Freitag, 17. April 2015

Bayern Münchens Legionärstruppe in der Krise

Mowitz
Bayerns Ex-Präsident Hoeneß im Knast. Natürlich mit großzügiger Hafterleichterung. Genau genommen ist er nur noch sporadisch im Knast zu finden. Freigänger tagsüber, wenn er, laut Presseberichten, intensiv in der Jugendabteilung seines Legionärvereins FC Bayern arbeitet, damit Talente Profis werden können. Nur abends und zum Wochenende muss er zurück in den Knast. Der Ex-Präsident verschluckte sich, als er meinte, mehr vom Kuchen haben zu müssen als ihm zustand und dabei erwischt wurde. Sein Legionärsverein machte im vorigen Jahr 528,7 Millionen Euro Umsatz und 16,5 Millionen Euro Gewinn - nach Abzug der Steuern. Ein Geschäft so wahnhaft wie die Geschäfte der Finanzindustrie, die allen Ernstes auch glaubt man könne Geld mit Geld verdienen und so einen Mehrwert für die Gesellschaft erwirtschaften.

Der inzwischen zum reichster Spaßverein der Welt, im Fußballgewerbe, aufgestiegene FC Bayern, ist aber noch lange nicht zum "besten" Fußballverein der Welt aufgestiegen. Die 1:3 Niederlage im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League beim FC Porto hat neben dem schnell vergessenen Prestigeverlust gezeigt, dass bei der anschließenden Suche nach Sündenböcken, denen man die Schuld in die Fußballschuhe hätte schieben können, weder Trainer Pep Guardiola, noch Spieler, Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge, "Ich bin nicht bereit, die Mannschaft zu kritisieren", geeignet waren.

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de
Da bot sich wohl dem Wundertrainer Pep Guardiola, der wahrscheinlich im Nebenberuf auch noch Wunderheiler ist, die medizinische Abteilung des FC Bayern, Müller-Wohlfahrt und sein Stab ganz von selbst an. Die schmissen nämlich, aus leicht verständlichen Gründen die Brocken beim FC Legionär- und Geldverein München, mit sofortiger Wirkung hin. In einer Mitteilung heißt es laut übereinstimmender Presseberichten: "Nach dem Champions League-Spiel des FC Bayern München gegen den FC Porto wurde aus unerklärlichen Gründen die medizinische Abteilung für die Niederlage hauptverantwortlich gemacht". Müller-Wohlfahrt (72), ein Mann mit vielen Eisen im Feuer, war seit fast 40 Jahren beim FC Bayern als Mannschaftsarzt tätig, und wirkt seit 1995 auch als medizinischer Betreuer der deutschen Fußballnationalmannschaft beim DFB.

Fußball-Deutschland in einem Tsunami aufgewühlter Gefühle. Und dazu noch der angekündigte Klopp-Abgang bei den Borussen. Der Erfolg wollte sich auch in Dortmund nicht mehr so richtig einstellen. Trotz aller Millionen die fließen. BVB Umsatz letzte Saison: 260,7 Millionen Euro.

Muss ich mir jetzt Sorgen um Deutschlands Ansehen in der Welt machen????

FH

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