Sonntag, 7. September 2014

Visionäre Schotten auf der Überholspur - Ewig-Gestrige nur noch bei 49 Prozent

Mowitz
Die (Ä)liten Europas, an seinen Rändern und anderswo, würgen zur Zeit an einem heftigen Schluckauf. In einem rasanten Endspurt scheinen die Schotten die Wegweiser zu werden, von denen auch der Rest der Welt lernen könnte. Nämlich, dass die Macht nicht nur vom Volk ausgeht, sondern auch vom Volk angewandt werden kann. Und das nicht nur bei blutigen Revolutionen, sondern auch bei friedlichen Volksabstimmungen. So wie auf der Krim - und vielleicht bald auch im Osten der Ukraine oder Neurusslands. Was die westlichen (Ä)liten in Panikstimmung versetzt. Auf deutsch bedeutet "Elite" etwas hochtrabend die "Auslese der Besten", warum ich meine Schreibweise schon lange auf (Ä) umgestellt habe, um die sogenannten 'Leistungsträger' der Gesellschaft dort anzusiedeln wo sie hingehören und welches Maß der Hochachtung ihnen wirklich gebührt. (Ä) wie kurz vor dem Kotzen, oder feiner ausgedrückt des Erbrechens, was auf dasselbe hinausläuft.

Denkmal für den Mau-Mau-General Dedan Kimathi
im Zentrum Nairobis.

Kimathi wurde 1957 gehängt.
Wikimedia, public domain, von Murungaru
Die sogenannten Vereinigungen, auch die Schottlands und Englands, sind ja nie etwas anderes gewesen als die Vereinigung der respektiven (Ä)liten, in diesem Fall der mehr oder weniger degenerierten Königshäuser, welche an der Spitze der Macht(ä)lite thronte und es sich gut schmecken ließ. Was sich noch nicht einmal die Erzeuger (Bauern) der Lebensmittel, erlauben konnten. Denn das war die eigentliche Aufgabe der (Ä)liten durch die Jahrhunderte hindurch: die Besten zu sein, wenn es darum geht das Volk rigoros auszubeuten, es mit Magerkost knapp vor dem Verhungern am Leben zu erhalten, damit es noch eine Zeit weiter arbeiten konnte, und sich selbst durch Schlemmern und Völlerei einen beträchtlichen Leibesumfang anzufüttern.

Auf jeden Fall kracht es jetzt richtig gewaltig im (Ä)litengebälk Großbritanniens. Die britischen (Ä)liten spüren den kalten Schauer der Veränderung über ihren Rücken laufen, der sie in Angst und Schrecken versetzt. Sonst waren sie ja immer forsch und militaristisch, wenn sie an ihrem Empire auf dem Rücken unterjochter Völker, auch des eigenen, rumbastelten. Was nicht wenigen das Leben kostete. Allein der Befreiungskrieg in Kenia in den 1950er Jahren, soll nach unterschiedlichen Schätzungen, (genaue Zahl der Opfer ist aufgrund der Beseitigung vieler Dokumente unbekannt), zwischen 11.500 und 1,5 Millionen liegen. Eine Riesenspanne. Wer da wohl die Möglichkeit und ein Interesse daran hatte die vielen Dokumente zu beseitigen, darf jeder selbst drüber nachdenken. Kleiner Tip: Die Kenianer waren es nicht. Auf britischer Seite starben nur 63 Soldaten und 33 Siedler, des Weiteren mehr als 1800 einheimische Polizei- und Unterstützungskräfte. Die Dokumente waren anscheinend nicht beseitigt.

Ich hoffe nur, dass bei einem Wahlsieg der "Nein-Sager", noch sämtliche Wahlzettel aufzutreiben sind, um eine sichere Nachprüfung auf die Richtigkeit des bekanntgegebenes Wahlergebnis zu gewährleisten. Nicht das es zu groben Schätzungen wie bei den kenianischen Opfern kommt.

Im Übrigen wünsche ich den Schotten einen 2:1 Sieg im heutigen EM-Qualifikationsspiel gegen die deutsche Mannschaft in Dortmund und einen noch klareren Sieg der "Yes-Seite" - für ein unabhängiges Schottland - über die "Nein-Sager".

FH

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