Freitag, 2. Mai 2014

Merkel nach Washington einbestellt

Mowitz
Der drittklassige, ehemalige Präsidentschaftskandidat Senator John McCain durfte sich aus dem Fenster lehnen und die Binsenwahrheit verkünden, der Einfluss der Industrie auf die Politik in Deutschland sei zu groß. Womit er das "demokratische" System des gesamten Westens aber nur unzureichend beschrieb. Das internationale Finanzkapital ließ er wohlweislich aus, obwohl diese Gruppe machtpolitisch völlig "systemisch" mindestens auf gleicher Augenhöhe, wenn nicht auf der Rangskala internationalen Einflusses sogar ein Stück vor den Industriebossen rangiert.

Die größten deutschen Unternehmen, darunter BASF SE, Siemens AG, Volkswagen AG, Adidas AG und Deutsche Bank AG, haben sich öffentlich gegen eine Erweiterung von Wirtschaftssanktionen gegen Russland ausgesprochen und die Bosse diverser Gesellschaften rufen dazu auf, „keine Schritte zu unternehmen, die ihren Wirtschaftsinteressen in Russland schaden könnten“, was wohl dem entspricht was die Niete McCain meinte. Bleibt abzuwarten welche Interessen Merkel in Washington vertreten wird. Ich tippe mal frei aus dem Bauch heraus, sie wird sich, wie bei der NSA-Affäre als getreue Befehlsempfängerin Washingtons zeigen und das tun was von ihr verlangt wird. Sonst ist sie weg vom Fenster.

Kritik am gekauften politischen Einfluss des internationalen Finanzkapitals, vor allen Dingen in den USA, erhob McCaine nicht. Zu leicht handelt man sich nämlich dann den Vorwurf ein, "antisemitische Klischees" zu bedienen. Mit diesem Totschlagargument will man die gesamte Geldbranche unantastbar machen, und vor näheren Nachforschungen und Auflagen schützen. Egal mit welch kriminellen Machenschaften die internationale Finanzindustrie die größte globale Finanzkrise aller Zeiten auslöste, an der noch viele kommende Generationen, im wahrsten Sinne des Wortes, zu "gnagen" haben.

Aus der Ukraine, wo der Antisemitismus immer noch in voller Blüte steht und die z.Z. durch eine handverlesene US-Marionette, dem Banker Arsenij Jazenjuk, Hitlergruß inklusive, als Ministerpräsident einer Nazi-Junta "regiert" wird, erfahren wir von unseren Lei(d)medien vom gelebten Antisemitismus dort, so gut wie nichts. Warum wohl? Weil er sich vor dem Hintergrund des US/EU/NATO-Übernahmeversuchs der Ukraine als kontraproduktiv oder "unnützlich" erweisen würde. Erst die Übernahme, dann kommen "nützliche" Antisemitismusvorwürfe schon wie von selbst.

Beispielsweise wenn die Ukrainer am eigenen Leib erfahren wie sich der IWF seine sogenannte "Milliardenhilfe" vergüten lässt. Dann ist spätestens der Zeitpunkt gekommen jede Rebellion gegen Kürzungen bei den jetzt schon mehr als magren Sozialleistungen in der Ukraine im Keim zu ersticken und als von Antisemiten geführte Proteste zu verunglimpfen. Da wird noch einiges auf die Ukrainer (und Europa) zukommen, wenn riesige Flächen ukrainischer, landwirtschaftlich bewirtschafteter Böden in die Hände internationaler Finanz- und Agrarkonzerne fallen, deren mit Gentechnik erzeugten Landwirtschaftsprodukte zwar hohe Gewinne abwerfen, die in die Taschen von Aktionären fließen, und wir von den gesundheits- und umweltsschädigenden Auswirkungen auf Mensch und Natur erst erfahren werden wenn es zu spät ist.

Die Ukraine besitzt die fruchtbarsten Böden der Welt und gilt als Kornkammer Europas. Dieser Schatz wird bei einer, aus Sicht der internationalen Finanz- und Großkapitalausbeuter, geglückten Vereinnahmung der Ukraine in die Hände derjenigen fallen, die heute mit "Finanzhilfen" locken. Das Dollarimperium kann es sich noch leisten. Und zwar so lange, wie der Dollar seine Stellung als Weltreservewährung nicht verliert. Russland, China und BRICS sägen bereits an der Stellung des Dollars. Darum auch die sich immer mehr zuspitzende Gefahr eines weiteren, vom Hegemon ausgelösten Krieges. Ohne Dollar als Weltreservewährung ist das Imperium kein Imperium mehr und müsste seine Kriege selbst bezahlen. Dann könnte es nicht den Rest der Welt durch den Kauf von (eigentlich wertlosen) US-Staatsanleihen dazu bringen US-Kriege zu finanzieren.

FH

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