Dienstag, 21. Oktober 2014

Weg aus der Krise? Krieg mit konsumentfreundlichen Preisnachlässen?

Mowitz
Seit Beginn der bewaffneten Auseinandersetzungen des islamischen Emirats mit den Regierungstruppen des Irak im Juni diesen Jahres fällt der Ölpreis im Gegensatz zu allen vorhergegangenen Kriege um Ressourcen. Und zwar um fast 25 %, von $115 pro Barrel auf $83,78.

Jetzt steht der Verdacht von Ölpreismanipulationen im Raum. Was im Kapitalismus nicht besonders ungewöhnlich ist, wenn der "Markt" nicht das hergeben will was sich große Elefanten so vorgestellt haben.
"Der venezolanische Minister für Erdöl, Rafael Ramírez, prangerte öffentlich eine Kurs-Manipulation an, die nichts mit der Realität des internationalen Marktes zu tun habe. Die meisten Spezialisten beschuldigen Saudi-Arabien, während die Experten dieses Königreichs offen davon sprechen, die Preise auf 80 Dollar pro Barrel bringen zu wollen.

Die Gouverneurin der russischen Zentralbank, Elvira S. Nabiullina, deutete in der Duma an, sich auf einen längeren Preisrückgang bis auf 60 Dollar pro Barrel vorzubereiten.

Wenn Exportländer wie Russland auch erhebliche Reserven an Devisen besitzen, bereiten andere Länder wie Venezuela sich auf eine schwere Wirtschaftskrise vor. Direkt betroffen sind auch: der Irak (im Kriegszustand), der Iran (noch immer unter Sanktionen), Nigeria (das vor Präsidentschaftswahlen steht), Nicaragua, Bolivien und Kuba (die von Venezuela zu günstigen Preisen beliefert werden).

Letztlich sind es die Vereinigten Staaten selbst, die darunter leiden würden, da der Wert des Dollars am Öl-Weltmarkt hängt.

Es ist derzeit schwierig, diesen Preisrückgang zu interpretieren, der gegen alle Prognosen erfolgt. Zwei Faktoren müssen berücksichtigt werden:

- der Versuch der BRIC-Staaten, Öl nicht mehr in Dollar zu verkaufen, sondern in Landeswährung;
- Der von der US-Koalition geführte Krieg gegen das islamische Emirat, unter dem Vorwand den Terrorismus zu bekämpfen, ist ein Mittel, um Öl-Installationen in Irak und in Syrien zu zerstören.

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de
Der Rückgang des Ölpreises ändert nämlich die Rentabilität vieler wirtschaftlicher Aktivitäten (z.B. alternative Energiequellen werden unbezahlbar, während die meisten Chemikalien sehr billig werden). Voltaire Netzwerk"
Die Wall Street schlägt zurück. Mit allen Mitteln. Sie steht mit dem Rücken zur Wand und verteidigt ihre Position als führendes Ausbeutersystem um jeden Preis und fernab jeder Regel und Menschlichkeit. Sie zeigt uns und der Welt um was es ihr geht. Von wegen Obama und us-amerikanische Friedenspolitik. „Erlaubt mir, das Geld eines Staates auszustellen und zu kontrollieren, und es ist mir egal, wer seine Gesetze macht.“ Hier liegen die wirklichen Machtstrukturen die verteidigt werden - und sie kosten Millionen Menschen das Leben. Jeden Tag, jeden Monat und jedes Jahr. Es ist die einzige Verheißung im Kapitalismus die auch eingehalten wird. Und zwar ohne jeden Preisnachlass!

FH

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen