Samstag, 17. Januar 2015

Als Merkel ihre Regierungserklärung im Bundestag vorlas: "Antisemitismus ist unsere staatliche und bürgerliche Pflicht"

Laut Umfragen sinkt die Angst der Deutschen vor dem Terrorismus
Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de

Mowitz
Einen Freud'schen Versprecher der Sonderklasse [sprachliche Fehlleistung, bei der angeblich ein eigentlicher Gedanke oder eine Intention des Sprechers unwillkürlich zu Tage tritt], leistete sich Bundeskanzlerin Merkel im Bundestag, als sie eine Regierungserklärung zu den Pariser Morden vom Blatt ablas und monoton den "Antisemitismus zu unserer staatlichen und bürgerlichen Pflicht" runterbetete. Wer nun glaubt, dass das "Hohe Haus" mit verlegenem Gelächter, lautstarker Empörung oder anderen Gefühlswallungen reagiert hätte, irrt. Und zwar gewaltig. Die Bundestagsabgeordneten, wie so oft bei den staatstragend zelebrierten Ritualen die im Bundestag vorgetragen werden, nicht ganz bei der Sache, honorierten Merkels bemerkenswerte Fehlleistung gleichmütig mit Beifall.

Ein Fauxpas der passiert wenn man krampfhaft Unterschiede zwischen Antisemitismus und Rassismus macht, wo es keine geben sollte und sie immer voneinander trennt.

Beachtenswert auch Merkels meisterlicher Hinweis darauf, dass man "anitisemitische Straftaten konsequent mit allen rechtsstaatlichen Mitteln verfolgen wird." Donnerlittchen auch! So tief ist der Rechtsstaat Deutschland mit Merkel bereits gesunken, dass es besonderer Klarstellungen bedarf, dass Straftaten in Deutschland mit rechtsstaatlichen Mitteln verfolgt werden. Auch wenn sie antisemitischen Hintergrund haben. Womit auch sonst? Mit unrechtsstaatlichen? Merkel, die Meisterin der gesprochenen Worte, äh Plattitüden [inhaltsleere oder belanglose Aussagen].

FH

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