Freitag, 5. September 2014

Wohin mit den britischen Atomwaffen, falls die Schotten Großbritannien abwählen?

Bild: Wikimedia, public domain
Trafalgar-Klasse, HMS Tireless am Nordpol
Die Schotten entscheiden am 18. September 2014 in einem Referendum über Schottlands Unabhängigkeit und damit das Ende der "Union of the Crowns". Die Chancen für einen glücklichen Ausgang des Volksentscheides, im Sinne der "Yes for Scotland"-Patrioten, stehen anscheinend nicht so schlecht wie zu befürchten war.

Laut Meinungsforschungsinstitut YouGov hat die "Yes"-Seite im letzten Monat aufgeholt und soll im Augenblick bei 47 Prozent liegen die für die Selbstständigkeit Schottlands stimmen wollen. Ein Plus von 6 Punkten im letzten Monat. Tendenz steigend.

Das EhNaMag schrieb gestern, falls die Unabhängigkeitseite siegen sollte, so hätte die schottische Regierung versprochen, wäre Schottland binnen fünf Jahren atomwaffenfrei. Großbritannien müsste seine Nuklearflotte aus Schottland abziehen, einen anderen Standort in England finden, was schwierig wäre, - oder das Teufelszeug ganz abschaffen.

Also eine einmalige Gelegenheit der Schotten, Geschichte stellvertretend für die Völker der Welt zu schreiben; die uns am Ende eines längeren Kampfes eine atomwaffenfreie Welt zurückbringen könnte. Das wäre Geschichte der Vernunft. Nicht des Geld- und sonstigen Adels. Eine echte Geschichte des Volkes.

Die Politik des britischen Finanzadels hat Großbritannien zu dem Land in der EU gemacht, wo der Unterschied zwischen Arm und Reich am extremsten, die Kinderarmut am weitesten verbreitet ist. Ein klägliches Resultat. Das aber den Zusammenhang zwischen Empirepolitik, auch wenn das "Empire" heute nur noch rudimentär-ruinös vorhanden ist, Militärausgaben und Kosten für den Erhalt einer Oberklassenschicht, trefflich aufzeigt.

Sollten die "Ewig-Gestrigen" nach einem Wahlsieg der Unabhängigkeitsbewegung aber darauf bestehen, dass die Atom-U-Boot-Flotte wegen fehlender Ankerplätze in England, in Schottland bleiben müsse, so schickt die Flotte umgehend zur Endlagerung in die City of London. Hier beispielsweise. Das macht den Weg schnell frei zu einer finalen Verschrottung.

FH

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