Mittwoch, 5. März 2014

"Na so was!"

Mowitz
Kriegsjournaillen heulen Rotz und Wasser: Der Dritte Weltkrieg ist vorerst abgesagt.

Barack Obamas Erkenntnisgewinn, dass der noch immer rechtmäßige Präsident der Ukraine, Viktor Janukowitsch heißt, und demokratisch gewählt wurde, hat Obama nicht nur dazu gebracht in dieser Frage die russische Sicht zu übernehmen, sondern nun hofft er nach eigenen Worten auf eine baldige Entspannung im Ukraine-Konflikt. Die Wahrheitsfälscher der medialen transatlantischen Kampfgeschütze, von Springer bis Stiefel, sind wohl nun vollauf damit beschäftigt, für ihre Kundschaft eine halbwegs plausible Erklärung zusammenzuschnitzen, damit sie ihnen nicht endgültig von der Fahne gehen. Ihr Kriegs- und Sanktionsgeheul hat zu unser aller Wohl nicht dazu geführt, dass Putin die Nerven verlor, und seine Truppen in Marsch setzte, was Nordamerika im umgekehrten Fall sicher getan hätte.

Die Russen nehmen es gelassen hin, und machen inzwischen Nägel mit Köpfen. Während die US/EU im eigenen Sanktionssaft schmoren, feilt Gazprom unterdessen an einem 30-jährigen Gasvertrag mit China, was durchaus zu verstehen ist. Die Chinesen wollen ja auch aus dem Dollar aussteigen und ihre sauer erwirtschafteten Exportüberschüsse, 2013 waren es 195 Milliarden Dollar, nicht jedes Jahr in wertlose US-Staatsanleihen investieren, die ihnen womöglich im Ernstfall nie zurückgezahlt werden, da das selbsternannte "Weltgewissen" Nordamerika, sich aus irgendeinem X-beliebigen Grund die Freiheit nimmt, Chinas Konten in der Welt zu sperren. Das tun die Nordamerikaner nämlich immer dann, wenn sie meinen, es läge in ihrem Interesse.

Nun braucht Kiew dringend finanzielle Unterstützung und erliegt den Schalmeienklängen des Kapitals und seiner Werkzeuge. EU-Kommissionspräsident Barroso kündigte bereits Zahlungen über elf Milliarden Euro an. Mit den zu zahlenden Zinseszinsen und immer neuen Krediten begeben sich die Ukrainer für viele Generationen in die Hände des IWF, wie in eine babylonische Gefangenschaft, auf dass sie geplündert werden können wie die Letten, Griechen und jedes andere Volk, das je ein Strukturanpassungsprogramm des IWF verpasst bekommen hat. Alle Gelder, die von den Vereinigten Staaten von Amerika und der Europäischen Union an Demonstranten ausbezahlt werden, werden in Bälde vielfach zurückfließen, sobald die Ukrainer „bereit“ sind für die Plünderung durch den Westen.

Esel streck dich, Marktplatz in Diekirch (Luxemburg)
Wikimedia, Creative Commons
Manchmal, wie die deutsche Untertanenmentalität uns lehrt, kann es auch durchaus vorkommen, „dass Deutschland das Gold nie wiedersieht,“ dass es dem nordamerikanischen Federal Reserve System, kurz Fed, dem Zentralbank-System der Vereinigten Staaten von Nordamerika zur sicheren Aufbewahrung klaglos anvertraute, und das in die Hände des sagenumwobenen Marktes gefallen sein soll. Den Markt hat zwar noch nie einer gesehen, hat es aber laut s.g. Experten fertiggebracht, das Gold der Bundesbank spurlos verschwinden zu lassen.

Das wiederum rief Springers-Stiefel-Welt auf den Plan, die uns die Welt ganz neu erklärte: Verschwörungstheorie - Die ganze Wahrheit über das Gold der Bundesbank, von und mit Erklärungsnotständen der Bundesbank. Fazit: die Hälfte ihrer rund 3400 Tonnen schweren deutschen Goldreserven, will die Bundesbank nun in Deutschland lagern. Wer kümmert sich um die andere Hälfte? Der "Markt?" Oder auch nicht. Ist sowieso egal. Scheißegal.

Ich habe meine 100 kg, (oder waren es 0,100 g?) im Garten vergraben. Unterm Pflaumenbaum. Dort befindet sich auch meine Bank. Meine Sitzbank; und ich sitze da an hellen, lauen Sommerabenden und fühle mich reich. Steinreich. Ob das Gold unterm Plaumenbaum noch vorhanden ist? Ehrlich gesagt; ich weiß es nicht und will es auch nicht wissen. Ich habe wohl nie Gold gehabt, dass ich hätte vergraben können. Und gefehlt hat es mir auch nie. Vergraben oder nicht. Mir ist Gold sowieso egal. Scheißegal!

FH

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