand bei der Ermordung palästinensischer Zivilisten gegeben. Bei den Opfern handelte es sich nicht um PLO-Kämpfer, wie die Verantwortlichen es der Weltöffentlichkeit weismachen wollten, sondern um zivile Männer, Frauen und Kinder. Israelische Soldaten standen während des Gemetzels Schmiere an den Lagerausgängen des Lagers und halfen mit Leuchtraketen den libanesischen Milizen, sich eine gute Sicht auf ihre Opfer zu verschaffen.

Zwar musste Scharon seinen Kriegs-Massaker-Posten 1983 räumen. Seiner weiteren Karriere schadete ihm seine Verantwortlichkeit für den Massenmord nicht. Immerhin brachte er es 2001 zum Ministerpräsidenten Israels, das bis heute nicht aufgehört hat, weder den Libanon noch seine anderen ihn umgebenden Nachbarn militärisch zu bedrohen. Im Zweifelsfall sie auch militärisch anzugreifen und zu bombardieren. Sabra und Schatila ist als ein gigantisches Verbrechen falangistischer Milizen in die Geschichte eingegangen, das nur unter dem Schutz und der Schirmherrschaft des israelischen Militärs durchgeführt werden konnte.

Trotz aller Ehrerbietungen, die eine internationle Kriegsverbrecherelite, (Tony Blair soll nach Presseberichten auch an Scharons Beerdigung teilnehmen), Scharon entgegengebracht werden, wird von seiner "Ehre" nichts anderes übrig bleiben als seine Schreibtischmittäterschaft an der Ermordung palästinensischer Flüchtlinge, die heute noch um ihr nacktes Überleben kämpfen. Andere bekannte Schreibtischtäter der Geschichte sind Adolf Eichmann und Heinrich Müller.

FH

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