Mittwoch, 1. Oktober 2014

Vom US-Kapitalismus lernen heißt siegen lernen - Guantánamo-Dämonkratie schlägt jetzt auch wieder im privatisierten Deutschland Wurzeln

Bild: Martin Wegmann, Wikimedia, Creative Commons,
Skulptur „Quo Vadis“ (ein Trabant auf Beinen) von David Černý,
Deutsche Botschaft Prag
Pünktlich zu den "Siegesfeiern" des 25. Jahres-Ausreisetages von etwa 4000 DDR-Flüchtlingen, denen der damalige Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher am 30. September 1989 auf dem Gelände der Prager Botschaft mitteilte, in die Bundesrepublik Deutschland ausreisen zu dürfen, sind Bilder im neuen, vereinten Deutschland wieder zu sehen, die an die hässlichste Zeit deutscher Geschichte, die im dutzendjährigen Reich zwischen 1933 - 1945, erinnern. Damals wurden Menschen unter menschenunwürdigen Bedingungen in Konzentrationslagern eingepfercht, tortiert und ermordet.

Im neuen, privaten Staat der Banken und Rüstungsindustrien, soll alles effizienter zugehen, was man meint mit einem "schlanken" Staat erreichen zu können.

Flüchtlinge, die aus ihrer Heimat vor wirtschaftlichen Nato-Kriegen und US-gemanagten IS-Quaida-Nusra-Terrorbanden fliehen, und irgendwo und irgendwie in Europa landen, falls sie nicht schon auf ihrer Flucht im Mittelmeer abgesoffen sind, werden heute nicht mit offenen Armen, Blaskapelle und einem Begrüßungsgeld von 100 DM im "Hort der Freiheit" empfangen. Auch nicht mit 50 Euro. Sie werden überhaupt nicht begrüßt oder willkommen geheißen.

Obama, ist ein Friedensnobelist der nicht müde wird vor der Gefahr des modernen Terrors zu warnen. Verantwortlich für den Terror zeichnen dabei er und seine Vorgänger im Amt; ein Fakt, den er selbstverständlich mit Stillschweigen umgeht. Nun rüstet die Wall Street-Regierung schon wieder neualte Terrorbanden in Syrien auf, die natürlich "moderat" sein sollen. So "moderat" wie ihre Vorgänger auf dem Gebiet der Terroranschläge.

Ein Ziel ist wohl, dass die USA, wie schon im Irak, schlagkräftige Bündnispartner am Boden benötigen, die mit der ausgelösten Angst vor islamistischen "Enthauptungsfetischisten" leichter zu rekrutieren sind. Für so edle Ziele, macht auch die Finanzierung neuer Terrorgruppen irgendwie schon Sinn. Falls man nicht genauer hinschaut. Und das tun ja die wenigsten von uns.

Der US-Kongress hat ein Programm zur Ausbildung sogenannter "moderater" syrischer Rebellen in Saudi-Arabien gebilligt, welches die USA mit 500 Mio. Dollar finanzieren. So will die Koalition des Terrors weiter am Ball bleiben und die legale Regierung Assad stürzen. Bisher sprachen westliche Konzern- und Staatsmedien immer nur von einem "Bürgerkrieg" der in Syrien tobe, was die USA nicht davon abhielt, sich nicht nur machtvoll einzumischen, sondern sogar Teil des Terrors zu werden.

Grafik: CC-BY-SA-3.0 Wikimedia
Lagekarte des South-Pars-Gasfeldes
Und die Wall Street mischt sich nirgendwo machtvoll ein, wenn es nicht um knochenharte ökonomische Interessen geht. Das sollte doch inzwischen klar sein. Bereits vor einigen Jahren wurde in Istanbul ein Propaganda-Zentrum geöffnet, wo vom US-Außenministerium ausgebildete syrische Dissidenten Nachrichten und Videos herstellen, die dann von Satellitennetzen ausgestrahlt werden. So kaschierte die NATO den Krieg gegen Syrien, mit dem offiziellen Grund, Syrien zu helfen, sich von der Assad-Regierung zu "befreien". Alles um den Zusammenbruch des Staates Syrien zu betreiben. Das wahre Ziel ist jedoch:
"Syrien, Iran und Irak haben im Juli 2011 eine Vereinbarung für eine Erdgas-Leitung unterschrieben, die dann ab 2016 die iranischen South Pars Reserven, (South-Pars-Gasfeld), die größten der Welt, über Syrien mit dem Mittelmeer verbinden sollte. Syrien entdeckte eine weitere große Reserve in der Nähe von Homs, und kann so ein alternativer Hub von Energie-Korridoren für diejenigen werden, die über die Türkei und andere Wege laufen, und die von amerikanischen und europäischen Unternehmen kontrolliert werden. Deshalb will man Syrien niederschlagen und besetzen."
Im Krieg gegen Syrien geht es also nicht nur um einen Regimewechsel, sondern vor allen Dingen um die Schließung des Terminals im Mittelmeer für iranisches Gas und die Kontrolle der syrischen Gasreserven.

Wo fängt die nächste ferngesteuerte Revolte an? In China oder Russland? Oder gar zeitgleich in beiden Staaten? Wir werden sehen. In Hongkong stellt die Dämonkratiebewegung Peking und der lokalen Regierung in Hongkong bereits ein Ultimatum: Sollten ihre Forderungen nach Rücktritt des lokalen Regierungschefs Leung Chun-ying und einer Rücknahme der Wahlreform nicht erfüllt werden, würde man die Proteste noch mehr ausweiten.

Das sind altbekannte Strukturen und Strategien, die auch völlig konform mit der Meldung einhergehen, dass der IS gegen Russland und China eingesetzt wird. Schon heute sollen seine wichtigsten Offiziere nicht länger Araber sein, sondern Georgier und Chinesen.

Chinesen und Russen werden nicht tatenlos zusehen, wenn sie von der Wall Street entmachtet werden sollen. Dessen bin ich mir sicher. Bunte US-Farbenrevolutionen wären zur Abwechslung auch mal in den VSA gangbar.

FH

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen