Sonntag, 23. November 2014

Freie Fahrt für freie Nazis - Ein bizarres Abstimmungsverhalten der "freien Welt" im 3. Ausschuss der Uno-Vollversammlung

Mowitz
Wer nicht für uns ist, ist gegen uns. (US-Präsident George W. Bush 2001 vor dem Kongress). Bedeutet im Umkehrschluss: Wer nicht gegen uns ist, ist für uns. Das gilt dann wohl auch für die Abstimmung bei den Vereinten Nationen, als es darum ging klare Kante gegen rechtsextremistisches Gedankengut zu zeigen.
Combating Glorification of Nazism, Neo-Nazism and other practices that contribute to fuelling contemporary forms of racism, racial discrimination, xenophobia and related intolerance (3. Ausschuss der Uno-Vollversammlung Resolution AC.3/69/L.56/Rev.1.)

[Bekämpfung der Verherrlichung des Nazismus, Neonazismus und andere Praktiken, die zum Schüren zeitgenössischer Formen von Rassismus, Rassendiskriminierung, Fremdenfeindlichkeit und damit zusammenhängender Intoleranz beitragen].
Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de
Für das Dokument stimmten 115 Staaten. 55 Staaten, darunter alle EU-Mitgliedsländer, enthielten sich, 3 Staaten, die vom Wallstreet-Kapital dominierten USA und Kanada, samt die in Regierungsstellung mit Neonazis durchdrungene Ukraine, stimmten gegen die Resolution. Immerhin klare Kante für eine weitere Verherrlichung des Nazitums, mit dem der Kapitalismus in Deutschland, Europa und Amerika schon den Gröfaz Hitler erfreuten. Europa enthielt sich "mutig" der Stimme und wollte es damit allen recht machen. Mehr Unabhängigkeit bei der Abstimmung gaben die Anweisungen aus Washington für die EU auch nicht her.

Die hehren Feiertagsgedenksprüche zur Erinnerung an die Opfer des 2. Weltkrieges, des Holocaust, der Vertriebenen und Flüchtlinge in ganz Europa, so wie heute die Vertreibung von Palästinensern und Millionen Menschen im Irak, Syrien, Libyen etc. die als Folge kolonial-faschistischer US-amerikanischer/Nato-Kriege Wirklichkeit geworden sind, entpuppten sich einmal mehr als das was sie für Sonntagsredner sind: Leere Floskeln aus zahnlosen Propagandamäulern, die die eigene Schuld vedecken sollen und die stattdessen den eigens dafür kreierten Terrorgruppen untergeschoben werden. So als hätten KZ-Wächter und -Schlächter den Holocaust nicht nur ausgeführt, sondern ihn auch geplant. Europa unter Führung der Flintenkanzlerin, wich nicht von der Grundhaltung ab, die Merkel und Gaucks Leben schon in der DDR bestimmte; sich nicht mit den Mächtigen anlegen. So schützt man seine Interessen und schiebt das Ende seiner Karriere auf die lange Bank.
"Reise ins Dritte Reich

Es gibt Schriftsteller, die können sich viel vorstellen. Aber dass sie einmal nicht dabei sind, das können sie sich nicht vorstellen. In vielen Läden der Literatur herrscht heute großer Rumor, die Chefs nehmen das Inventar auf und blasen den Staub von den alten Stücken. »Frollein, da müssen doch noch ein paar nationale Sachen am Lager sein ... « Das Fräulein kramt sie hervor; wenn man sie etwas abputzt, sind sie noch wie neu, und bald wird – keine Sorge, ihre Lieben! – frische Ware hereinkommen. »Wir haben das nämlich immer geführt.« Nur nicht isoliert bleiben! Ein guter Bankier geht jeden Tag zur Börse, das ist das halbe Leben.

Kerle wie Mussolini oder der Gefreite Hitler leben nicht so sehr von ihrer eignen Stärke wie von der Charakterlosigkeit ihrer Gegner.

Um mich herum verspüre ich ein leises Wandern. Sie rüsten zur Reise ins Dritte Reich. Kurt Tucholsky"
Übrigens, die Resolution wurde auf Initiative Russlands zur Abstimmung vor die Vereinten Nationen gebracht. Aus Sicht der Wall Street-Regierung und seiner Lakaien, wohl der ausschlaggebende Grund um dagegen zu sein. Trotzdem erhielt sie die Mehrheit. Nicht Putin ist isoliert. Der Westen ist es und erhält Mehrheiten im internationalen Geschäft nur dann, wenn er unter sich selbst ist und bleibt.

Ich richte ein herzliches  Dankeschön an Präsident Putin, der die Scheinheiligkeit des Westens der ganzen Welt wieder einmal eindrucksvoll vor Augen führte.

FH

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