Mittwoch, 25. März 2015

Germanwings-Airbus - Merkel (BRD) und Hannelore Kraft (NRW) zu Aufräumarbeiten an Absturzstelle

Mowitz
Nach dem tragischen Absturz des Germanwings-Airbus in einem äußerst unzulänglichen Gebiet in den französischen Alpen, auf 2000 m Höhe, der nach Presseberichten 150 Tote forderte die zu beklagen sind, werfen sich jetzt alle die ins Zeug, die die Untersuchungen an der Absturzstelle eher behindern als nützlich sind.

Jetzt ist die Zeit der Forschen angesagt. Martin Burkert (S?PD), Vorsitzender des Verkehrsausschusses im Bundestag, mimt schon den dicken Jakob, der für eine rigorose Aufklärung des Unglücks sorgt: "Wir werden alles hinterfragen. Es geht um die Wartungspläne. Es geht um die Frage der Arbeitszeiten von Piloten und Besatzung".

Genaues wissen wir noch nicht und bevor ich mich wie in der Sendung Maischberger geschehen, im Voyeurịsmus (eine Form der Spanner-Sexualität) ergehe, möchte ich an den Luftangriff bei Kunduz in Afghanistan erinnern, der kein Unglück war, wie sie nunmal im Leben leider immer wieder vorkommen, sondern ein verbrecherischer Akt wie er in verbrecherischen Akten die Kriege sind, auch vorkommen. Mit dem Unterschied, dass Unglücke unvermeidbar sind, Kriege hingegen sind von Menschen gewollt und im Grunde vermeidbar.

Wracks der beiden am 4. September 2009 durch einen
Luftangriff zerstörten Tanklastwagen im Kunduz-Fluss
Wikimedia, Creative Commons license
Warum denke ich im Zusammenhang mit dem Absturz des Germanwings-Airbus an die Luftattacke bei Kunduz vom 4. September 2009? Auch dort kamen nach Schätzungen etwa 142 Menschen ums Leben, unter ihnen viele afghanische Kinder. Verantwortlicher Offizier war ein Oberst Klein, der einige Jahre später zum Abteilungsleiter im neuen Bundesamt für das Personalmanagement, im Range eines Brigadegenerals der Bundeswehr, befördert wurde.

Das was mir noch von der ganzen Affäre in peinlichster Erinnerung bleibt, war das öffentliche Geschachere ob überhaupt und wenn, wie hoch die finanzielle Entschädigung an Opfern und Hinterbliebenen sein sollte. Bis heute haben die schwarzen Null-Jongleure der Bundesregierung den Opferfamilien, rund 5000 US-Dollar gezahlt. Wohlgemerkt, eine freiwillige Leistung der Bundesregierung, kein Schuldeingeständnis. Eine typisch deutsche Leistung. Hartherzigkeit vor Großherzigkeit. Möge Europa nicht deutsch werden.

Nun soll, zumindest im Verfahren um mehr Schadenersatz, das Oberlandesgericht Köln entscheiden. Das wird wohl ausgehen wie das Hornberger Schießen. (Geflügeltes Wort, wenn eine Angelegenheit mit großem Getöse angekündigt wird, aber dann nichts dabei herauskommt).

Die öffentlichen Klageweiber/Kerle, Merkel, Kraft, Gauck und Hollande sollten sich in ihren publikumwirksamen Trauerinszenierungen etwas zurücknehmen und den Hinterbliebenen, die wirklich Trauernden, Platz zur Trauerarbeit geben.

FH

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen