Freitag, 29. August 2014

Ein schmaler Grat - Das Spiel mit den Enten

Mowitz
Es vergeht kein Tag wo nicht mit bewussten Falschmeldungen versucht wird, Russland in einen Krieg zu verwickeln den Russland nicht haben will. Die russische Führung, mit Putin an der Spitze, hat es bislang geschickt vermieden, in die Kriegsfalle zu gehen, die das Imperium ausgelegt hat. Mit einem Krieg in und gegen Europa. Ein Krieg gegen Russland ist ein Krieg in und gegen Europa! Die USA hoffen, ihre führende Rolle in einer unipolaren Weltordnung beibehalten zu können, und den Anspruch Chinas, Russlands und anderen, stattdessen zu einer multipolaren Weltordnung zurückzukehren, zu unterlaufen. Dabei ist eine mulitipolare Ordnung nichts anderes als das Staaten ein gleichberechtigtes Verhältnis zueinander haben. Staaten erster und zweiter Klasse kennt das Völkerrecht nicht, auch wenn sich faschistisch geprägte Staaten gerne darüber hinwegsetzen, so wie es z. Z. die Vereinigten Staaten von Nordamerika tun. Diese Haltung der Wall Street-Regierung baut ausschließlich auf Bajonetten und dem gefährlichen Irrglauben sie könnte einen Atomkrieg gewinnen um danach die Welt nach Lust und Laune zu beherrschen. Das es danach nichts mehr zu "beherrschen" gibt, sollte man schon zur Kenntnis nehmen.

Stattdessen gilt noch immer Paul Wolfowitz ausgegebenes Ziel zur Nationalen Verteidigungsstrategie der USA:
"Unser erstes Ziel ist es, das Aufkommen eines neuen Rivalen – der so bedrohlich ist, wie es die ehemalige Sowjetunion war – entweder auf dem Territorium der ehemaligen Sowjetunion oder anderswo zu verhindern. Das ist das dominierende Anliegen unserer neuen regionalen Verteidigungsstrategie; deshalb müssen wir bestrebt sein, jede feindliche Macht an der Beherrschung einer Region und der Kontrolle über deren Ressourcen zu hindern, wenn sie dadurch zur Weltmacht werden könnte."
Wenn es aus Sicht der Angelsachsen nötig wäre, würde man auch vor der Provokation eines Krieges in Mitteleuropa nicht zurückschrecken. Die USA haben es bislang geschafft die EU klein zu halten. Mit ihrem trojanischen Pferd aus London als Sachwalter für globale US-amerikanische Hegemonialambitionen, und damit auch einen größeren britischen Einfluss auf Europa, mit dem es eigentlich nicht viel am Hut hat. Es wäre zum Nutzen eines von den USA abgenabelten Europas, wenn die Briten selbst Großbritannien durch eine Volksabstimmung zu einem EU-Austritt zwingen könnten.

Alle Meldungen im Zusammenhang mit dem USEuropaNato-Versuch die Ukraine zu vereinnahmen, der mit dem vom Westen veranstalteten Putsch begann und mit nazistischen Putschisten der Ukraine als Vasallen der USA weitergeführt wird, zeichnen sich durch Lügen und Desinformationen aus, die das übliche Maß an Wahrheitsfälschungen in Krisensituationen weit übersteigen.

So war schon in den gestrigen Vormittagsstunden von einer Invasion der Ukraine durch Russland die Rede und rief den Riesenpolitiker der Deutsch-Ukrainischen Parlamentariergruppe, Karl-Georg Wellmann (CDU), auf die Bühne, der nichts besseres zu tun hatte als "eine deutliche Reaktion des Westens auf das Vorgehen Russlands" zu fordern.

Die Deutsche Tagessau ließ sich nicht lumpen und am Abend konnte man dort lesen, dass es "Immer mehr Belege für russischen Einmarsch" geben sollte.

Am Abend dann die Meldung von Ria Novosti:
"Das russische Verteidigungsministerium hat die Berichte über „russische Truppen in der Ukraine“ zurückgewiesen.

Diese Angaben haben mit der Realität nichts zu tun, sondern seien eine "Ente", sagte der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, am Donnerstag.

Der ukrainische Präsident Pjotr Poroschenko hatte am Donnerstag mitgeteilt, dass eine russische Militär-Invasion in die Ukraine begonnen habe. Poroschenko sagte seine Türkei-Reise ab und berief den ukrainischen Verteidigungs- und Sicherheitsrat zu einer Dringlichkeitssitzung ein. Zugleich teilte Poroschenko mit, dass die Grenzämter von Russland und der Ukraine am Samstag über gemeinsame Grenzpatrouillen beraten würden und dass die Generalstäbe beider Staaten am Donnerstag erste Konsultationen abgehalten hätten. Kurz danach veröffentlichte die Nato Satellitenbilder, die belegen sollen, dass russische Truppen im Osten der Ukraine präsent seien. Viele russische Politiker wiesen den Vorwurf des Einmarsches zurück.

Nach Beginn der ukrainischen Militäroffensive gegen Regierungsgegner in der östlichen Industrie-Gebieten Donezk und Lugansk haben Kiew und westliche Staaten Russland bereits mehrmals beschuldigt, Truppen an der ukrainischen Grenze zusammenzuziehen. Belege dafür wurden nie vorgelegt. Russland wies die Vorwürfe zurück. Auch internationale Inspektionsteams, die die russische Truppenstationierung entlang der Grenze achtmal kontrolliert haben, haben keine Verstöße registriert."
Mit einer Satelltenaufnahme vom 23. August 2014, von © REUTERS die eine Präsenz russischer Truppen in der Ukraine belegen soll. Ich kann auf dem Foto nichts erkennen. Da war wohl nix. Was lernen wir aus dieser Ente? Glaubt keiner Meldung, bevor Ihr sie nicht bei der Gegenseite abgeglichen habt.

FH

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