Montag, 8. Dezember 2014

Thüringens neugewählter Sprechblasebalg Ramelow auf Totschlagmission: Meine Wahl besiegelt das Ende der DDR

Mowitz
In einem Interview in Springers nachrevolutionärem Kampfblatt Bild am Sonntag, erklärte der frischgewählte Ministerpräsident Thüringens, Bodo Ramelow, wichtiges zum Weltgeschehen.

Seine linken Parteigenossen ließ er wissen, er sei nicht ihr Parteivorsitzender, und werde sich an parteipolitischen Debatten nicht beteiligen. So schnell hat sich wohl kaum je ein gerade gewählter Ministerpräsident aus den Niederungen des politischen Lebens zurückgezogen, um Zuflucht im zu nichts verpflichtenden Wolkenkuckucksheim zu finden. Die Angst Ramelows vor der Bevölkerung scheint gewachsen zu sein, bevor er überhaupt angefangen hat zu "regieren". Will er die Thüringer mit seinem präsidialen Gehabe an parteipolitischen Debatten nicht teilzunehmen, beeindrucken und eine Regierungspolitik per Dekret führen? Salonsozialist Kar­ri­e­rist Ramelow auf die Frage ob er das bürgerliche Feigenblatt seiner Partei sei, „ich habe die Partei jahrelang geprägt, und Feigenblätter prägen nichts. Sie hängen immer nur davor.​" Sagt ein Mann am Ende seiner Kar­ri­e­rejahre, der das "Feigenblatt" verneinte, das Attribut "bürgerlich" nicht. Eine deutliche Warnung an all jene, die auf eine Veränderung der neokonservativen Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik in Deutschland hoffen, falls Die Linke auf Bundesebene Regierungsverantwortung übernehmen würde. Dann müsste sie zudem auch noch die faschistisch-imperialistische Außenpolitik der USA/Nato übernehmen um mit einer totalen Unterwerfung überhaupt die Genehmigung aus Washington zu erhalten um mitregieren zu dürfen.

An solchen Parteien und Perönlichkeiten herrscht nun wirklich kein Mangel in Deutschland. Wozu überhaupt noch Die Linke wählen?

Die junge Welt berichtet heute, dass Gregor Gysi daran arbeite, die Partei auf Bundesebene auf "Kurs" zu bringen, und, Donnerlittchen auch, Die Linke müsse sich "in bestimmter Hinsicht etwas disziplinieren", meint Gysi. Hier spricht die Angst eines anderen Parteikarrieristen vor den Fußsohlen seiner Partei"soldaten".

Gysis Vize Dietmar Bartsch, (das verrutschte Lächeln), soll im Deutschlandfunk schon von einer Regierungsbeteiligung im Bund geträumt haben.
"Nur manchmal verrutscht dem Kandidaten das Dauerlächeln. So jüngst bei einer Diskussion in Berlin-Mitte, als er auf die Frage, wie er sich denn die vielen widerstreitenden Meinungen und Fraktionskämpfe in der Linkspartei erkläre, einen interessanten Blick in seine Psyche ermöglichte: Da in Zeiten schlechter Wahlergebnisse die Mandate knapper seien, würden sich die Abgeordneten der Linkspartei um die Posten streiten wie "die Hartz-Vierer um den Alkohol". Wer so über seine Leute denkt und offenkundig annimmt, dass der Suff das Erkennungsmerkmal der Arbeitslosen ist, der kann, auf dem Weg in die FDP, die Mitgliedschaft in der SPD gleich überspringen". Rationalgalerie
Dem linken Flügel der Partei verschlug es wohl die Sprache; der hüllte sich am Wochenende in Schweigen. Ich hoffe wirklich nicht, dass Ramelow sie bereits schon zum Schweigen gebracht hat, während er sich damit beschäftigte, weiter mit der bereits seit 25 Jahren verblichenen DDR einen pseudoideologischen Kampf zu führen. Die DDR als untoten Popanz am Leben zu halten, liegt nämlich durchaus im Interesse derjenigen, welche die Hartz-IV-Gesellschaft als die Errungenschaft des Jahrhunderts feiern und einführten.

"Nachtijall, ick hör dir trapsen".

FH

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