Mittwoch, 24. September 2014

Der Weltpolizist - Dein Freund und Helfer

Mowitz
Vor einem Jahr beschuldigten Weltpolizist Obama und seine Hilfspolizisten Netanjahu, Cameron, Hollande, Merkel, etc. die syrische Regierung die "rote Linie" im eigenen Land überschritten zu haben. Etwa 1400 Zivilisten in Ghuta, nicht weit von Damaskus entfernt, waren bei einem Giftgasangriff, mit dem chemischen Kampfstoff Sarin, zu Tode massakriert worden.

US-Außenminister Kerry produzierte zu jener Zeit, vor der internationalen Presse, immer neue "Beweise" im Stundentakt. Die sollten den Eindruck suggerieren, verantwortlich für dieses und andere Massaker sei die legale Regierung Assad. Alle diese haltlosen Beschuldigungen wurden ebenso schnell wieder Makulatur wie Kerry sie erfand und öffentlich machte. Die Untat in Ghuta war dazu gedacht, aus einem verdeckten Krieg der US-Koalition des Terrors, der unter der falschen Bezeichnung "Bürgerkrieg" lief und immer noch läuft, einen "offenen" zu machen. Die Truppen der syrischen Regierung hatten den Terror-Banden empfindliche Schläge versetzt und standen kurz davor sie zu vernichten.

Da hielt es die Terror-Koalition wohl für zweckmäßig mit allen verfügbaren Waffen, die ein Weltpolizist noch so auf Lager hat die drohende Niederlage in einen Sieg zu wenden. Syrien sollte mit Flugangriffen mehr oder weniger pulverisiert werden.

Menschliche Opfer haben "Weltgestalter", bei ihrem "Aufbau" einer "friedlicheren und besseren Welt" noch nie ernsthaft gestört. Hauptsache die Gewinnmarge ist stimmig. Nach einer kurzen Pause fliegen die VSA seit gestern mit voller Kraft gegen Syrien, ohne sich vorher die Zustimmung des UN-Sicherheitsrates geholt zu haben, und machen somit das was Weltpolizisten immer machen: völkerrechtswidrig zu handeln. Um diesmal ganz bestimmt, wie sie uns treuherzig erzählen, den IS zu vernichten. Was sich an und für sich gut anhört. Nur, warum haben sie ihn dann erst aufgebaut? Das ist nur eine rhetorische Frage. Ich verstehe schon den "tieferen" Sinn dahinter. Und der IS soll ja, wie zu hören ist, noch als Privatarmee, die die NATO gerade aufbaut, gegen Russland und China eingesetzt werden. Heute schon sollen seine wichtigsten Offiziere nicht länger Araber sein, sondern Georgier und Chinesen.

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de
Was meiner unbedeutenden Meinung nach aber keinesfalls die Millionen Morde und Flüchtlinge in Syrien und nachfolgenden Staaten rechtfertigt, welche die USA zu verantworten haben/werden. Wie die im Irak und Libyen. Die gehen auch auf das Konto des Welt- und seiner Hilfspolizisten.

Die heuchlerischen, durch und durch verlogenen Propagandaberichte mit denen staats- und konzerngesteuerte Journaillen es verstehen Lügen als Wahrheit in die Hirne ihrer Konsumenten zu implantieren, tragen ihres dazu bei, auch mit dem unerträglichen Leid von Kleinkindern noch Geschäfte zu machen. Den Blick von den wirklich Schuldigen abzulenken und deren Verbrechen als "Befreiungsschlag" gegen das "Böse" zu bejubeln.

Um das Böse greifbar zu machen, muss es sichtbar sein. Eine Kunst die in der Welt der Propaganda keiner so beherrscht wie die Traumfabrik Hollywood. Teuflisch, perfide, schwer durchschaubar und dennoch immer nach diesen oder ähnlichen Mustern gestrickt.

Eine neue Weltordnung, welche die USA ganz offen verfolgen, mit sich als alleinigen Hegemon an der Spitze, wird in deutschen Medien einfach zu einer neuen Weltordnung des Wladimir Putin umfunktioniert, wie hier zu lesen ist. Wo der Staatsstreich USEuropas, in trauter Verbundenheit mit ukrainischen Nazis, (Rechter Sektor), der auf dem Maidan in Kiew sich für alle erkennbar zeigte, die nicht auf beiden Augen erblindet waren, macht das gleiche transatlantische Horrorblatt ein: "Was ist, wenn die Ukraine mit Unterstützung des Westens beweisen sollte, dass wahre Demokratie und Marktwirtschaft doch das bessere Modell sind?"

Hinter dieser unpräzisen, nebulösen Aussage verbirgt sich natürlich der Alleinherrschaftsanspruch des Wall Street-Kapitalismus als allgemein gültige Weltordnung. So als wäre Wall Street-Kapitalismus gleichbedeutend mit wahrer Demokratie und Marktwirtschaft. Dabei muss er heute mit mehr Staatsterrorismus, als je zuvor, verbreitet werden, um überhaupt noch so etwas wie "erfolgreich" zu erscheinen.

Woran Russland, China, Indien und andere Staaten arbeiten, ist ihre eigene Entwicklung und Unabhängigkeit vom jetzigen internationalen Groß- und Finanzkapital zu betreiben. Das ist weder illegitim noch schädlich für die internationale Wirtschaft. Möglicherweise stört es die aktuellen Machthaber und Nutznießer der neoliberalen Ordnung, die von der Wall Street angeführt werden und lieber "Strafen" verhängen, als selbst von Strafsanktionen betroffen zu sein.

Was die Herren in Zwirn und Nadelstreif nicht davon abhält, gleichzeitig mit der größten Wirtschafts- und Finanzkrise die wir je hatten, die Zukunft der Menschheit mit Atomwaffen und maroden Kernkraftwerken zu bedrohen.

Fukushima ist viel schlimmer als uns durch staats- und konzerngesteuerte Journaillen vermittelt wird. Die Folge dieser Katastrophe ist, dass der gesamte Pazifik immer weiter verseucht wird - einschließlich der kompletten Westküste der USA. Auch Japans Nahrungsmittelkette ist bedroht.

Was hören wir davon in unseren staats- und konzerngesteuerten Journaillen? So gut wie nichts. Gar nichts! Die Bundesregierung setzt sich in Bälde auch von ihrem lauthals propagierten Atomkraftausstieg ab. Was hören wir davon? Nichts! Gar nichts!

Das alles ist Teil der üblichen, nicht vom eingeschlagenen Weg abweichenden Marschroute unserer Konzernmedien: Vertuschung, Desinformation, Propaganda und Lügen!

Einen Rechtsanspruch auf globale Vorherrschaft gibt es nicht. Für niemanden! Und China soll ja, nach übereinstimmenden Berichten sogenannter Wirtschaftsexperten, auf gutem Wege sein, die Vereinigten Staaten von Nordamerika wirtschaftlich zu überholen und zur globalen wirtschaftlichen Nummer Eins aufsteigen. Vielleicht noch in diesem Jahr. Eine Rolle, die einem 1,4 Milliarden Volk wohl eher zukommt, als einem 317 Millionen Volk. Nur mal so zum Abschluss als leichtverständliches Milchmädchenargument angeführt.

FH

Dienstag, 23. September 2014

Wer nimmt am "islamischen Emirat" teil?

von Thierry Meyssan
Voltaire Netzwerk
Übersetzung Horst Frohlich
Während die westliche Öffentlichkeit mit Informationen über die Bildung einer sogenannten internationalen Koalition zur Bekämpfung des "islamischen Emirats" überschwemmt wird, ändert sich dieses unauffällig in seiner Form. Seine wichtigsten Offiziere sind bereits nicht mehr Araber, sondern Georgier und Chinesen. Für Thierry Meyssan zeigt diese Wende, dass die NATO in Kürze das "islamische Emirat" in Russland und China einsetzen will. Daher müssen diese beiden Länder jetzt gegen die Dschihadisten eingreifen, bevor sie zurückkommen und Chaos in ihrem Herkunftsland verbreiten.

Das "islamische Emirat" hat zuerst seinen arabischen Ursprung angegeben. Diese Organisation ist aus "Al-Kaida im Irak" hervorgegangen, die nicht die amerikanischen Invasoren bekämpfte, sondern die irakischen Schiiten. Sie wurde das "Islamische Emirat im Irak", dann das „Islamische Emirat im Irak und in der Levante“. Im Oktober 2007 beschlagnahmte die US-Armee in Sindschar ungefähr 606 Karteikarten von ausländischen Mitgliedern dieser Organisation. Sie wurden von Experten der Militär-Akademie West Point ausgesondert und geprüft.

Einige Tage jedoch nach dieser Beschlagnahmung sagte der Emir al-Baghdadi, dass seine Organisation nur 200 Kämpfer habe und sie alle Iraker wären. Diese Lüge ist mit der, anderer terroristischer Organisationen in Syrien vergleichbar, die behaupten, nur vorübergehend Fremde zu zählen, obwohl die syrische arabische Armee schätzt, dass mindestens 250.000 ausländische Dschihadisten in den letzten drei Jahren in Syrien gekämpft hätten. Darüber hinaus behauptet jetzt der Kalif Ibrahim (neuer Name des Emir al-Baghdadi), dass seine Organisation weitgehend aus Ausländern bestünde, dass das syrische Gebiet nicht mehr für die Syrer sei und das irakische Territorium nicht mehr für die Iraker, aber dass sie für die Dschihad-Kämpfer seien.

Laut der beschlagnahmten Unterlagen in Sindschar wären 41 % der ausländischen Terroristen, Mitglieder des "Islamischen Emirats im Irak", saudischer Nationalität, 18,8 % wären Libyer und nur 8,2 % Syrer. Wenn man diese Zahlen mit der Bevölkerung von den betreffenden Ländern vergleicht, hat die libysche Bevölkerung proportional zweimal mehr Kämpfer als Saudi Arabien und 5-mal mehr als die von Syrien erstellt.

Was die syrischen Dschihadisten betrifft, war ihr Ursprung über das ganze Land verteilt, aber 34, 3 % kamen aus der Stadt Deir-Ez-Zor, die seit dem Rückzug des "Islamischen Emirats" aus Raqqa die Hauptstadt des Kalifats geworden ist.

In Syrien hat Deir-Ez-Zor die Besonderheit, vor allem von sunnitischen, in Stämmen organisierten Arabern und kurdischen und armenischen Minderheiten bewohnt zu sein. Nun gelang es den Vereinigten Staaten bisher nur Afghanistan, Irak und Libyen zu zerstören, d.h. Länder, in denen die Bevölkerung in Stämmen organisiert ist. Sie scheiterten jedoch überall anderswo. Aus dieser Sicht können insbesondere Deir-Ez-Zor und der ganze Nordosten von Syrien daher möglicherweise erobert werden, nicht aber der Rest des Landes, wie man es seit drei Jahren sieht.

Seit zwei Wochen wirkt sich eine Säuberungsaktion auf Offiziere aus dem Maghreb aus. So wurden die Tunesier, die den militärischen Flughafen in Raqqa am 25. August eingenommen hatten, wegen Ungehorsam verhaftet, und von ihren Vorgesetzten hingerichtet. Das "Islamische Emirat" beabsichtigt, an ihre Stelle seine arabischen Kämpfer zu setzen und tschetschenische Offiziere, die freundlicherweise durch die georgischen Geheimdienste zur Verfügung gestellt wurden, zu fördern.

Eine andere Kategorie von Dschihadisten erscheint: die Chinesen. Seit Juni transportierten die Vereinigten Staaten und die Türkei Hunderte von chinesischen Kämpfern und ihre Familien in den Nordosten von Syrien. Einige von ihnen wurden sofort Offiziere. Diese sind vor allem Uiguren, Chinesen aus der Volksrepublik China, aber sunnitische Muslime und von türkischer Sprache.

Daher ist klar, dass letztlich das "islamische Emirat" seine Aktivitäten auf Russland und China erweitern wird, dass diese beiden Länder das endgültige Ziel sind.

Wir werden sicher eine neue Mitteilungskampagne von der NATO erleben: ihre Luftstreitkräfte werden die Dschihadisten aus dem Irak vertreiben und sie in Deir Ez-Zor sesshaft werden lassen. Die CIA wird den "revolutionären syrischen Gemäßigten" (SIC!), die dann ihr Wappen ändern werden, Geld, Waffen, Munition und Informationen zukommen lassen und sie werden sie unter der Flagge des "Islamischen Emirats", wie es seit Mai 2013 der Fall ist, verwenden.

Damals war Senator John McCain illegal nach Syrien gekommen, um den Generalstab der FSA zu treffen. Nach der damals ausgestrahlten Fotografie, um das Treffen zu bestätigen, gehörte diesem Stab ein gewisser Abu Du’a an, offiziell unter dem Namen Abu von dem US-State Department recherchiert, der in Wirklichkeit der aktuelle Kalif Ibrahim war. So war derselbe Mann - zugleich und zur gleichen Zeit - ein moderater Führer der FSA und ein extremistischer Chef des "islamischen Emirats".

Anhand dieser Information sollte man den wahren Wert des am 14. Juli durch den syrischen Botschafter Baschar al-Dschafari dem Sicherheitsrat überreichten Dokumentes einschätzen. Es handelt sich um einen Brief vom Oberbefehlshaber der FSA, Salim Ibrahim, datiert vom 17. Januar 2014. Man liest: „Ich informiere Sie hiermit, dass die vom Generalstab an die Führer der revolutionären militärischen Räte geschickte Munition verteilt werden muss, gemäß der Vereinbarung, zu zwei Drittel an die Kriegsherren der al Nusra-Front, das restliche Drittel geteilt für das Militär und die Revolutionäre, für den Kampf gegen die EIIL- Bande. Wir danken Ihnen, uns den Lieferungsnachweis der ganzen Munition zu senden, mit Angabe der Mengen und Qualitäten, unterzeichnet von den Führern und Kriegsherren in Person, so dass wir sie an die türkischen und französischen Partner weitergeben können.“ Mit anderen Worten, zwei Mächte der NATO (die Türkei und Frankreich) haben Munitionslieferungen durchgeführt, für zwei Drittel an die al-Nusra Front (durch den UNO-Sicherheitsrat als Mitglied der Al-Kaida klassifiziert) und zu einem Drittel an die FSA, damit sie gegen das "Islamische Emirat" kämpfen, dessen Leiter einer ihrer höheren Offiziere ist. In Wirklichkeit ist die FSA vom Boden verschwunden und die Munition war daher zu zwei Drittel der Al-Kaida und zu einem Drittel dem "islamischen Emirat" bestimmt.

Dank dieser doppelspielartigen Vorrichtung wird die NATO weiterhin ihre Dschihadisten-Horden gegen Syrien schicken, und gleichzeitig vorgeben sie zu bekämpfen.

Jedoch wenn die NATO das Chaos überall in der arabischen Welt, auch bei ihrem saudischen Verbündeten verbreitet haben wird, wird sie das "Islamische Emirat" gegen die beiden in Entwicklung stehenden Großmächte, Russland und China wenden. Deshalb sollten diese beiden Mächte jetzt sofort eingreifen und die private Armee, die die NATO gerade aufbaut und in der arabischen Welt trainiert, im Keim ersticken. Andernfalls müssten Moskau und Peking sie bald auf eigenem Boden bekämpfen.

Montag, 22. September 2014

Russell-Tribunale zur Ukraine und zu Gaza

Von Stephen Lendman
SteveLendmanBlog, 14.09.14
Das Russell-Tribunal wird von Friedensaktivísten organisiert; es ist auch als International War Crimes Tribunal (als Internationales Tribunal gegen Kriegsverbrechen) bekannt.

Das Russell-Tribunal verurteilt die ständigen Kriege der USA und stellt sich den (US-)Extremisten entgegen, die mit Gewalt eine Neue Weltordnung herbeibomben wollen. Es setzt sich zusammen aus Akademikern, Intellektuellen und Künstlern.

Das International War Crimes Tribunal wird inspiriert vom BRussells Tribunal, das nach dem berühmten Philosophen, Kriegsgegner und antiimperialistischen Aktivisten Bertrand Russell (1872 – 1970), benannt wurde. (Weiter Informationen dazu sind hier und hier nachzulesen.)

Russell hat schon vor vielen Jahren gewarnt:

"Wenn die Menschheit den Krieg nicht ächtet, wird er die menschliche Rasse auslöschen." Nur dann können wir in Frieden überleben – eine andere Möglichkeit gibt es nicht.

Vorhergehende Tribunale haben Kriegsverbrechen in Vietnam, im Irak und in Palästina untersucht und sich mit Menschenrechtsverletzungen in Lateinamerika und in der Psychiatrie beschäftigt.

Am 24. und 25. September ist ein außerordentliches Tribunal in Brüssel geplant, das sich mit der "Operation Protective Edge" (dem jüngsten israelischen Überfall auf Gaza) befassen soll.

Entsetzen über die dabei begangenen völkermörderischen Kriegsverbrechen haben zu seiner Einberufung geführt.

Bei dieser Sitzung werden die Kriegsverbrechen, die Verbrechen gegen die Menschlichkeit und der Völkermord untersucht, die Israel vorgeworfen werden.

(Heckenschütze US-Präsident: Ich bin Gott!)
Cartoon: Carlos Latuff, Wikimedia, copyright free
Auch mit der Beteiligung dritter Staaten (am Überfall auf Gaza) will man sich beschäftigen.

Auf einer internationalen Pressekonferenz, die für den 25. September geplant ist, werden renommierte Mitglieder des Tribunals die Untersuchungsergebnisse vorstellen.

Am gleichen Tag werden sie auch vom Europäischen Parlament empfangen. Außerdem werden sie der Generalversammlung der Vereinten Nationen in deren 69. Sitzung einen Bericht vorlegen.

Das Russell-Tribunal ist "unser aller Tribunal". Damit es gehört wird, braucht es die Unterstützung der Öffentlichkeit. Seine Arbeit ist wichtiger als jemals zuvor, weil das Überleben der Menschheit auf dem Spiel steht.

Am 13. September hat Russia Today / RT einen Artikel mit der Überschrift "Schuldig! Russell-Tribunal verurteilt Obama und Poroschenko wegen der Kriegsverbrechen in der Ukraine" veröffentlicht. Darin wird mitgeteilt:

Am Samstag hat in Venedig in Italien "ein informelles Russell-Tribunal" getagt.

Seine Entscheidungen haben keine juristischen Folgen, üben aber weltweit Einfluss auf die öffentliche Meinung aus.

Die Erkenntnisse des Russell-Tribunals über die Vorkommnisse in der Ukraine werden auch dem UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon, den EU-Staaten, dem International Criminal Court / ICC und anderen internationalen Gremien übersandt.

Die Richter des Russell-Tribunals haben befunden:

"Das Russell-Tribunal, das zusammengetreten ist, um die Kriegsverbrechen im Donbass (im Südosten der Ukraine) an Hand von vorgelegten Beweisen zu untersuchen, machte den ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko, den US-Präsidenten Barack Obama, den Vorsitzenden der EU-Kommission José Manuel Barroso und den NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen für den Krieg gegen die Menschen im Donbass verantwortlich."

Das Gericht setzte sich aus Einwohnern Venedigs zusammen. Albert Gardin, der Präsident der Region Venetien, führte den Vorsitz.

Amnesty International und andere Menschenrechtsorganisationen waren eingeladen, sind aber nicht erschienen.

Sie haben sich für einen Platz auf der falschen Seite der Geschichte entschieden und unterstützen häufig Entwicklungen, die zu verurteilen sind.

Galina Kozhushko vertrat die Selbstverteidigungskräfte von Lugansk und Donezk. Sie ist in Lugansk geboren, wohnt aber zur Zeit in Italien.

"Aus den friedlichen Protesten im Donbass hat sich bewaffneter Widerstand entwickelt, weil die Anliegen der Protestierenden (von Kiew) ignoriert wurden," sagte sie aus.

"(Die Angreifer aus Kiew) haben Schulen, Krankenhäuser, Pflegeheime und Kirchen zerstört."

"Die Menschen in Lugansk konnten es zunächst nicht glauben, dass ihre eigene Regierung nicht davor zurückschreckt, sie sogar zu töten."

Giulietto Chiesa, ein Journalist und ehemaliger Abgeordneter des Europa-Parlaments, nannte die Vorkommnisse im Südosten der Ukraine "eine von den USA geplante Provokation Russlands".

"Die Ukraine wurde schon lange vorher von den USA vereinnahmt," erklärte er. "Wenn die NATO wirklich ihre Truppen an die Grenzen Russlands vorverlegt, befinden wir uns auf der Schwelle eines Krieges zwischen dem Westen und Russland."

Die Gewalt brach im April aus, als Kiew der eigenen Bevölkerung den Krieg erklärte.

Die Freiheitskämpfer im Südosten der Ukraine lehnen es ab, von Faschisten regiert zu werden. Sie erkennen die Regierung (der Putschisten in Kiew) nicht an.

Sie fordern Demokratie und regionale Autonomie. Sie wollen das Recht, sich selbst zu verwalten. Und sie verdienen weltweite Unterstützung.

Die Kämpfe haben viele Opfer gefordert. Tausende Menschen wurden getötet und noch mehr verletzt.

Hunderttausende wurden innerhalb und außerhalb der Ukraine zu Flüchtlingen.

Obwohl beide Seiten am 5. September eine Waffenruhe vereinbart haben, flackern die Kämpfe immer wieder auf.

Washington trägt die volle Verantwortung dafür, weil es die Kiewer Regierung aus dem Hintergrund manipuliert.

Weil der Frieden sehr brüchig ist, kann der Konflikt jederzeit wieder eskalieren.

Die US-Regierung will Krieg und keine friedliche Einigung. Sie sagt, wo es langgeht, und ihre willigen Handlanger in Kiew führen nur die US-Befehle aus.

Die US-Regierung will den Konflikt mit Russland unbedingt verschärfen. Sie möchte alle ehemaligen Sowjetrepubliken und alle Staaten des ehemaligen Warschauer Paktes in die NATO aufnehmen.

Sie umzingelt Russland mit US-Basen und bedroht sein Kernland mit Interkontinentalraketen, die mit Mehrfachsprengköpfen bestückt sind.

Die US-Regierung will Russlands Einfluss verringern, Russland schwächen, isolieren und schließlich ebenfalls vereinnahmen und in eine weitere US-Kolonie verwandeln.

Die US-Regierung möchte (mit Russland) einen Hauptrivalen beseitigen, ihm seine Ressourcen stehlen und seine Menschen ausbeuten.

Sie möchte Eurasien, die größte Landmasse der Welt, durch Balkanisierung neu aufteilen, in Ministaaten aufsplittern und dadurch neutralisieren.

Das US-Imperium will wachsen und auch China isolieren. Das langfristige Ziel Washingtons ist die unangefochtene Weltherrschaft.

Die endlosen Kriege sind Teil der US-Strategie, mit der dieses Ziel erreicht werden soll. Der Weltfrieden hängt an einem seidenen Faden und wird von den US-Extremisten bedroht, die eine neue Weltordnung herbeibomben wollen.

Willkommen im Zweiten Kalten Krieg! Die Politik des Westens ist vorprogrammiert, aber Russland wird sich nicht von den USA übertölpeln lassen.

Putin wird die Souveränität Russlands (mit allen Mitteln) verteidigen, weil sie ihm zu wichtig ist. Deshalb setzt er sich gegen die imperiale Gesetzlosigkeit der (US-Regierung) zur Wehr.

Er tut das, weil er im Recht ist, und er tut das sehr mutig. Deshalb betrachtet ihn Washington auch als Staatsfeind Nr. 1.

Der Krieg gegen ISIS / ISIL / IS ist nur ein Vorwand, mit dem die US-Regierung die uneingeschränkte Kontrolle über den Mittleren Osten gewinnen will. Aber Eurasien bleibt im Auge des Sturms.

"Wer steckt hinter dem Projekt Islamischer Staat / IS?" fragte Michel Chossudovsky.

"Noch vor Kurzem wurden seine Anhänger als oppositionelle syrische Freiheitskämpfer dafür gefeiert, dass sie 'die Demokratie wieder herstellen' und Assads weltliches Regime stürzen wollten."

Chossudovsky fragte auch: "Wer steckt hinter dem 'dschihadistischen Aufstand' in Syrien?"

Er sieht dunkle Kräfte in Washington "hinter dem Kalifat-Projekt".

"Die Miliz des Islamischen Staates / IS, gegen die sich die angeblich nur zur 'Terrorbekämpfung' durchgeführten jüngsten Bombenangriffe der USA und der NATO richten, wurde und wird immer noch insgeheim von den USA und ihren Verbündeten unterstützt."

Der IS ist ein Geschöpf der US-Geheimdienste und wird auch von Großbritannien, Israel und dunklen Kräfte in anderen Schurkenstaaten gefördert.

Diese Kräfte stützen auch den faschistischen Extremismus in der Ukraine, weil sie um jeden Preis die Demokratie verhindern wollen.

Der Staatsterrorismus ist zur offiziellen Politik der USA geworden. Das Streben nach Frieden wird nur vorgegaukelt, während immer neue Kriege angezettelt werden. Schurkenstaaten gehen nun mal so vor.

Mit erfundenen Feinden will die US-Regierung nur von ihren imperialistischen Zielen ablenken. Obama trägt die volle Verantwortung dafür. Er setzt den Krieg gegen die Freiheit auch in der Ukraine fort.

Bald wird er auch in Syrien bombardieren. Obama streckt die Hand nach der ganzen Region aus und will sie komplett unter seine Kontrolle bringen.

Seine Absichten bedrohen den Weltfrieden. Es könnte sein, dass die Menschheit seine zweite Amtszeit nicht überlebt. Deshalb muss er gestoppt werden, bevor es zu spät ist.

Zum Schluss möchte ich noch auf das Verhalten Russlands eingehen.

Am 12. September hat Putin gefragt, was die neuen Sanktionen des Westens bewirken sollen?

"Während wir uns einer friedlichen Lösung des Konflikts (in der Ukraine) nähern, unternimmt der Westen Schritte, die den Friedensprozess stören," erklärte er.

"Wir haben uns doch angenähert. Deshalb kann ich nicht verstehen, wozu die neuen Sanktionen gut sein sollen."

"Ich habe schon wiederholt darauf hingewiesen, dass unsere westlichen Partner erst den verfassungswidrigen Staatsstreich (in Kiew) inszeniert und dann die Strafaktion im Südosten (der Ukraine) unterstützt haben; und obwohl sich jetzt eine friedliche Lösung abzeichnet, werden schon wieder gezielte Schritte zur Störung des Einigungsprozesses unternommen."

"Warum geschieht das?" fragte Putin. Die Sanktionen seien kontraproduktiv und würden nicht greifen. Russland werde aber angemessen reagieren.

Das geschehe nur, um den Schaden für den Handel und die Industrie Russlands zu begrenzen. Dabei gehe es nicht darum, "zu beweisen, wie stark Russland ist".

Am 13. September erklärte der russische Außenminister Sergei Lawrow, Washington versuche "die Krise in der Ukraine auszunutzen, um die Wirtschaftsbeziehungen zwischen der EU und Russland zu zerstören und Europa zum Kauf überteuerten US-Erdgases zu zwingen".

Die US-Regierung schlachte die Ukraine-Krise aus, "um Europa wirtschaftlich von Russland zu trennen und möglichst günstige Voraussetzungen für die Verhandlungen über die Transatlantic Trade and Investment Partnership / TTIP zu schaffen.

Sie wolle die Belieferung Europas mit verflüssigtem Erdgas aus den USA durchsetzen – zu einem Preis, der viel höher als der für das russische Erdgas zu zahlende wäre. (s. hier).

Russland liefere zur Zeit etwa ein Drittel des von der EU benötigten Erdgases. Lawrow wies auch darauf hin, dass die EU Gefahr laufe, ihre Wirtschaft der US-Außenpolitik zu opfern.

Arsenij Jazenjuk, der an die Macht geputschte Ministerpräsident der Ukraine, hat Moskau am Samstag den lächerlichen Vorwurf gemacht, "die Unabhängigkeit der Ukraine beseitigen" zu wollen.

Putin wolle sich erst die ganze Ukraine aneignen und anschließend nach und nach wieder die frühere "Sowjetunion" errichten.

Jazenjuk forderte die NATO-Mitgliedschaft für die Ukraine. "Nur die NATO kann die Ukraine (vor Putin) schützen," behauptete er.

Russland wird sich nicht einschüchtern lassen. Es wird keine US-kontrollierten NATO-Basen an seinen Grenzen dulden.

Die Aufnahme der Ukraine in die NATO wäre eine ungeheure Provokation. Stellen Sie sich vor, Russland betriebe Basen in Kanada und/oder in Mexiko.

Stellen Sie sich vor, russische Kriegsschiffe würden vor der Ost- und Westküste der USA oder im Golf von Mexiko patrouillieren.

Machen Sie sich klar, dass die US-Regierung Krieg will, und bedenken Sie die Warnung Bertrand Russells.

Wir haben die Wahl zwischen dem Überleben der Menschheit und einem (Dritten und letzten) Weltkrieg. Wir müssen uns entscheiden.


Stephen Lendman lebt in Chicago. Er ist über lendmanstephen@sbcglobal.net zu erreichen. Ein neues Buch, an dem er als Herausgeber und Autor mitgewirkt hat, trägt den Titel "Flashpoint in Ukraine: US Drive for Hegemony Risks World War III" (Brennpunkt Ukraine: Die USA riskieren mit ihrem Streben nach Weltherrschaft den Dritten Weltkrieg, s. dazu auch hier). Lendman betreibt den Blog http://sjlendman.blogspot.de/ und das Radioprogramm Progressive Radio News Hour.

Übersetzung luftpost-kl.de

Sonntag, 21. September 2014

Wall Streets Mann for President - in Russland!

Mowitz
Michail Chodorkowski, einer der Hauptprofiteure des Kapitalismus-Raubzuges der 1990er Jahre in Jelzins Russland, der es vom nichtbetuchten Komsomolsekretär der kommunistischen Jugend der UdSSR zu einem der reichsten Männer Russlands brachte. Dann abstürzte, wegen Betrugs und Steuerhinterziehung verurteilt wurde und fast elf Jahre im Gefängnis absitzen musste, bevor er, rund acht Monate vor dem regulären Ablauf seiner Haftstrafe von Präsident Putin begnadigt wurde. Noch 2004 schätzte das Wirtschaftsmagazin Forbes Magazine das Vermögen von Chodorkowski auf 15,2 Milliarden US-Dollar. Damit lag er auf Platz 16 der reichsten Menschen auf der Welt. Eine mehr detaillierte Dokumentation seines Werdegangs gibts hier.

Chodorkowski lebt z.Z. in der Schweiz, wahrscheinlich um gültige Steuernachforderungen Russlands zu unterlaufen und nimmt nun Anlauf auf das russische Präsidentenamt. Ria Novosti zitiert ihn unter Berufung auf einen Zeitungsbericht wie folgt:
„Ich wäre nicht daran interessiert, zum Präsidenten der Russischen Föderation zu werden, wenn mein Land sich normal entwickeln würde (…) Wenn es jedoch notwendig wäre, die Krise zu bewältigen und eine Verfassungsreform durchzuführen (…), wäre ich bereit, einen Teil dieser Arbeit zu übernehmen“.
Ein Schelm der Böses dabei denkt. Gerade jetzt wo Russland sich partout nicht gewillt zeigt sich einem Diktat der USA zu unterwerfen, und wie andere europäische Staaten, einen Vasallenstatus am Hof des Wall Street-Imperiums einzunehmen, um dabei behilflich zu sein es aus dem Sumpf zu ziehen. Man verlässt sich auf seine eigene Stärke. Der militärischen und der zivilen. Seinen Reichtum an Bodenschätzen ist Russland durchaus in der Lage, selbst in eigener Verantwortung und zum Wohle des russischen Volkes einzusetzen, ohne das Russland vom internationalen Groß- und Finanzkapital geplündert werden muss.

FH

Samstag, 20. September 2014

Privatisierung des Krieges: Billig, klaglos, leise - Kriegsprofite Haupteinnahme der US-Konzerne?

"Statt Soldaten wollen die USA diesmal zivile Söldner in den Irak schicken

Von Seth Robson
STARS AND STRIPES, 07.09.14

Die US-Regierung will nicht noch einmal US-Kampftruppen in den Irak schicken, sondern "Contractors" (Auftragnehmer, also Söldner) anheuern, die bereit sind, das irakische Verteidigungsministerium und die Dienste zur Terrorbekämpfung bei verschiedenen Aufgaben – zum Beispiel bei der Entwicklung der Streitkräfte, bei der Logistik, bei der Planung und bei Operationen – zu beraten. Das U.S. Army Contracting Command (das von der nachgeordneten 409th Contracting Support Brigade Kaiserslautern wohl auch Söldner in der Bundesrepublik Deutschland anwerben lässt, s. hier) sucht seit letzter Woche per Anzeige "Contractors" für zunächst 12 Monate, die bereit sind, "am Abbau von Spannungen zwischen Arabern und Kurden und zwischen Sunniten und Schiiten (im Irak) mitzuarbeiten".

Aus der Anzeige geht hervor, dass die "Contractors" in der Verwaltung, bei der Entwicklung der Streitkräfte, bei der Auftragsvergabe und Beschaffung, beim Abschluss von Verträgen, bei der Organisation der militärischen Ausbildung, in der Pressearbeit, beim Organisieren des Nachschubs, bei der Personalplanung und -entwicklung, bei der Nachrichtenübermittlung, bei der Planung von Operationen, bei der Lösung von Infrastruktur-Problemen und beim Ausbau der Geheimdienste und der Polizei eingesetzt werden (also den ganzen Sicherheitsapparat des Iraks unterwandern) sollen.

Cartoon: Carlos Latuff, Wikimedia, copyright free
Diese Dienstleistungen sollen "innerhalb der bereits wahrgenommenen Aufgaben" des "Office of Security Assistance-Iraq" (des Büros für die Unterstützung des Iraks in Sicherheitsfragen, s. dazu auch hier und hier) erfolgen und die irakischen Sicherheitskräfte beim Ausbau ihrer Kapazitäten unterstützen", teilte Pentagon-Sprecher Commander (Korvettenkapitän) Bill Speaks in einer E-Mail mit.

Das schnelle Vordringen der Kämpfer des Islamischen Staates / IS im Irak hat in den letzten Monaten die Entsendung von fast 1.000 US-Soldaten zum Schutz der US-Vertretungen in der irakischen Hauptstadt Bagdad und der Stadt Erbil im halbautonomen Kurdistan notwendig gemacht.

Zusätzlich sind im Irak schon 100 Mitarbeiter des Office of Security Assistance-Iraq als Berater tätig, und die Anzahl unabhängiger (US-)Zivilberater dürfte nicht weit darunter liegen.

Bereits letzten Monat hat Präsident Barack Obama Luftangriffe auf die IS-Kämpfer autorisiert, weil sie schon große Teile des Iraks überrannt haben und diplomatisches Personal der USA in Bagdad und Erbil bedrohen. Gleichzeitig hat er aber ausdrücklich die Entsendung weiterer US-Soldaten in den Irak ausgeschlossen, nachdem er erst vor knapp drei Jahren die letzten US-Soldaten aus dem Irak-Krieg (seines Vorgängers Bush) heimgeholt hat.

Nach Meinung von Analysten kann durch die Entsendung ziviler Söldner die erneute Entsendung von US-Truppen vermieden werden.

David Johnson, ein ehemaliger Lt. Col. (Oberstleutnant) der US Army, der jetzt Leitender Direktor des Center's for Advanced Defense Studies (des Zentrums für Studien zur modernen Verteidigung), in Washington ist, betonte, dass "Contractors" (zivile Söldner) auch in Konfliktzonen nicht als reguläre Truppen zu betrachten sind.

"Die Regierung ist wegen der Kritik aus der Bevölkerung immer bemüht, möglichst wenige US-Soldaten einzusetzen," schrieb er in einer E-Mail. "Die US-Amerikaner und die US-Medien regen sich über (getötete) US-Söldner bei weitem nicht so auf wie über (gefallene) US-Soldaten.

Außerdem haben Studien ergeben, dass (mit Zeitverträgen) angeheuerte Söldner (weil sie selbst und ihre Familien keine Versorgungsansprüche geltend machen können) viel billiger als Soldaten sind; (ohne offizielle Uniformen) fallen sie auch weniger als Vertreter eines bestimmten Staates auf, eignen sich aber mindestens genau so gut zur Durchsetzung strategischer und sicherheitspolitischer Ziele der USA.


Gerade im Irak hat das Pentagon mit vom ihm bezahlten Söldnern viele Erfahrungen sammeln können. Während der US-Besatzung haben Tausende von bewaffneten Sicherheitsleuten und anderen zivilen Unterstützungskräften zusammen mit ausländischen und irakischen Truppen geholfen, das Land zu stabilisieren.

Allison Stanger, Professorin für internationale Politik und Volkswirtschaft am Middelbury College und Autorin eines Buches über die Verwendung von Söldnern im Krieg, hat darauf hingewiesen, dass sich die vom Pentagon für den Irak angeheuerten Söldner von denen unterscheiden, die das US Außenministerium beschäftigt, weil sie mit militärischen und nicht mit diplomatischen Aufgaben betraut werden.

"Wenn das Pentagon das Gleiche tut, ist das noch lange nicht dasselbe," erläuterte Frau Stanger, die Verfasserin des Buches "One Nation Under Contract: The Outsourcing of American Power and Future of Foreign Policy" (Eine Nation, die nur noch Aufträge vergibt: Das Ausgliedern der Macht der USA und die Zukunft der US-Außenpolitik). "Im Zeitalter von Auftragskriegen gibt es viele Möglichkeiten, den Einsatz von Bodentruppen zu vermeiden, und sich trotzdem wirksamer militärischer Mittel der USA zu bedienen."

Michael O'Hanlon von der Brookings Institution, stellte fest, die US-Regierung habe in den Kriegen im Irak und in Afghanistan ebenso viele Söldner wie Soldaten eingesetzt.

"Weil die Öffentlichkeit immer kritischer hinterfragt, wie viele Soldaten im Ausland eingesetzt (und dabei getötet) werden, wächst der Druck, immer noch mehr Söldner einzusetzen," teilte er in einer einer E-Mail mit.

Vorkommnisse wie die Ermordung von Zivilisten durch Blackwater-Söldner 2007 in Bagdad
(s. dazu auch hier) erinnern die Politiker auch an die Risiken, die sie mit bewaffneten Söldnern eingehen; wegen des Drucks aus der Bevölkerung werden sie den Einsatz von US-Soldaten aber weiter minimieren und künftig noch weniger Soldaten und noch mehr Söldner einsetzen müssen.

In Afghanistan sind die Söldner auch heute schon in der Überzahl. Die USA wollen die Anzahl ihrer dort eingesetzten Soldaten bis zum Jahresende auf weniger als 10.000 verringern; nach einem Untersuchungsbericht des US-Kongresses war die Anzahl der Söldner in Afghanistan bereits im März 2013 auf 108.000 Mann angestiegen, obwohl damals noch 65.700 US-Soldaten dort waren.

David Johnson glaubt, dass sehr viele US-Söldner auch dann in Afghanistan bleiben werden, wenn noch mehr US-Truppen abziehen.


Die Söldner übernähmen Aufgaben, die von Einheimischen in einem verarmten Land voller Analphabeten nicht übernommen werden könnten.

STARS AND STRIPES-Reporter Josh Smith hat zu diesem Bericht beigetragen."

(luftpost-kl.de hat den Artikel komplett übersetzt und mit Ergänzungen und Links in Klammern und Hervorhebungen versehen. Die Feststellung, dass sich US-Söldner – im Klartext – billiger verheizen lassen und weniger Ärger machen, weil sie unauffälliger krepieren, ist an Zynismus nicht mehr zu überbieten. Die völkerrechtswidrigen Angriffskriege der USA wären aber noch wesentlich kostengünstiger, wenn sich noch mehr deutsche Soldaten und Soldaten aus anderen NATO- und US-Partnerländern vor den Karren der US-Neokonservativen spannen ließen.)

Freitag, 19. September 2014

Analyse der Gründe für den Absturz des Fluges МH-17 (malaysische Boeing 777)

Russian Union of Engineers Verband der Ingenieure Russlands
Union des ingénieurs russes Российский союз инженеров

1. Ereignis

Das Flugzeug Boeing 777 der Fluggesellschaft Malaysia Airlines (Amsterdam—Kuala Lumpur) startete von dem Amsterdamer Flughafen Schiphol um 10:14 Uhr UTC (14:14 Uhr MSK) und sollte um 6:10 Uhr der örtlichen Zeit am Zielflughafen ankommen (22:10 Uhr UTC/ 2:10 Uhr MSK).

Der Luftkorridor 330 war einschließlich der 10 Kilometer Höhe, auf der die abgestürzte Boeing flog, offen für internationale Transitflüge über dem ukrainischen Gebiet. Nach Angaben der Fluggesellschaft brach die Verbindung um 14:15 Uhr GMT ab, in ca. 50 km Entfernung von der ukrainisch-russischen Grenze. Jedoch laut den Daten des Portals Flightradar 24 hat die Maschine die ADS-B Übertragung nach 13:21:28 Uhr UTC (17:21:28 MSK, 16:21:28 örtliche Zeit) über der ukrainischen Stadt Snischne auf Flugfläche 33.000 Fuß (knapp über 10 km) eingestellt (letzte übertragene Koordinate: 48.0403°, 38.7728°). Die Überreste des Flugzeuges wurden brennend auf dem ukrainischen Boden entdeckt. Das Flugzeug stürzte ab in der Nähe des Dorfes Hrabovo (nahe der Stadt Thorez). Keiner der Passagiere und der Besatzungsmitglieder überlebte.

2. Zu klärende Fragestellungen

Was waren die Umstände des Absturzes?
Wer konnte an dem Absturz beteiligt sein?

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Tlaxcala


Donnerstag, 18. September 2014

Heute Schotten-Referendum - Großbritannien bald Vergangenheit?

Mowitz
Die deutsche Konzernpresse wird nicht müde den Schotten zu erklären, welch schlimmer wirtschaftlicher Zukunft sie entgegengehen, wenn sie Unabhängigkeit, statt Zwangsvereinigung wählen. Zum Glück verstehen die wenigsten Schotten deutsch, um sich von risikoscheuen Deutschen einschüchtern zu lassen.

Der Finanzsektor soll überdimensioniert sein. Ein Erbe, das die neokonservative Krämerseele Margaret Hilda Thatcher, alias Baroness Thatcher of Kesteven, Schotten und Engländern gleichermaßen hinterließ, als unter ihrer Ägide die Schrumpfung des industriellen Sektors beängstigende Fahrt und Ausmaße annahm und stattdessen der Dienstleistungssektor wuchs. Dazu zählt eben auch der Bankensektor, mit all seinen Blasen. Baroness Thatcher liebte es ihre fragwürdige, arbeitnehmerfeindliche Klassenpolitik in den entscheidenden Augenblicken mit einem kraftvollen Hauch eines "there is no alternative" zu verstärken, was augenscheinlich tiefen Eindruck auf den sozialdemokratischen Kanzler Schröder gemacht hatte, der seine "Agenda 2010" ebenfalls als "alternativlos" zu Markte trug. Eine Worthülse, erfunden in den Schreibstuben sogenannter neoliberaler "Denkfabriken", die von Schröder auf Merkel überging, die es fertigbrachte, "alternativlos" zum Unwort des Jahres 2010 zu machen. Man kann es eben auch übertreiben.

Es ist typisch für Politikzwerge, die im Auftrag des internationalen Groß- und Finanzkapitals antreten um deren W(ä)rtevorstellungen von geringen Löhnen, Trockenlegung sozialer Errungenschaften, niedrige Steuern auf Konzerngewinne und für Milliardäre, auftragsgemäß in Politik umzusetzen und sie dem Volk als "alternativlos" aufs Auge drücken. Sprache funktioniert als Unterdrückungs- oder Befreiungsinstrument. Beides ist machbar. Die Wahl liegt bei uns.

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de
Ein Satz aus der Begründung der Jury zum Unwort des Jahres 2010: "Das Wort suggeriert sachlich unangemessen, dass es bei einem Entscheidungsprozess von vornherein keine Alternativen und damit auch keine Notwendigkeit der Diskussion und Argumentation gebe." Bingo für Worthülsen.

Das die Schotten einen schwierigen Weg vor sich haben, sollte die "Ja"-Seite das Referendum gewinnen, ist sehr wahrscheinlich. Denn die Großkapitalisten der Wall Street und London Stock Exchange Börse, werden sich nicht mit kleinen Steinen begnügen, die sie den Schotten dann in den Weg legen werden um ihnen das Leben schwerer zu machen und versuchen sie auch nach einem Sieg wieder zu einer Umkehr zu bewegen. Allerdings macht ein Verbleib im "Vereinigten Königreich" die Lage des schottischen Volkes auf Sicht bestimmt nicht besser.

Nach letzten Prognosen sollen mit 52 Prozent die Nein-Sager in Führung liegen denen 48 Prozent Befürworter eines von England unabhängigen Schottlands gegenüberstehen. Noch vor wenigen Tagen zeigten die Umfragen fast auf das Dezimalkomma genau, Werte mit dem umgekehrten Resultat. Da lag noch die Yes-Seite in Führung. Der Umschwung, falls er den Tatsachen entspricht, ist entweder Kampagnen finanzkräftiger Money Makers zuzuschreiben, oder bewussten Manipulationen um das Wahlverhalten zu beeinflussen und/oder das Endergebnis schon vorwegzunehmen, damit erst gar keine Fälschungsvorwürfe bei der Auszählung der Stimmen erhoben werden.

Was in westlichen Landen nicht auszuschließen ist. Unvergessen die zweite Wahl die George W. Bush im November 2004 wieder zum US-Präsidenten machte. Mit vielen Nachzählungen in etlichen Wahlkreisen Floridas, die Bush am Ende mit 537 Stimmen vorne sahen. Ein Ergebnis, das bis heute umstritten ist.

Nur wer kämpft kann auch gewinnen. Wer nicht kämpft hat schon von vornherein verloren. Sogar bei Nachzählungen an den Wahlurnen.

Deutsche kämpfen nicht gegen Kapitalinteressen. Deutsche kämpfen um die Fußball- oder Export-Weltmeisterschaft. Aber dann bis zum Umfallen. Sie kaufen immer noch Bahnsteigkarten bevor sie zum Sturm auf den Bahnhof ansetzen. Darum soll keiner klagen, dass noch nie so viele Menschen in Deutschland gearbeitet haben, die nicht von ihrer Arbeit leben können. Mit kreativer Arbeitsmarktstatistik wird als "beschäftigt" geführt wer mindestens 15 Wochenstunden arbeitet. Auch mit Niedriglohn und nicht sozialverträglich. Das ist von den Verheißungen des Kapitalismus übrig geblieben. Ob da der Bankensektor sinnvoll ist, Menschen in richtige Arbeit zu bringen, darf bezweifelt werden. Er ist eher das Instrument einer globalen Herrscherschicht um Völker zu verarmen, sich selbst zu bereichern und die Welt auszubeuten.

Aber gegen diese Ganoven, Banditen und Ausplünderer zu kämpfen lohnt sich auch dann, wenn schon alles verloren scheint!

Der US-Autor Stephen Lendman beschreibt die US-Wirtschaftspolitik für sein Land mit den Worten: "das Erzielen von Kriegsprofiten ist zur Hauptbeschäftigung der US-Konzerne geworden. Deshalb sinkt der Lebensstandard in den USA immer mehr ab auf den eines Landes der Dritten Welt. So führt man Krieg gegen die ganze Menschheit".

Deutschland und die EU folgen Gewehr bei Fuß.

FH

Dienstag, 16. September 2014

9/11: Die Mutter aller seither verbreiteten großen Lügen

Von Stephen Lendman
Global Research, 11.09.14
Der US-Autor Stephen Lendman untersucht die Rolle der Lüge in der US-Außenpolitik und bezeichnet die offizielle Story über die Anschläge am 11.09.2001 als "die Mutter aller seither verbreiteten großen Lügen".

Lügen gehören zur US-Tradition, von Anfang an. Die folgenreichsten Lügen setzten Mitte des 19. Jahrhunderts ein.

Sie erleichterten die Eingliederung des Staates Texas und der Hälfte Mexikos und verhalfen den USA zur Kolonialherrschaft über Kuba.

Lügen spielten auch bei der Übernahme der Kontrolle über die Philippinen, Guam, Samoa, die Hawaiiinseln, Haiti, die Dominikanische Republik, die Kanalzone, Puerto Rico und andere Territorien eine wesentliche Rolle.

1917 manipulierte Woodrow Wilson mit großen Lügen die öffentliche Meinung (s. hier).

Damit verwandelte er die meisten US-Amerikaner in wütende Deutschenhasser. Und Wilson bekam den Krieg, den er wollte.

FDR (Franklin Delano Roosevelt) reizte Japan so lange, bis es Pearl Harbor angriff – damit die US-Bürger den Eintritt in den Krieg akzeptierten (s. dazu auch hier).

Er musste den Kongress und die pazifistische US-Bevölkerung so lange manipulieren, bis sie mitzogen.

Lügen werden oft durch Terror vorbereitet.

Washington und Seoul haben sich gegen Pjöngjang (die Hauptstadt Nordkoreas) verschworen. Mit 1949/1950 begangenen grenzüberschreitenden Überfällen haben sie Nordkorea zu der Reaktion provoziert, die im Juni (1950) erfolgte. Truman bekam den Krieg, den er wollte (s. hier).

Der Vietnam-Krieg wurde mit dem vorgetäuschten Tonkin-Zwischenfall im August 1964 vom Zaun gebrochen. Damit wurde der Kongress dazu gebracht, die Tonkin-Resolution zu beschließen. Sie ermöglichte Truman einen Krieg ohne Kriegserklärung.

Die 1983 unter Reagan durchgeführte Invasion Grenadas hatte nichts mit der Rettung von US-Medizinstudenten zu tun. Dabei ging es nur darum, die Regierung der linksgerichteten New Juwel Movement durch pro-westliche Handlanger zu ersetzen (s. dazu auch hier und hier).

Im Dezember 1989 erfolgte unter manipulierten Vorwänden die US-Invasion in Panama. Der bisherige US-Verbündete Manuel Noriega wurde gestürzt, weil er vergessen hatte, wer sein Boss war (s. hier).

Im August 1990 konspirierte Washington mit der Al-Sabah-Monarchie in Kuwait, um Saddam Hussein zu einem Überfall zu verleiten. (Weitere Informationen dazu hier).

Im Januar 1991 begann der Golfkrieg (des Vaters Bush), dem mehr als zwei Jahrzehnte lang Sanktionen, Kämpfe und die Besetzung und Zerstörung der "Wiege der Zivilisation" folgten. (s. hier).

Und das Lügen ging weiter. 9/11 ist die Mutter aller großen Lügen. Damit rechtfertigten die USA ihren imperialistischen Krieg, der jetzt schon 13 Jahre andauert.

Und sie führen ihn fort. Ein Land nach dem anderen wird ins Visier genommen. Die offizielle US-Außenpolitik besteht nur noch aus Verwüsten, Zerstören, Kolonisieren, Ausbeuten und Kontrollieren.

Und in den USA selbst werden Muslime, Farbige, Latinos, Einwanderer und die Arbeiter unterdrückt.

Der mit Preisen ausgezeichnete (US-Autor und Religionsphilosoph) David Ray Griffin hat 9/11 umfassend erforscht. Er hat 10 Bücher und viele Artikel darüber geschrieben und hält immer noch Vorträge dazu. Er hat wichtige Beweise zusammengetragen, die nicht ignoriert werden dürfen.

Im April 2006 sagte er in dem Film "9/11: The Myth and the Reality" (Der Mythos und die Realität):
"Aus vielen Gründen ist die offizielle Story über 9/11, die sich in den letzten Jahren zu einer Art religiösem Mythos entwickelt hat (der bis heute wirkt), nur ein Mythos, der nicht mit der Realität übereinstimmt."
Im September 2008 hat Griffin einen Artikel mit der Überschrift "September 11, 2001: 21 Reasons to Question the Official Story about 9/11" (11. September 2001: 21 Gründe, die offizielle Story über 9/11 in Frage zu stellen, s. hier) geschrieben. (Darin stellte er fest:)

Das FBI gab zu, "dass es keine stichhaltigen Beweise für eine Beteiligung Osama bin Ladens an 9/11 hat".

Die angeblich so frommen muslimischen Flugzeugentführer tranken oft Alkohol, besuchten Striptease-Lokale und hatten bezahlten Sex mit Prostituierten.

Mit der 2001 verfügbaren Technologie war es noch nicht möglich, Mobiltelefon-Anrufe aus einer Höhe von 30.000 Fuß abzusetzen.

Das FBI hat gelogen, als es behauptete, in Mohammed Attas zurückgelassenem Gepäck hätten sich "stichhaltige Beweise" dafür gefunden, dass Al-Qaida für die Anschläge verantwortlich war.

Die angeblich an der Absturzstelle von Flug United 93 gefundenen Pässe waren gefälscht.

Die angeblichen Flugzeugentführer waren nicht an Bord der vier Flugzeuge, die abgestürzt sein sollen.

Die bei Flugzeugentführungen bestehenden Vorschriften (der US Air Force) wurden nicht befolgt.

Der damalige Verkehrsminister Norman Mineta sagte aus, dass Dick Cheney "vor dem angeblichen Einschlag eines Flugzeugs ins Pentagon (der Air Force) offensichtlich befohlen hatte, nicht einzugreifen.

Die 9/11-Weißwasch-Kommission hat Minetas Aussage aus ihrem offiziellen Bericht gelöscht.

Die Bush begleitenden Geheimagenten haben den Präsidenten, der gerade die Sarasota-Schule in Florida besuchte, noch 30 Minuten nach Bekanntwerden des Anschlages auf den zweite Zwillingsturm (des World Trade Centers) dort belassen.

Nach den bestehenden Vorschriften hätten sie ihn in diesem Gefahrenfall sofort in Sicherheit bringen müssen.

Der Treibstoff für Düsentriebwerke verbrennt nicht heiß genug, um Träger und Stützen aus gehärtetem Stahl zum Schmelzen oder zum Einknicken zu bringen.

Weil das "nach wissenschaftlichen Erkenntnissen unmöglich" ist, müssen beide Zwillingstürme durch kontrollierte Sprengungen zum Einsturz gebracht worden sein. Dass auch das (überhaupt nicht von einem Flugzeug getroffene) Gebäude7 nur durch Brandeinwirkung eingestürzt sein soll, nannte Griffin eine weitere große Lüge.

Er schloss mit der Feststellung, dass eine ständig wachsende Zahl von "Physikern, Chemikern, Architekten, Ingenieuren, Piloten, ehemaligen Offizieren und ehemaligen Geheimdienstlern den offiziellen 9/11-Mythos zurückweist".

Im Juni 2010 stellte er in einem Artikel die Frage "Did 9/11 justify the War in Afghanistan?" (War der Krieg in Afghanistan mit 9/11 zu rechtfertigen? Der Artikel ist hier nachzulesen.)

Fragen seien verboten, streng verboten, stellte Griffin fest. Man meide sie in persönlichen Gesprächen, und in den Mainstream-Medien seien sie auch nicht erwünscht.

Es sei einfach verboten, "zu fragen, ob die Invasion Afghanistans durch die 9/11-Anschläge zu rechtfertigen ist".

Es gebe keine Beweise dafür, dass Afghanistan etwas mit den Anschlägen zu tun hatte. Ein Angriff auf ein Land, das die USA nicht bedroht habe, sei ein völkerrechtswidriger Angriff.

Trotzdem werde der Krieg (in Afghanistan) gnadenlos weitergeführt, obwohl ihn der UN-Sicherheitsrat nicht autorisiert habe, betonte Griffin. Wer etwas anders behaupte, liege falsch.

Es gebe keine moralische Rechtfertigung für diesen Krieg. Die Argumente dafür seien nur große Lügen. Griffin wies nach, dass sich die US-Regierung bereits zwei Monate vor 9/11 für einen Angriff auf Afghanistan entschieden hat.

Die wirklichen Gründe für diesen Angriff unterschieden sich diametral von den offiziellen großen Lügen. Die Invasion Afghanistans habe nicht dazu gedient, "Osama bin Laden festzunehmen oder zu töten", erklärte Griffin.

Dabei sei es auch nicht darum gegangen, Al-Qaida zu besiegen oder andere nicht existierende Bedrohungen abzuwenden.

Es ging nur um die Ausweitung des US-Imperiums, um Kolonisierung und die Kontrolle über ein strategisch wichtiges Territorium.

Afghanistan ist eine geopolitische Plattform zur Kontrolle der riesigen eurasischen Öl- und Gasfelder und anderer wertvoller Ressourcen. Aus Afghanistan kommt das meiste Opium für das Heroin, das die globalen Märkte überschwemmt.

Aus dem Heroinhandel schöpft die Wall Street riesige Profite ab. Außerdem finanziert die CIA mit den vielen Drogendollars einen Großteil ihrer verdeckten Operationen.

Durch die Besetzung Afghanistans haben sich die USA einen strategisch wichtigen Flugzeugträger auf dem Festland verschafft, der bei der Umzingelung Russlands und Chinas mit US-Basen eine wichtige Rolle spielen soll.

9/11 war ein willkommener Vorwand. Die offizielle 9/11-Story ist die Mutter aller großen Lügen, die zur Begründung eines endlosen Krieges dienen.

Griffin nennt den US-Krieg in Afghanistan "abscheulich". Die offizielle Begründung dafür sei eine Lüge. Die US-Streitkräfte seien aus ganz anderen Gründen dort, betonte er.

Es gebe keine rechtliche oder moralische Rechtfertigung für diesen Krieg. "Die Tatsache, dass die offizielle 9/11-Story erlogen ist, macht diese Folge von US-Kriegsverbrechen noch schlimmer," meinte er. Trotzdem würden täglich neue begangen.

John Pilger hat in seinem Buch "Freedom Next Time: Resisting the Empire" (Freiheit erst beim nächsten Mal: Widerstand gegen das Imperium, s. hier) Afghanistan "ein großes US-Betrugsmanöver" genannt.

Trotz vieler im Gedächtnis gebliebener humanitären Krisen habe kein Land so viele Misshandlungen und Leid erdulden müssen und gleichzeitig so wenig Hilfe erhalten wie Afghanistan, stellte Pilger fest.

Die Anwesenheit der US-Streitkräfte mache die schrecklichen Zustände nur noch schlimmer. Tod, Zerstörung und Gewalt seien alltäglich geworden und erschwerten das Leben. Die Menschen müssten extremes Elend erdulden.

Auf Frieden, Stabilität und Freiheit könne nur in ferner Zukunft gehofft werden. Vielleicht "beim nächsten Mal", wie Pilger meint – aber sicher nicht allzu bald.

Keinesfalls, so lange die US-Besatzung andauert, und die USA haben ja überhaupt nicht vor, tatsächlich ganz abzuziehen.
Am Donnerstag, dem 11. September, werden in meiner Radiosendung Progressive Radio News Hour neue Erkenntnisse der Vereinigung Consensus 9/11 vorgestellt.

Elizabeth Woodworth wird die Sendung moderieren und über die neuesten Fakten diskutieren (s. hier). Mit "stichhaltigen Beweisen" werden die großen Lügen entlarvt. Consensus 9/11 beruft sich auf:
"(1) Die Ansichten angesehener Persönlichkeiten, deren berufliche Erfahrungen und Gutachten und auf Stellungnahmen von Expertenvereinigungen,

(2) physische Daten in Form von Fotos, Videoaufnahmen, Zeugenaussagen vor Gerichten, Augenzeugenberichten und Dokumenten, die nach den Bestimmungen des Freedom of Information Act / FOIA freigegeben werden mussten,

(3) nachprüfbare Beweise, also keine Indizienbeweise.
Die Arbeit von Consensus 9/11 besteht in der "Zusammenführung beruflicher Erfahrungen von Experten bei der Sammlung und wissenschaftlichen Begutachtung von Beweisen".

Sie ist vergleichbar mit der Erstellung ärztlicher Diagnosen, die sich auch auf das Wissen und die Erfahrungen von Experten aus unterschiedlichen Fachgebieten stützen.

Auf neuen Beweise beruhende neue Denkansätze werden gefördert, damit die Wahrheit endlich ans Licht kommt. Unter dem Schutt des World Trade Centers wurden keine "Black Boxes" (Flightrecorder) gefunden. Elizabeth Woodworth wird an Hand neuer Beweise auch andere offizielle Behauptungen widerlegen.

In dreijähriger Arbeit konnten 24 führende Mitglieder von Consensus 9/11 in 44 Fällen große offizielle Lügen durch die erwiesene Wahrheit widerlegen. Noch immer tauchen neue Informationen auf, und Consensus 9/11 will erreichen, dass die
Öffentlichkeit endlich die ganze Wahrheit (über die Anschläge) erfährt.

Die 10 islamischen Flugzeugentführer sollen in die Cockpits von vier Flugzeugen eingedrungen sein, und die Kontrolle über die Flugzeuge übernommen haben.

Und warum hat dann keiner der Piloten oder Kopiloten den Entführungscode "7500" abgesetzt? (s. dazu auch hier). Auch für andere große Lügen liegen keine nachprüfbaren Beweise vor.

9/11 ist die Mutter aller großen Lügen. Die Wahrheit ist ihr Erzfeind. Deshalb muss sie unbedingt aufgedeckt und weltweit verbreitet werden.

In den USA und überall auf der Welt wird der 9/11-Mythos von immer mehr Menschen angezweifelt.

Das geschieht aus guten Gründen. Der 9/11-Mythos ist das bei weitem gefährlichste Lügengebäude unserer Zeit.

Die darauf basierende US-Barbarei hat schon Millionen von Leichen aufgetürmt. So lange die Mutter der großen Lügen weiter geglaubt wird, werden auch die imperialistischen US-Kriege weiter wüten.

Gleichzeitig stirbt auch die Freiheit in den USA. Obama will sie komplett beseitigen und einen brutalen Polizeistaat errichten.

Niemand ist mehr frei oder sicher. "Big Brother" kontrolliert uns alle. Die massenhafte Überwachung ist zur offiziellen US-Politik geworden.

Jeder, der sich der Weltherrschaft der USA in den Weg stellt, wird ins Visier genommen. Es zählen nur noch die Interessen des US-Großkapitals, das am meisten von der Ausweitung des US-Imperiums profitiert.

Whistleblower, die Verbrechen der US-Regierung aufdecken, werden verfolgt. Abweichende Meinungen werden zunehmend kriminalisiert. Von der Verfassung garantierte Rechte werden ganz offen außer Kraft gesetzt. Schon mit dem Patriot Act wurden grundlegende Bürgerrechte aufgehoben. Nancy Chang hat damals gefragt: "Was ist daran patriotisch, wenn auf den Bürgerrechten herumgetrampelt wird?"

Der "amerikanische Traum" ist längst mehr Mythos als Realität. George Carlin hat einmal gesagt: "Das ist wirklich ein Traum, den man nur im Schlaf erleben kann."

Obama wird die CIA-Folterer nicht anklagen. Er lässt ja auch zu, dass die Diebe und Ganoven von den Wall-Street-Konzernen die USA beherrschen.

Das Erzielen von Kriegsprofiten ist zur Hauptbeschäftigung der US-Konzerne geworden. Deshalb sinkt der Lebensstandard in den USA immer mehr ab auf den eines Landes der Dritten Welt. So führt man Krieg gegen die ganze Menschheit.


Der Habeas-Rechtsgrundsatz (dass Bürger nur auf richterliche Anordnung inhaftiert werden dürfen), ordentliche Gerichtsverfahren und die Unabhängigkeit der Justiz existieren nicht mehr. Jede/r kann jederzeit – auch völlig grundlos – kriminalisiert werden.

Das gibt es sonst nur in Polizeistaaten. Obama ist gleichzeitig Ankläger, Richter und Scharfrichter. Er hat sich die Macht eines Diktators angeeignet.

Er kann (ohne jemand fragen zu müssen) den Notstand ausrufen, das Kriegsrecht verhängen, die Verfassung aus Gründen der Staatssicherheit außer Kraft setzen, die US-Streitkräfte oder die Nationalgarde zur Unterdrücken innerer Unruhen in den Straßen der USA einsetzen und sogar selbst entscheiden, was "innere Unruhen" sind.

Sogar friedliche Proteste könnten zu "Unruhen" erklärt werden. Wenn das im First Amendment (im 1. Zusatzartikel zur US-Verfassung, s. hier) ausgesprochene Verbot (die Bürgerrechte einschränkende Gesetze zu erlassen) aufgehoben ist, sind alle Bürgerrechte gefährdet.

Auch die Redefreiheit, die Pressefreiheit, die Versammlungsfreiheit, die Religionsfreiheit und die Verantwortlichkeit der Regierung existieren jetzt nicht mehr.

In den USA werden wir bald nicht mehr leben können (wie wir wollen). Sie befinden sich auf dem Abstieg in die Tyrannei. Die ist bereits in lebensgefährliche Nähe gerückt.

Vielleicht ist sie nur noch einen neuen 9/11-Betrug entfernt. Die Zeitbombe tickt.

Stephen Lendman lebt in Chicago. Er ist über lendmanstephen@sbcglobal.net zu erreichen. Ein neues Buch, an dem er als Herausgeber und Autor mitgewirkt hat, trägt den Titel "Flashpoint in Ukraine: US Drive for Hegemony Risks World War III" (Brennpunkt Ukraine: Die USA riskieren mit ihrem Streben nach Weltherrschaft den Dritten Weltkrieg, s. dazu auch hier).

Lendman betreibt den Blog http://sjlendman.blogspot.de/ und das Radioprogramm Progressive Radio News Hour.

Übersetzung: Wolfgang Jung, luftpost-kl.de

Zwei Schlagzeilen, zwei Weltbilder, zwei symptomatische Lösungsansätze: Kuba vs. Vereinigte Staaten von Nordamerika

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de

Letzte Hoffnung Kuba

Ebola-Epidemie in Westafrika außer Kontrolle. Offiziell mehr als 2400 Tote. Havanna schickt 165 Ärzte und Pfleger. WHO-Chefin dankt für Solidarität

Kuba schickt 165 Mediziner nach Westafrika, um die Länder dort im Kampf gegen die Ebola-Epidemie zu unterstützen. Damit reagiert Havanna in international bislang beispielloser Weise auf den Hilferuf der Weltgesundheitsorganisation (WHO), denn bislang waren in den besonders von der Krankheit betroffenen Staaten insgesamt lediglich 170 ausländische Ärzte und Experten im Einsatz. Die Seuche hat offiziellen Angaben zufolge inzwischen mehr als 2400 Menschenleben gefordert. Insgesamt seien mindestens 4784 Fälle bekannt, die tatsächlichen Zahlen lägen aber sehr wahrscheinlich höher. Das erklärte die Generaldirektorin der WHO, Margaret Chan, am Freitag in London. Die Zahl der Betroffenen steige viel schneller als die Kapazitäten zur Bewältigung der neuen Fälle. Besonders betroffen sind Sierra Leone, Liberia und Guinea, aber auch aus Nigeria und Senegal wurden Erkrankungen gemeldet. Die ersten Fälle waren im März bekanntgeworden.

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Epidemie in Westafrika: USA entsenden 3000 Soldaten zur Ebola-Bekämpfung

Die USA schicken 3000 Soldaten nach Westafrika, um die Ebola-Epidemie in der Region einzudämmen. Sie sollen Krankenstationen errichten und medizinisches Personal schulen. Der Uno-Sicherheitsrat soll wegen der Epidemie zu einer Krisensitzung zusammentreten.

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Cartoon: Carlos Latuff, Wikimedia, copyright free

Mehr Truppen

FH

Montag, 15. September 2014

Wenn Wahlen etwas bewirken würden, wären sie schon längst verboten

Mowitz
Das Feigenblatt für unsere sogenannte Demokratie sind Wahlen. Gleichberechtigt und auf Augenhöhe mit den Geldsäcken der Meinungsmacherindustrie wird nicht gewählt. So wie sich die Wahlbeteiligung in Deutschland und anderswo entwickelt, wird es allerdings immer augenfälliger, das Wahlen heute noch nicht einmal Mindestforderungen demokratischer 'Legitimität' erfüllen. Wahlen verdecken mehr, als sie aufdecken. Sie sind Ablenkungsmanöver, um den Schein zu wahren es ginge schon irgendwie demokratisch zu.

Vorausgesetzt es wird überhaupt noch gewählt. Und nicht nur so getan als wähle man. In der DDR beispielsweise kamen Wahlergebnisse von 98,85 Prozent für die sogenannte Nationale Front zustande. Die hatten aber den Vorteil, dass es jedermann klar war, das Wahlen in der DDR nicht dazu da waren um etwas gegen die Herrschenden zu bewirken.

In der alten Bundesrepublik stellte man es schlauer an, wenn es darum ging die Illusion zu vermitteln, das tatsächlich gewählt wurde. Obwohl auch die Herrschenden im Kapitalismus nicht wählen ließen, um abgesetzt zu werden. Und das gilt auch heute noch. Man stellt zwar keine Einheitsliste auf, schließt allerdings bis auf den heutigen Tag noch Wahlbündnisse.  Das bekannteste ist wohl die Zusammenarbeit zwischen CDU/CSU die sich offiziell als zwei selbstständige Parteien ausgeben, im Bundestag aber eine gemeinsame Fraktion bilden und so in der Regel stärkste Fraktion werden, die beispielweise fast immer den Bundestagspräsidenten stellt.

Gestern wurden in Deutschland zwei neue Landtage gewählt. Der brandenburgische Landtag und der thüringische.

Anstatt nun hier die von den Meinungsmachern hochgelogenen "Sieger" der Wahlen intelligenzbefreit zu bejubeln, begnüge ich mich mit dem Wesentlichen:

Thüringen:
Nichtwähler 47,3 Prozent

Brandenburg:
Nichtwähler 52,1 Prozent

Diese Zahlen reichen völlig aus, um eigene Rückschlüsse zu ziehen und nicht vorgekaute zu übernehmen.

FH

Sonntag, 14. September 2014

Wenn das Telefon bei Merkel dreimal klingelt, dann sind ihre Auftraggeber am anderen Ende der Zündschnur

Merkel spricht im britischen Parlament und trifft die Queen
Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de


Opportunismus ist die Kunst, mit dem Winde zu segeln, den andere machen. (Alessandro Manzoni)

Mowitz
Die Kanzlerin spricht nicht gern über ihre Vergangenheit in der DDR. Da ist wohl auch nicht sonderlich viel zu berichten. Wenn andere über ihren Widerstand, erfundenen oder tatsächlichen, schwadronieren oder berichten, bleibt sie still bis kleinlaut. Ihre Arbeit in der FDJ waren zu 70 Prozent Opportunismus, sagte sie in einem Interview 1991 mit Günter Gaus. Eher mehr als weniger. Diese, ihre wohl hervorstechenste Eigenschaft, macht sie mir besonders unsympathisch. Nicht weil Opportunismus verwerflicher wäre als andere menschliche Schwächen, sondern weil Persönlichkeiten mit dieser Eigenschaft, allzu oft in höchste Positionen aufsteigen, und die Wichtigkeit der eigenen Karriere, nicht der Sache, in den Mittelpunkt ihrer Entscheidungen stellen. Geborene Karrieristen eben. Selten innovativ, umgeben von Mitarbeitern, die nach dem Prinzip "unter Blinden ist die Einäugige Königin" ausgesucht werden, damit die eigene Leuchtkraft nicht Schaden nimmt. Das galt auch schon für frühere Führerpersönlichkeiten. So beschrieb Kurt Tucholsky sehr treffend die Gröfazis Hitler und Mussolini: "Kerle wie Mussolini oder der Gefreite Hitler leben nicht so sehr von ihrer eigenen Stärke wie von der Charakterlosigkeit ihrer Gegner," was eben auch auf heutige Politiker anwendbar ist. Wenn nur die eigene Vernetzung stimmig ist.

Merkels Vernetzungen mit Medienkonzernen wie Springer und Bertelsmann sind sprichwörtlich, und es darf angenomnen werden, dass sie sich nicht nur zu unschuldigen Kaffeekränzchen mit Friede Springer und Liz Mohn trifft. Meinungskonzerne, die den neoliberalen Weg schon predigten, als die meisten Wähler noch gar nicht wussten, was damit gemeint war und was auf sie zukommt. Merkel wohl auch nicht. Noch 2011 gestand sie vor Bankern eines Kongresses zur Finanzmarktstabilisierung ein: "Ich persönlich neige dazu, Ihrer Argumentation zu folgen". Sich den wirklich Mächtigen anbiedernd. Ohne eigenes Wissen und ohne eigene Perspektiven. Perfekt um im Kanzleramt fremdgesteuert die Rolle der "mächtigsten" Frau Deutschlands, Europas oder gar der Welt spielen zu dürfen. Deutsche Lei(d)medien machten aus einer angepassten DDR-Null, eine angepasste Höhenfliegerin des politischen Geschäfts im vereinten Deutschland.

Gestern meldete sie sich zu den heutigen Landtagswahlen in Thüringen zu Wort und meinte davor warnen zu müssen, dass "Karl Marx in der Staatskanzlei" Platz nimmt. Platter gehts nicht. Aber es entspricht eben ihrer Geisteshaltung: "mit dem Winde segeln, den andre machen". Ein leichtes Spiel in Deutschland.

Bei den letzten Bundestagswahlen, am 22. September 2013, erhielt Merkels CDU/CSU, nur 29,6 Prozent der Stimmen aller Wahlberechtigten, ein Ergebnis, das nur knapp über dem der Nichtwähler, die auf 28.5 Prozent kamen, liegt. Für wen zu sprechen ist Merkel eigentlich legitimiert? Natürlich für Konzerninteressen, für wen sonst? Auf einer CDU-Wahlkampfveranstaltung pries sie die Vorteile von Geheimverhandlungen. In dem Fall die Geheimverhandlungen mit den USA über das TTIP-Freihandelsabkommen. Ein Abkommen, das zukünftig Konzernen erlaubt, Milliarden für "entgangenene" Gewinne beim Steuerzahler einzuklagen. Und Merkel tut das, was sie am besten kann: Mit dem Wind zu segeln, den andere machen! Zusammen mit Selbstdarsteller Gauck im Schloss Bellevue verkörpern sie die späte Rache Honneckers am von Konzernen übernommenen Gemeinwesen Deutschland.

Und Merkel will Marx in den Ställen unserer Amtsschimmel verhindern. Würde er sie doch übernehmen!

FH

Samstag, 13. September 2014

Es kann nicht sein, was nicht sein darf - Hilfe, mein Weltbild wackelt!

Mowitz
Wat, flogen die nicht mal mit Rosinenbombern nach Berlin und warfen Rosinen statt ISIS-Bomben über die West-Berliner ab? Und jetzt? Kreieren zuerst Terroristen. Finanzieren, trainieren und bewaffnen sie; dann werden sie in Afghanistan, Irak, Libyen, Syrien, Sudan, Somalia und wohl in naher Zunkunft auch in Iran als 'Non-US fighters' eingesetzt. Um sich dann, auf weißem Pferd und in die Abendsonne reitend, als Retter ohne Furcht und Tadel an die Spitze der ISIS-Vernichter zu setzen, und die eigene Schöpfung ausradieren. Eine fürwahr grandiose Hollywood-Inszenierung. Haben Europas Vasallen die mächtigen Imperium-Verweser schon mal danach befragt, was es mit den vielen Berichten über die US-Schöpfung der ISIS auf sich hat? Oder begnügt man sich mit bedingungslosem Vasallentum?

Es ist fast wie am 11. September 2001, als nach geglücktem Anfang des Prozesses internationaler Privatisierungen, der Zeitpunkt gekommen war, die Geschäftsidee 'Globalisierung' zu beschleunigen und zu festigen. Endlich konnte der endlose Krieg für, äh, gegen den internationalen Terrorismus beginnen. Zum bevorzugten Feindbild wurden nach dem endgültigen Abschied der Sowjetunion von der Weltbühne der großen Politik, jetzt die islamischen Teile der Welt auserkoren. Vorausgesetzt sie waren reich an Bodenschätzen, oder ihre geostrategische Lage zu Russland und/oder China 'qualifizierte' sie dazu ein Ziel für besondere Aufmerksamkeit des Imperiums, auf seinen Weg zur Neuen Weltordnung zu werden.

Der Handel mit Erdöl wird bereits seit dem Zweiten Weltkrieg hauptsächlich in US-Dollar geführt. Auf dieser eingefahrenen Spur konnte man weiter aufbauen. So wurde der Dollar zu einem Eckpfeiler des globalen Aufstiegs der USA und seiner federführenden Wall Street Bankster zur alleinigen 'Supermacht'. Der andere Eckpfeiler ist die militärische Überlegenheit über den Rest der Welt. Beides setzen sie immer wieder ein um die Welt daran zu erinnern, was geschieht, wenn sie nicht nach den Vorgaben Washingtons und der Wall Street in New York spurt.

Besonders die Wall Street-Bankster in New York haben ein außerordentliches Interesse daran den Vorteil des Dollars als Weltleitwährung zu zementieren und zu nutzen.

Vorgestern rutschte der Rubel auf einen neuen Tiefstand gegenüber dem Dollar ab, für den zwischendurch 37,57 Rubel gezahlt wurden. Eine Folge neuer EU-Sanktionen wie die Wall Street und ihre Ableger in Europa stolz verkündeten. Und das, obwohl die Herren des Petro-Dollars eigentlich nur noch die Dollars drucken, mit denen sie die Güter kaufen, die die übrige Welt produziert. Die totale Verschuldung von 17,7 Billionen Dollar, die nie zurückgezahlt werden können oder müssen, spielt für die Mächtigen der Wall Street nicht die geringste Rolle. Beim Dollar werden die Regeln des Kapitalismus, die für die übrige Welt gelten, außer Kraft gesetzt. Der Dollar ist ja schließlich nicht Weltleitwährung nur aus Jux und Dollerei.
Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de

Die Wall Street-Brüder leben nach diesen Strukturen, sind an der Fed beteiligt und stellen Geld aus. Das verleiht gewaltige Macht und Einfluss über das Weltgeschehen. Eine Macht, die weder Präsidenten, Könige oder Diktatoren je haben werden.
"Nach Ansicht der Petrodollar-Theorie war die Bedeutung der Dollarfakturierung für die USA auch ein Grund für den Dritten Golfkrieg und andere außenpolitische Eingriffe.

Ende 2000 begann der Irak damit, Öl gegen Euro statt gegen US-Dollar zu verkaufen und stellte seine nationalen Devisenreserven auf Euro um. Wären andere Ölstaaten dem Beispiel gefolgt, hätten die USA dadurch vermutlich einen enormen Einnahmeausfall aus Seigniorage-Einnahmen verkraften müssen.

Die Drohungen gegen den Iran und Syrien im Vorfeld dieses Krieges dienten demnach dazu, dass diese Staaten, die ebenfalls eine Umstellung von Petro-Dollar auf Petro-Euro erwogen, bei der Dollarabrechnung blieben." Wiki
Der Bankier Mayer Anselm Rothschild, erkannte schon früh welch unerhörtes Herrschaftspotential in der Übernahme der Geld-Druckpressen steckte als er sagte: „Erlaubt mir, das Geld eines Staates auszustellen und zu kontrollieren, und es ist mir egal, wer seine Gesetze macht.“

Aber, so schloss der Michel messerscharf, es kann nicht sein, was nicht sein darf! Hilfe, nicht die Sonne geht unter, schlimmer noch, es ist mein untergegangenes Weltbild von Demokratie und Freiheit, das die langen Schatten wirft und den Blick trübt. Wer malt mir jetzt die Welt schön? Nie haben wir Hollywood mehr gebraucht als heute. Schafft eins, zwei, drei, viele Hollywoods! Wer sonst soll uns aus dem realen Jammertal der Tränen, in die irreale Glitzerwelt des totalen Nonsens und Spaßes führen?


FH

Donnerstag, 11. September 2014

Der ISIS und der Plan, den Mittleren Osten zu balkanisieren

Cartoon: Carlos Latuff, Wikimedia, copyright free
Lesen Sie von meinen Lippen ab! Nie wieder Krieg im Irak!
Wir werden die Besetzung des Iraks beibehalten
Von Kurt Nimmo
ALEX JONES' INFOWARS.COM, 15.06.14

Die Konzernmedien haben berichtet, die ISIS-Kämpfer hätten die modernen (US-)Waffen übernommen, die von der irakischen Armee bei ihrer Flucht aus Mossul zurückgelassen wurden. Der ISIS hat aber auch vorher schon moderne Waffen erhalten, und die meisten kamen aus den USA.

Michael Knights vom Washington Institute for Near East Policy, den die Website Vox.com als obsessiven ISIS-Beobachter bezeichnet [s. hier], behauptet, die ISIS-Terroristen seien auch schon vorher mit Waffen versorgt worden, weil sie in dem von den USA und den Saudis gesponserten Stellvertreterkrieg in Syrien die Regierung al-Assad stürzen sollten.

"Dieser Krieg eröffnete ihnen den Zugang zu schweren Waffen," erklärte Knights gegenüber Vox.

Nach dem Umsturz in Libyen schaffte die CIA mit Hilfe ihrer Partner (libysche) Waffen nach Syrien. Die Ermordung des US-Botschafters Chris Stevens war ein Kollateralschaden dieser Operation. In dem im September 2013 vom Geheimheimdienst-Ausschuss des Senates vorgelegten Bericht über die Vorkommnisse in Bengasi wird zwar gerügt, dass Stevens und sein Personal nicht besser geschützt wurden, der Waffentransfer kommt darin aber nicht vor.

Seymour Hersh, der mit Preisen ausgezeichnete investigative Journalist, den das Magazin The New Yorker wegen seiner Vorliebe für unbequeme Wahrheiten stillschweigend kaltgestellt hat, berichtete, wie der Senat die Informationen über die CIA und den Waffentransfer über Bengasi unterdrückt hat: [s. hier]
Ein streng geheimer Anhang zu dem Bericht (des Senatsausschusses), der nicht veröffentlicht wurde, bezieht sich auf ein Geheimabkommen, das Anfang 2012 zwischen den Regierungen Obamas und Erdogans abgeschlossen wurde. Darin geht es um die "RatLine" (die Rattenlinie, die zum Transfer der libyschen Waffen benutzt wurde). Aus diesem Abkommen geht auch hervor, dass die Türkei, Saudi-Arabien und Katar den Waffendeal finanziert haben; die CIA hat mit Unterstützung des (britischen Geheimdienstes) MI6 die Waffen aus den Arsenalen Gaddafis beschafft und nach Syrien bringen lassen. Dazu wurden in Libyen mehrere, zum Teil australische Scheinfirmen gegründet. Aus dem aktiven Dienst ausgeschiedene US-Soldaten, die nicht immer wussten, wer sie wirklich beschäftigte, wurden für das Verladen und Verschifften der Waffen angeheuert. Die Operation wurde von David Petraeus, dem damaligen CIA-Direktor geleitet; bald danach musste er zurücktreten, aber nur, weil bekannt wurde, dass er ein Verhältnis mit seiner Biografin hatte. Sein Sprecher bestritt, dass die Operation überhaupt stattgefunden hat.

Über diese Operation wurden vor ihrer Durchführung weder die Geheimdienstausschüsse noch die Führung des Kongresses informiert, obwohl das nach einem in den 1970er Jahren beschlossenen Gesetz erforderlich gewesen wäre. Wegen der Beteiligung des MI6 konnte die CIA den Waffentransfer als geheimzuhaltende Gemeinschaftsoperation ausgeben und damit das Gesetz umgehen. Ein ehemaliger Geheimdienstmitarbeiter erklärte, die CIA habe diese Ausnahmeregelung jahrelang benutzt, um den Kongress zu täuschen und das ihm geschuldete "Finding" zu vermeiden. Dieses "Finding" ist ein Dokument, das die geplante verdeckte Operation der CIA beschreibt und das der Kongressführung zur Genehmigung vorgelegt werden muss. Kenntnis vom Anhang zu dem Bericht des Senatsausschusses erhielten nur die Verfasser und insgesamt acht führende demokratische und republikanische Politiker aus den Führungen und den Geheimdienstausschüssen des Repräsentantenhauses und des Senates. Dieses Verfahren kann natürlich die eigentlich erforderliche Vorabinformation nicht ersetzen: Es ist auch nicht bekannt, ob sich die acht informierten Politiker überhaupt getroffen und Fragen zu dem geheimen Anhang des Berichtes gestellt haben.

In dem Anhang steht nichts über die Vorgeschichte des Angriffs in Bengasi; darin wir auch nicht erklärt, warum das US-Konsulat überhaupt überfallen wurde. "Die einzige Aufgabe dieses Konsulats war die Organisation des Waffentransfers," erklärte der ehemalige Geheimdienstmitarbeiter, der den Anhang gelesen hat. "Ansonsten hatte es keinen politischen Auftrag."
Der ISIS hat die Waffen von seinem Herrn und Meister erhalten

Bereits im April haben wir berichtet, dass die USA von ihren angeblich "gemäßigten Söldnern" auch Waffen an Al-Nusra und andere Terroristengruppen liefern ließen. [s. hier] Jamal Maarouf, der die von der CIA und von den Geheimdiensten Saudi-Arabiens und Katars geschaffene Syrian Revolutionary Front / SRF führt, sagte: "Wenn Leute [aus den USA, Saudi-Arabien oder Katar], die uns unterstützen, uns beauftragen, auch einer anderen Gruppe Waffen zu geben, dann tun wir das. Vor einem Monat haben sie uns gebeten, Waffen nach Yabroud [eine Stadt in Syrien] zu schicken, und daraufhin haben wir viele Waffen in diese Stadt geschickt. Wir tun alles, was sie uns sagen."

Nach Meinung Barak Barfis, eines Rechercheurs der von vielen Geldgebern finanzierten New American Foundation wird auch der Al-Qaida-Ableger Al-Nusra, der massenhaft syrische Soldaten exekutiert [s. hier], Christen enthauptet und andere Gräueltaten begangen hat, indirekt von der SRF mit Waffen beliefert.

Abu Bakr al-Baghdadi, der selbsternannte Führer des Islamischen Staates im Irak und in Syrien / ISIS, hatte sich auch schon bei der Gründung der Al-Nusra als nützlich erwiesen. Nach einem Machtkampf zwischen ISIS und Al-Nusra gab al-Baghdadi die Auflösung der Jabhat al-Nusra und die Eingliederung ihrer Kämpfer in den ISIS bekannt.

"Der ISIS konnte sich schnell mit der Eroberung großer Gebiete brüsten, die fast widerstandslos erfolgte, weil er die Al-Nusra-Kämpfer integriert hatte," meldete Al-Monitor. "Nach Schätzungen haben sich etwa 65 Prozent der Al-Nusra-Kämpfer dem ISIS angeschlossen. Die meisten von ihnen waren nicht aus Syrien stammende Dschihadisten.

Sogar komplette Brigaden schlossen sich dem ISIS an, darunter auch der Mujahedeen Shura Council der von Abu al-Atheer geführt wurde; der ISIS hat ihn dann zum Emir von Aleppo ernannt. Auch die von Omar al-Chechani geführte Gruppierung Jaish al-Muhajireen und al-Ansar ging im ISIS auf.

Noch Anfang Juni hat Susan Rice, Obamas wichtigste außenpolitische Beraterin, zugegeben, dass die USA "gemäßigte syrische Rebellen" mit tödlichen Waffen versorgen; [s. hier] dass diese Waffen dann bei Al-Nusra und anderen radikalen islamistischen Gruppierungen landen, hat sie natürlich nicht erwähnt.

Erst kürzlich hat Marie Harf, die stellvertretende Leiterin des Pressebüros des US-Außenministeriums, vor Reportern erklärt. "Wir sind sehr besorgt über die Tatsache, dass dem ISIS sowohl in Syrien als auch im Irak so viele Waffen in die Hände gefallen sind, das stellt ein großes Sicherheitsproblem für beide Länder dar." [s. dazu auch hier].

Das Pentagon hat ebenfalls zur Bewaffnung des ISIS beigetragen, denn der hat auch die (vom Pentagon gelieferten) Waffen der geflüchteten irakischen Sicherheitskräfte übernommen.

"Sie fahren mit Fahrzeugen (der irakischen Armee) herum und haben auch noch anderes Material erbeutet; ich kann Ihnen aber nicht sagen, was tatsächlich alles in ihre Hände gefallen ist," teilte Rear Adm. (Flottillenadmiral) John Kirby, der Pressesprecher des Pentagons, am Freitag Reportern mit. [s. hier].

Der größte Teil des "Materials", von dem Kirby sprach, kam aus den USA – teilweise mit Unterstützung Saudi-Arabiens, Katars, der CIA und des MI6, wie wir von Hersh wissen. Es wurde aus geplünderten Waffenlagern in Libyen (nach Syrien) transferiert. Diese (in die Hände des ISIS gelangten) Waffen werden jetzt benutzt, um den ISIS als gefährlichen Gegner darzustellen, der durch ein direktes Eingreifen der USA auch und vor allem in Syrien, wo der Stellvertreterkrieg gegen Al-Assad ins Stocken geraten ist, ausgeschaltet werden müsse.

Der Plan, den Mittleren Osten in ethnisch und und religiös geprägte Vasallenstaaten aufzuspalten

Projekt after
Bereits 2006 hat der mittlerweile in den Ruhestand versetzte Lt. Col. (Oberstleutnant) Ralph Peters vorgeschlagen, "zum Abbau regionaler Spannungen eine Änderung der Grenzen im Mittleren Osten und in Asien unter Berücksichtigung ethnischer, religiöser und stammesgeschichtlicher Trennungslinien" vorzunehmen (s. Grafik); im Armed Forces Journal
war darüber zu lesen:

"Syriens günstige Lage und seine militärische Stärke machen es zum strategischen Zentrum des Nahen Ostens," schrieb Robin Wright im September 2013 in der New York Times – in einem Artikel zu der Karte, die Peters für die Neuordnung des Nahen und Mittleren Ostens vorgeschlagen hat. "Mit der Neuordnung Syriens könnte ein Präzedenzfall für die ganze Region schaffen und nebenan fortgeführt werden. Bisher konnte der Irak wegen des vom Ausland ausgeübten Drucks, wegen regionaler Ängste vor irakischen Alleingängen und weil ihm sein Ölreichtum wenigsten auf dem Papier zu loyalen Unterstützern verholfen hat, seinen Zerfall verhindern. Aber der Bürgerkrieg in Syrien könnte auch den Irak in den Strudel reißen."

Der Irak scheint einer Aufsplitterung entlang ethnischer und religiöser Trennungslinien jetzt näher als jemals zuvor zu sein. Diese Aufsplitterung haben die Neokonservativen schon vor dem Amtsantritt des jüngeren Bush geplant – in ihrem (bereits 1996 vorgelegten Strategiepapier) "A Clean Break: A New Strategy for Securing the Realm" (Ein sauberer Bruch: Eine Strategie zur Sicherung der Ostflanke, weitere Infos dazu hier). In dem Dokument einer Studiengruppe, das sich mit einer neuen Israel-Strategie über das Jahr 2000 hinaus befasst, wurden bereits der Sturz Saddam Husseins und das Anzetteln eines Stellvertreterkrieges gegen Al-Assads Syrien gefordert.

Noch vor der Verfassung des "Clean-Break-Dokuments" hat (der israelische Politiker und Journalist) Oded Yinon "The Zionist Plan for the Middle East" (den Zionistischen Plan für den Mittleren Osten, s. hier) vorgelegt. Darin forderte er, Israel solle "die arabischen Staaten in kleinere Territorien zerschlagen und die Aufteilung Syriens und des Iraks in ethnisch oder religiös definierte Teilstaaten wie den Libanon betreiben". Das müsse "das langfristige Primärziel Israels zu Sicherung seiner Ostgrenze sein". Yinon schlug vor, die arabischen und islamischen Staaten von innen heraus unter Ausnutzung der in ihnen herrschenden religiösen und ethnischen Spannungen zu zerstören. (Weitere Infos dazu sind hier nachzulesen.)

P2OG in Aktion

Der ISIS wird als Ergebnis des Einflusses der Al-Qaida dargestellt. Es wäre jedoch zutreffender, ihn als Ergebnis der Einflusses darzustellen, den die Neokonservativen unter Bush auf das Pentagon hatten. Bereits 2005 hat Frank Morales aus einem Pentagon-Dokument, zitiert, in dem die Bildung einer Proactive Preemptive Operations Group / P2OG (einer vorausschauend handelnden operativen Gruppe, weitere Infos dazu hier) vorgeschlagen wird. [s. hier]
Aus einem Geheimdokument, das (der damalige US-Verteidigungsminister) Rumsfeld von seinem Defense Science Board (seiner Beraterkommission aus Wissenschaftlern, s. hier) erstellen ließ, geht hervor, dass die neue Proactive Preemptive Operations Group / P2OG Terroristengruppen durch geheime Operationen (schaffen und) zur Begehung von Gewalttaten anstiften soll. Es wird vorgeschlagen, sie aus 100 Spezialisten für Terrorbekämpfung zu bilden und ihr einen Jahresetat von 100 Millionen Dollar zur Verfügung zu stellen; nach dem von Arkin beschafften Dokument soll die P2OG offiziell "Terroristenführer" jagen, in Wirklichkeit aber Aktionen durchführen, die "Terroristengruppen" (entstehen lassen und) zu "gewalttätigen Reaktionen provozieren", damit – nach der Logik des damaligen US-Verteidigungsministers – unsere "Good Guys" (die US-Soldaten) "zum Gegenangriff" gegen sie vorgehen können. Mit anderen Worten, bei geheimen US-Militäreinsätzen sollen Morde und Sabotageakte begangen und Täuschungsmanöver inszeniert werden, (um Terroristengruppen zu formen) die dazu gebracht werden können, üble Anschläge auf unbeteiligte Zivilisten, möglichst auch auf US-Amerikaner, zu begehen – damit man dann den "Terrorismus" bekämpfen kann, den man selbst geschaffen hat!
Der ISIS wurde nur geschaffen, weil der vorher inszenierte Terror nicht den erwünschten Erfolg gebracht hat. Deshalb musste die CIA nachhelfen und mit Unterstützung ihrer Partner und der Hilfe "gemäßigter syrischer Rebellen" Al-Nusra und schließlich den ISIS mit besseren Waffen versorgen.

Der ISIS könnte es tatsächlich schaffen, ein brutales Kalifat zu errichten – wenn er nicht "zurück in die Steinzeit" gebombt wird, wie das Senator Lindsey Graham und andere Neokonservative im Kongress fordern.

Auf jeden Fall wird der Plan, die arabischen und islamischen Staaten zu zerschlagen und den Mittleren Osten zu balkanisieren, aufgehen. Als Reaktion auf den ISIS haben die Kurden im Irak de facto bereits einen eigenen Staat errichtet, und der Iran hat sich angeboten die Schiiten im Süden des Iraks zu verteidigen. All das ist ganz im Sinne des (Peters-)Planes, den Nahen und Mittleren Osten noch stärker zu zersplittern, als das die Briten nach dem Ersten Weltkrieg getan haben.

(luftpost-kl.de hat den bereits am 15. Juni 2014 erschienenen Artikel erst jetzt entdeckt und wegen seiner Aktualität komplett übersetzt. Kurt Immo ist hier zu sehen und zu hören. Ein Video in englischer Sprache, das die Aussagen in diesem Artikel bestätigt, ist hier aufzurufen.)