Freitag, 31. Januar 2014

Transatlantisches Horrorblatt auf Bauernfang in Deutschland

Mowitz
Das ehNaMag, einflussreiches Sturmgeschütz der Mordmaschine USA in Deutschland, erzählt heute die Geschichte vom guten Deutschen, der von den US-Bürgern, Donnerlittchen auch, geliebt, und für höhere Weihen durchaus als geeignet angesehen werden soll. Zugrunde liegt eine repräsentative Befragung von 1517 US-Bürgern, die von der, wie könnte es bei den Ergebnissen auch anders sein, deutschen Botschaft in Auftrag gegeben wurde. Man tut was man kann um die Deutschen freundlicher für kommende Kriegseinsätze im Interesse des internationalen Finanz- und Großkapitals zu stimmen. Gern übernehmen die Canaillen der herrschenden Klasse ihre Aufgabe mit tendenziöser Berichterstattung die Stimmung im Lande zu kippen, und den Menschen die Lehre von zwei verlorenen Weltkriegen aus dem vorigen Jahrhundert: Nie wieder Krieg, auszutreiben. "Absurd" nennt das transatlantische Sturmgeschütz am Ende des Artikels, das Ergebnis einer anderen Umfrage, wonach 17 Prozent der Deutschen die USA als "größte Bedrohung für den Weltfrieden" bezeichnen und ihnen damit den ersten Platz auf der unrühmlichen Rankingliste zuweisen.

Ich meine, es zeugt, trotz monumentaler medialer Kriegshetze gekaufter Schreiberlinge, für ein hohes Maß an alternativer politischer Meinungsbildung, jenseits der Mainstream, die erwartungsgemäß nicht den Beifall des Hamburger US-Botenblattes findet, das sich darüber beklagt, dass die USA damit weit vor Iran, Syrien und Nordkorea liegen. Die Jüngeren in Deutschland sind noch deutlicher und 25 Prozent weisen den USA den unrühmlichen ersten Platz als "größte Bedrohung für den Weltfrieden" zu. Was immer man von den politischen Verhältnissen in Iran, Syrien und Nordkorea hält, so sind sie es die vom Westen bedroht werden, nicht umgekehrt. Und im Fall Syrien haben die Vereinigten Staaten nicht die geringste Scham die von den Golfstaaten eingesetzten Qaida-Banden zum Sturz einer ausländischen Regierung mit Rat, Tat und Waffen zu unterstützen. Im Einklang mit dem anscheinend ein für alle Mal eingeschlagenen Weg der verlogenen Berichterstattung, nicht wahrheitsgemäß über Hintergründe zu berichten, nehmen sie jetzt schon wieder eine Gelegenheit wahr, ungeprüft Meldungen von Human Rights Watch zu verbreiten, die die Assad-Regierung beschuldigen Bulldozer als Kriegswaffen einzusetzen. So tendenziös und verlogen waren die Journaillen schon bei dem Giftgas-Einsatz, den auch "Experten" von Human Rights Watch syrischen Regierungstruppen "so gut wie sicher" in die Schuhe schieben wollten. Heute wissen wir, dass
die mit Al Qaida verbündeten "Rebellen" und ihre amerikanischen, französischen, britischen und saudischen Geldgeber jedoch allen Grund dafür hatten, ein solches Verbrechen zu begehen - und waren durchaus dazu in der Lage -, um eine direkte Intervention des Westens zu rechtfertigen. WSWS
Im Übrigen sind NGO:s wie Human Rights Watch mit äußerster Vorsicht zu genießen. Mit Hilfe von NGO-Tarnorganisationen können jederzeit und überall auf der Welt "Aufstände" gegen missliebige Regierungen angezettelt werden; gerade in Ländern, die sich der von der Wall Street und dem Pentagon verordneten "Neuen Weltordnung" widersetzen, finden sich immer genügend Leute, die sich mit Bargeld, Versprechungen, i-Pads, i-Phones oder auch nur mit Nahrungsmitteln für eine "Revolution" gewinnen lassen.

Knut Mellenthin schreibt heute in der jungen Welt, dass Obama während seiner bisherigen Amtszeit weltweit mehr als 3000 Menschen bei 390 Angriffen unbemannter Flugkörper töten ließ. Keiner wurde je vor ein ordentliches Gericht gestellt wo zweifelsfrei eine Schuld der Ermordeten festgestellt wurde, die irgendeine Verurteilung rechtfertigen würde. Nur die Einschätzung von im verborgenen arbeitenden Spionagemaulwürfen und grünes Licht von Obama genügen, um ganz unrechtsstaatlich Tausende Menschen in fremden Ländern vom Leben zum Tod zu befördern. Das geschieht weder in Iran, Syrien noch Nordkorea.

Auch gegenüber der eigenen Bevölkerung ist die herrschende Klasse der Vereinigten Staaten von Nordamerika nicht zimperlich Waffen zur Anwendung kommen zu lassen. In einem weiteren Artikel der jungen Welt, erfahren wir:
"in den USA hätten Polizisten seit dem 11. September 2001 »mehr als 5000 Zivilisten getötet«. Katie Rucke, freie Autorin des Magazins, greift angesichts der bewaffneten Gewalt des Polizeiapparats gegenüber der eigenen Bevölkerung zu dem Vergleich, daß seit »9/11« ebenso viele US-Bürger in ihrer Heimat zu Tode gekommen sind wie US-Soldaten an der Front im Irak-Krieg. Sie folgert: »Statistisch gesprochen sollten US-Amerikaner mehr Angst vor der Polizei als vor ›Terroristen‹ haben«." jW

FH

Zum Thema:
Nachtwandler: Die Ukraine und die Wiedergeburt des Faschismus in Europa.....
junge Welt: Massenmord per Drohne.....
junge Welt: Wenn Cops Killer werden.....
Gegenmeinung: Die Ukraine: Ein Staat im Osten, den die NATO gern vereinnahmen möchte.....

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