Sonntag, 26. April 2015

Bajuwarischer Entwicklungsminister lernt bei Gegenmeinung Ursachen der Flüchtlingsströme zu analysieren

Mowitz
Gerd Müller (CSU), nicht zu verwechseln mit dem legendarischen Bomber der Nation der 1960er/70er Jahre auf dem Fußballfeld, sondern seines Zeichens Entwicklungsminister der Berliner Merkel-Regierung "Frohsinn & Geselligkeit", hatte mit Sicherheit die gleichen Schwierigkeiten wie ich, etwas mit der hirnlosen Vorgabe seines Parteisekretärs Scheuer anzufangen, die Ursachen der Flüchtlingsströme zu bekämpfen, nicht nur die Symptome, aber in seiner Forderung eben nur das Symptom "Schlepperbanden" als Ursache anführte. Um dem Mann beim Einordnen der Begrifflichkeiten behilflich zu sein, schrieb ich auf meinem vorzüglichen Blog "Gegenmeinung" einen leichtverständlichen Beitrag mit dem Titel "CSU-Ursachenforschung: Kampf den Schlepperbanden".

In dem Artikel machte ich als Hauptursache für die Flüchtlingsströme, die vom Westen angezettelten Kriege und Destabilisierungen der Flüchtlings-Heimatländer, samt unser höchst ungerechtes kapitalistisches Wirtschaftssystem und die damit einhergehende Verelendung verantwortlich. Nicht besonders originell, aber es musste nur mal wieder gesagt werden. Das Ergebnis des EU-Sondergipfel ließ zudem Schlimmes befürchten, da er, wie schon CSU-Generalsekretär Scheuer zuvor, nur heiße Luft produziert hatte. [siehe hier].
„Die USA allein sind der ‚Auftraggeber‘ aller militärischen Konflikte“, sagte General Andrej Kartapolow, Chef der Operativen Verwaltung des Generalstabs, am Freitag in einer militärischen Konferenz in Moskau. Er verwies darauf, dass die USA und deren Verbündete im vergangenen Jahrzehnt mehr als 50 Mal militärische Gewalt angewendet haben. „Sechsmal wuchsen diese Operationen in lokale militärische Konflikte aus. Deren traurige Folgen sind allgemein bekannt.“ sputnik
Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de
Um so mehr freute ich mich, als ich heute morgen las, dass Entwicklungsminister Müller eine neue Afrika-Strategie ankündigte, die eine Veränderung der Marktverhältnisse beinhalten soll. Es werde Zeit, dass den afrikanischen Produzenten faire Preise gezahlt würden.

Bravo Herr Müller! Auch das musste mal wieder gesagt werden. Wenn Sie es ernst meinen und diese Einsicht nicht schon wieder vom Verhandlungstisch verschwindet, bevor sie überhaupt auf den Tisch kommt. Und Sie müssen sich ja auch noch die Genehmigung der Konzerne und Banken einholen. Und falls Sie an den Geldsäcken scheitern sollten, können Sie immer noch an die Öffentlichkeit gehen und lautstark und für jeden verständlich aus dem Nähkästchen der Hinterzimmerverhandlungen plaudern. Das könnte Wellen schlagen, denen sich auch nicht die Pegida-Flachhirnpfeifen und deren Stichwortgeber aus Politik und Wirtschaft entgegenstellen würden.

Fußball-Gerd, der Bomber der Nation, bombt schon lange nicht mehr. Sie könnten als Bomber für Gerechtigkeit und Menschlichkeit in die Annalen der Geschichte eingehen. Trauen Sie sich das zu? Faire Preise wären erst der Anfang. Es wäre ein kleiner Schritt in eine neue Richtung, aber ein großer Schritt für die Menschheit.

FH

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